Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Man gelangt auf der B 172 (Pirna – Bad Schandau) nach Königstein.
Am Kreisverkehr fährt man 2,3 Kilometer über die Bilatalstraße und
Cunnersdorfer Straße nach Pfaffendorf zum Parkpatz am Pfaffensteinweg.
GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
50°54'22"N, 14°04'55"E
Der rote Wanderweg führt zum Pfaffenstein.
GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
50°54'22"N, 14°04'55"E
Der rote Wanderweg führt zum Pfaffenstein.
Blick vom gebührenpflichtigen Parkplatz zum Pfaffenstein (435 Meter).
Auf dem roten Wanderweg gelangt man nach 350 Metern zum Waldrand (45 Höhenmeter in10 Minuten).
Hier muss man sich entscheiden:
Durch das Nadelöhr: 500 Meter mit 110 Höhenmetern in 25 Minuten oder
Bequemer Weg: 1,2 Kilometer mit 110 Höhenmetern in 30 Minuten
Durch das Nadelöhr: 500 Meter mit 110 Höhenmetern in 25 Minuten oder
Bequemer Weg: 1,2 Kilometer mit 110 Höhenmetern in 30 Minuten
Der Plan von einer Info-Tafel (Bequemer Weg = Normalaufstieg)
Vom Waldrand auf dem bequemen Weg hat man hervorragende Sicht zur Festung Königstein.
Dann geht es einen rustikalen Pflasterweg nach oben.
Der Jäckelfels
Die Inschrift lautet:
Dem Erschließer und Hüter
des Pfaffenstein's
Herrn Karl Gottlob Jäckel
gewidmet
vom
Vaterländ. Gebirgsv. Saxonia.
den 2. October 1881
Dem Erschließer und Hüter
des Pfaffenstein's
Herrn Karl Gottlob Jäckel
gewidmet
vom
Vaterländ. Gebirgsv. Saxonia.
den 2. October 1881
Der weitere Aufstieg führt über Steintreppen …
… und schmale Holzstufen.
Dann taucht über den Bäumen der Aussichtsturm auf.
Text von der Info-Tafel (Fett + kursiv):
Der hölzerne Aussichtsturm von 1894
1894 … wurde der erste Aussichtsturm auf dem Pfaffenstein errichtet. Dieser aus Holz gebaute Turm wurde am 2. September 1894 feierlich eingeweiht.
Ausschnitt von einer alten Postkarte auf der Info-Tafel
1894 … wurde der erste Aussichtsturm auf dem Pfaffenstein errichtet. Dieser aus Holz gebaute Turm wurde am 2. September 1894 feierlich eingeweiht.
Ausschnitt von einer alten Postkarte auf der Info-Tafel
Dem Bau des Aussichtsturmes war die Einrichtung einer Restauration vorausgegangen:
1852 richtete Karl-Gottlieb Kliemann eine Sommerrestauration ein, die allerdings nur bis 1854 bestand
1880 errichtete der Besitzer des Pfaffendorfer Erbgerichtes, Ernst Ulbrich, eine einfache Restauration, die sogenannten Rindenhütten.
Alte Postkarte von 1898
1852 richtete Karl-Gottlieb Kliemann eine Sommerrestauration ein, die allerdings nur bis 1854 bestand
1880 errichtete der Besitzer des Pfaffendorfer Erbgerichtes, Ernst Ulbrich, eine einfache Restauration, die sogenannten Rindenhütten.
Alte Postkarte von 1898
1891 erfolgte der Bau eines Fachwerkgebäudes am heutigen Standort des Berggasthauses.
1895 verkauft Frau Ulbrich ihr Anwesen an Hermann Keiler, der vorher Kellner auf der Bastei war.
Zeitgenössische Werbung um 1900 von der Info-Tafel
1895 verkauft Frau Ulbrich ihr Anwesen an Hermann Keiler, der vorher Kellner auf der Bastei war.
Zeitgenössische Werbung um 1900 von der Info-Tafel
Text von der Info-Tafel (Fett + kursiv):
Der steinerne Aussichtsturm von 1904
Da der Holzturm baufällig wird, lässt Hermann Keiler neben dem Gasthaus im Winter 1903/04 Steine brechen um einen neuen Aussichtsturm zu errichten.
Nach dem Brechen der Steine wurde im Frühjahr 1904 unter der Leitung von Baumeister Naumann aus Königstein mit dem Bau begonnen. Der Turmbau, bei dem fünf Männer und eine Frau beschäftigt waren, erfolgte ohne Gerüst. Das Baumaterial für den 28 Meter hohen Turm wie Kalk, Fenster, Türen und Eisengeländer musste auf den Berg getragen werden. Das Berggasthaus hatte zum damaligen Zeitpunkt die heutigen Ausmaße erreicht.
Bereits am 7. August 1904 wurde der neue Turm dann von Pfarrer Hoyer aus Königstein feierlich geweiht.
Abbildung von einer alten Postkarte auf der Info-Tafel
Da der Holzturm baufällig wird, lässt Hermann Keiler neben dem Gasthaus im Winter 1903/04 Steine brechen um einen neuen Aussichtsturm zu errichten.
Nach dem Brechen der Steine wurde im Frühjahr 1904 unter der Leitung von Baumeister Naumann aus Königstein mit dem Bau begonnen. Der Turmbau, bei dem fünf Männer und eine Frau beschäftigt waren, erfolgte ohne Gerüst. Das Baumaterial für den 28 Meter hohen Turm wie Kalk, Fenster, Türen und Eisengeländer musste auf den Berg getragen werden. Das Berggasthaus hatte zum damaligen Zeitpunkt die heutigen Ausmaße erreicht.
Bereits am 7. August 1904 wurde der neue Turm dann von Pfarrer Hoyer aus Königstein feierlich geweiht.
Abbildung von einer alten Postkarte auf der Info-Tafel
„ … Der wild zerklüftete Felsen, der sich majestätisch gegenüber
dem Lilienstein bei Königstein erhebt, hat durch den Bau und die
nunmehrige Vollendung des neuen 30 m hohen Aussichtsturmes einen neuen
hervorragenden Anziehungspunkt erhalten. Der prachtvolle Turm, der
vollständig in Sandsteinrohbau gehalten ist und gleichsam aus den vier
Meter hohen Felsen, auf dem er errichtet ist, herauswächst, ist mit
Balkons, Rundgängen und einer Plattform versehen und gewährt eine
entzückende und vollständig umfassende Rundsicht über das gesamte Gebiet
der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Er wurde vom Baumeister Naumann
(Königstein) nach eigenen Entwürfen errichtet. 123 bequeme steinerne
Stufen führen zur Höhe empor. …“
Aus: Pirnaer Anzeiger, 4. August 1904.
Aus: Pirnaer Anzeiger, 4. August 1904.
Text von der Info-Tafel (Fett + kursiv):
Impressionen
Die Errichtung der Aussichtstürme und der Gaststätte auf dem Pfaffenstein fällt in eine Zeit der touristischen Entwicklung der Sächsischen Schweiz insgesamt. Insbesondere die Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke von Dresden nach Bodenbach im Jahre 1851 brachte eine deutliche Zunahme des Fremdenverkehrs.
Spazierengehen und Wandern wurde Mode. Man bestaunte die imposante Natur. Für einen Aufenthalt im Sommer quartierte man sich gern als "Sommerfrischler" in den umliegenden Orten, aber auch auf dem Pfaffenstein selbst ein. Postkarten aus der Jahrhundertwende geben Zeugnis von der damaligen Landschaft, den Besuchern und der touristischen Ziele.
Alte Postkarte um 1920
Die Errichtung der Aussichtstürme und der Gaststätte auf dem Pfaffenstein fällt in eine Zeit der touristischen Entwicklung der Sächsischen Schweiz insgesamt. Insbesondere die Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke von Dresden nach Bodenbach im Jahre 1851 brachte eine deutliche Zunahme des Fremdenverkehrs.
Spazierengehen und Wandern wurde Mode. Man bestaunte die imposante Natur. Für einen Aufenthalt im Sommer quartierte man sich gern als "Sommerfrischler" in den umliegenden Orten, aber auch auf dem Pfaffenstein selbst ein. Postkarten aus der Jahrhundertwende geben Zeugnis von der damaligen Landschaft, den Besuchern und der touristischen Ziele.
Alte Postkarte um 1920
Der Aussichtsturm im Jahr 2025 ist von vielen Bäumen umgeben.
Ansicht von Süden
Ansicht von Süden
Der Balkon ist weitgehend zugewachsen.
Der 29 Meter hohe Sandsteinturm hat zwei Aussichtsplattformen – Fehlt nur noch: „Rapunzel, lass dein Haar herunter!“
Die Öffnungszeiten vom Turm entsprechen denen der benachbarten Berggaststätte.
Kasse des Vertrauens für den symbolischen Eintritt von 1 Euro.
Wichtiger Hinweis für späte Besucher
Der Treppenaufgang mit 123 Stufen wurde 1995 saniert.
Auf der oberen Aussichtsplattform
Im Geländer sind die Himmelsrichtungen angezeigt. Leider gibt es keine weiteren Orientierungshilfen.
Die Aussicht beginnt im Nordosten mit Ungerberg (537 Meter), Gerstenberg (502 Meter) und Tanzplan (Tanečnice, 597 Meter)
Der Papststein (451 Meter) im Osten
Im Südosten: Lasenstein (398 Meter), Rosenberg (Růžovský vrch, 619 Meter) und Zschirnstein
Von den Bäumen verdeckt: Der Katzfels (474 Meter) im Süden
Der Süden mit den Felsen vom Pfaffenstein
Im Südwesten: Die bewaldeten langgestreckten Anhöhen vom Bernhardstein (425 Meter) und vom Napoleonstein (413 Meter)
Im Westen endet der einsehbare Bereich.
Jetzt größer:
Kleinhennersdorfer Stein (392 Meter), dahinter Hohe Liebe (401 Meter) und Hausberg (396 Meter), rechts der Hohe Torstein (426 Meter)
Kleinhennersdorfer Stein (392 Meter), dahinter Hohe Liebe (401 Meter) und Hausberg (396 Meter), rechts der Hohe Torstein (426 Meter)
Der Papststein (451 Meter)
Vorderer Lasenstein (398 Meter), Mittlerer Lasenstein (383 Meter)
und Hinterer Lasenstein (374 Meter), dahinter der Zirkelstein (385
Meter)
Vorderer Lasenstein (398 Meter), Mittlerer Lasenstein (383 Meter)
und Hinterer Lasenstein (374 Meter), dahinter der Zirkelstein (385
Meter)
Rosenberg (Růžovský vrch, 619 Meter), rechts davor der Kleine Zschirnstein (473 Meter)
Kleiner Zschirnstein (473 Meter) und Großer Zschirnstein (562 Meter)
Es geht wieder 123 Stufen abwärts.
Der Pfaffenstein ist einer der beliebtesten Ausflugsfelsen in der Sächsischen Schweiz.
Der Aussichtsturm bietet weite Blicke und die Berggaststätte nebenan sorgt für die gastronomische Versorgung. Die Mühe des Aufstiegs lohnt sich.
Der Aussichtsturm bietet weite Blicke und die Berggaststätte nebenan sorgt für die gastronomische Versorgung. Die Mühe des Aufstiegs lohnt sich.
Die WANDER CARD vom Aussichtsturm Pfaffenstein
Die WANDER CARD vom Berggasthof Pfaffenstein












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