Samstag, 30. April 2011

Frühjahrsblüher - Bergenie


Die Bergenie (Bergenia spec.) heißt nicht deshalb "Bergenie", weil sie überwiegend in den Bergregionen Zentralasiens beheimatet ist, sondern soll an den Botaniker Karl August von Bergen (1704-1759) erinnern. Man pflanzt sie gern in Kleingärten als Zierpflanze an.




Frühjahrsblüher - Gemeiner Flieder


Der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris) gehört, genauso wie die ihm gar nicht ähnliche Forsythie, zur Familie der Ölbaumgewächse und stammt ursprünglich aus Südost-Europa und Asien. Wenn seine Blüten "weiß" sind, spricht man von "Weißen Flieder". Ansonsten sind seine reichen Blütenstände meist blauviolett gefärbt. Wenn man an einer Fliederhecke, wenn der Flieder in voller Blüte steht, vorbei läuft, dann bemerkt man einen feinen, für Flieder typischen Duft. Er wird (man glaubt es kaum) als "Fliederduft" bezeichnet. Auch deshalb wurde er um 1560 in den kaiserlichen Gärten in Wien zum ersten Mal in Mitteleuropa angepflanzt. Heute findet man ihn überall in Gärten und Parkanlagen. Verwildert findet man ihn dagegen nur selten.



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Gepunkteter Eichen-Gürtelspanner


Der "Gepunktete Eichen-Gürtelspanner" (Cyclophora punctaria) ist eine häufige Art, die bevorzugt in Laubwäldern mit hohem Eichenanteil vorkommt. Man kann sie im Frühjahr zwischen Ende April und Ende Juni und dann später noch einmal in einer Herbstgeneration im August antreffen.

Die feinen Schuppen, die das filigrane Muster seiner Flügel bilden, sind darauf dachziegelartig angeordnet:



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Frühlingsblüher - Scharfer Hahnenfuß


Der Scharfe Hahnenfuß (Ranunculus acris) kann im Frühling und im Frühsommer ganze Wiesen in ein gelbes Blütenmeer verwandeln. Dabei liebt er nicht zu feuchte, aber fette Lehmböden und gilt unter Botanikern als Stickstoffanzeiger. Da er vom Vieh verschmäht wird (die Pflanze enthält scharfschmeckende Giftstoffe), bleibt er auf Weiden meist inselartig stehen und kann sich von dort aus nur schwer ausbreiten. In unserer Gegend wird er aufgrund seiner sattgelben Farbe auch als "Butterblume" bezeichnet und darf in keinem bunten Feldblumenstrauß fehlen.




Feuerwerk über dem Riesenrad


Impressionen vom Höhenfeuerwerk am 29. April 2011 am Olbersdorfer See (Zittau / OL.), aufgenommen aus ca. 6 km Entfernung.





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Freitag, 29. April 2011

Junge Kreuzotter

Aufnahme:  Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz


Die Kreuzotter (Vipera berus) ist eine nützliche und völlig harmlose Schlange - solange man nicht von ihr gebissen wird. Das kommt aber höchstens einmal vor, wenn man auf sie drauf latscht (möglichst barfuß). Aber auch das ist sehr unwahrscheinlich, denn Kreuzottern sind äußerst scheu. Todesfälle durch Kreuzottergift sind sehr selten. Eigentlich kann sie nur Kindern und schon anderweitig stark geschwächten Personen gefährlich werden. Auf jeden Fall sollte man nach einem Biß innerhalb einer Stunde einen Arzt aufsuchen (eine Recherche ergab, daß zwischen 1972 und 1994 in Deutschland insgesamt 64 Personen von Kreuzottern gebissen wurden).

Kreuzottern sind in ihrer Färbung und in der Ausprägung ihrer Färbung sehr variabel. Die hier abgebildete rötliche Form ist eigentlich mehr typisch für Moorlagen. Die Aufnahme entstand in der Gegend um Hammer am See in Nordböhmen. Die graue Form (hier vom Kaltenberg / Studenec zwischen Kreibitz (Chribska) und Böhmisch Kemnitz (Ceska Kamenice)) ist bei uns häufiger anzutreffen:


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Donnerstag, 28. April 2011

Ostern in Nordböhmen - Zauberhafte Landschaften



Ein kurzer Erlebnisbericht von Björn Ehrlich

Wir sind von Seifersdorf nach Hammer unterwegs gewesen, Ziel war der Große Hirschberg, natürlich der Struhanken und das Waldtheater (Divadlo), dann zurück. Zu Hause habe ich dann festgestellt, daß wir uns nicht auf den Großen Hirschberg, sondern auf den Kleinen Hirschberg gequält hatten. Trotzdem schöne Landschaft. Am Ostermontag waren wir auf dem Radischken, dem Kahlen Berg, dem Arhorst und dem Krkavci Skala (Rabenstein) (Elbtal bei Leitmeritz, Porta Bohemica)... 

Leider fehlte am Montag meistens die Sonne. Trotzdem war der Weg durch die blühenden Schlehen und Kirschbäume am Kahlen Berg ein tolles Erlebnis. Die lebendigen Farben des Frühlings und das frische Grün verzaubern. Am Radischken und am Rabenstein steht das Steinkraut zur Zeit in voller Blüte. Ein Blick hinunter nach Sebusein auf das Band der Elbe weckt den Wunsch, diese Gegend bald wieder zu besuchen.








Alle Aufnahmen B. Ehrlich, Zittau-Hörnitz

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Frühjahrsblüher - Waldmeister


Waldmeister (Galium odoratum) wird meist mit grüner Limonade, Bowle oder "Berliner Weiße" assoziiert. Diese bodenbedeckende Pflanze, deren Verwandtschaft mit den Labkräutern man schon an der Blattstellung ansieht, wird seit alters her als Gewürz verwendet (der Wirkstoff ist Cumarin). Ob in dem käuflich erwerbbaren Waldmeistersirup überhaupt noch "Waldmeister" drin ist oder eher nur ein künstlich hergestellter Fruchtester, weiß ich nicht zu sagen. Jedenfalls kann man im April und Mai in manchen Laubwäldern ganze Waldmeisterrasen beobachten, so wie hier am Wrchhabener Berg (Berkovský vrch mit der Burg Alt-Perstein) bei Dauba in Nordböhmen.





Blick vom Roll (Ralsko) bei Niemes (Mimon) auf das Lausitzer Gebirge

 Aufnahme:  Werner Schorisch, Zittau


Vom Roll mit seiner mittelalterlichen Burgruine hat man bei schönem Wetter eine beeindruckende Fernsicht. Dieses Foto zeigt den Blick in Richtung Lausitzer Gebirge über den Kleinen Limberg, dem Tölzberg,  den Limberg bis hin zur 793 m hohen Lausche (was die Namen der Berge betrifft, siehe die Links am Ende des Blogartikels).



Rollaussicht (groß)
Rollaussicht mit Bergnamen

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Wacholderdrossel


Neben Amsel und Singdrossel ist die Wacholderdrossel (Turdus pilarisbei uns in der Oberlausitz die häufigste Drosselart. Ihre Stimme ähnelt etwas der der Elster, so daß sie daran leicht zu erkennen ist. Ansonsten macht ihre Färbung sie unverwechselbar. Während Amseln einzeln brüten, abends aber Schlafgemeinschaften bilden, bilden Wacholderdrosseln lockere Brutkolonien, d.h. auf einem Baum oder mehreren benachbarten Bäumen bauen mehrere Paare ihre Nester. Ihr Gesang ist mit dem der Amsel und Singdrossel kaum zu vergleichen. Er wird meist im Flug vorgetragen.


Mittwoch, 27. April 2011

Frühjahrsblüher - Schöllkraut




Das Schöllkraut (Chelidonium majuswächst gern auf Schuttplätzen, Komposthaufen, schattigen Wegesrändern und sogar in Mauerspalten und blüht zwischen April und Juni. Bekannt ist diese Pflanze aus der Familie der Mohngewächse aufgrund ihres gelben Milchsaftes, der früher zum Entfernen von Warzen verwendet wurde. Er ist wegen des Gehaltes an verschiedenen Alkaloiden recht giftig.




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Frühjahrsblüher - Bruchweide


An Bächen und Flußufern erheben sich oft die bis zu 20 m hohen Bruchweiden (Salix fragilis) mit ihrer rissigen Borke und großen ausladenden Ästen. Sie ähneln stark den ebenso mächtigen Silberweiden, mit denen sie oft Bastarde bilden. Da sie Überschwemmungen trotzen, gelten Bruchsweiden als gute Uferbefestiger. Die männlichen Kätzchen sind länglich und können mehrere Zentimeter lang werden.





Dienstag, 26. April 2011

Asiatischer Marienkäfer


In unserer heimischen Marienkäferwelt bahnt sich eine Katastrophe an. Eine vor dem Jahr 2000 bei uns noch unbekannte Art, der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis), vermehrt sich massenhaft und beginnt die anderen Marienkäferarten mehr und mehr zu verdrängen. Er kommt in vielen verschiedenen Farbmorphen vor, ist aber an den weißen Flecken des Halsschildes gut zu erkennen, die eine M- oder W-förmige schwarze Zeichnung mehr oder weniger gut sichtbar einschließen. Er stammt ursprünglich aus Südostasien und ist trotz seiner Nützlichkeit (der Käfer als auch seine Larve ernährt sich von Blattläusen) ein ungebetener Gast, der sich genauso wenig wie der Japanische Staudenknöterich wieder  aus unserer Natur entfernen lassen wird. 





Frühjahrsblüher - Walderdbeere


Die Walderdbeer (Fragaria vesca) ist eine häufige Bodenpflanze von lichten Wäldern, wobei man sie am häufigsten an nicht zu trockenen Wegrändern antrifft. Sie gehört, wie man unschwer an der Blüte erkennen kann, zu den Rosengewächsen. Ähnlich wie die Kulturerdbeere vermehren sie sich gern über Ausläufer. Die kleinen, süßen Früchte sind bei vielerlei Waldbewohnern sehr begehrt.





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