Mittwoch, 31. Januar 2024

Der Aussichtsturm auf dem Scheibenberg

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Auf dem 807 Meter hohen Scheibenberg  im Erzgebirge befindet sich oberhalb der kleinen Bergstadt Scheibenberg  dieser attraktive Aussichtsturm.


Von der B101 Annaberg – Schwarzenberg biegt man im Ort Scheibenberg von der Silberstraße auf die Bergstraße ab. Sie geht in die Straße Auf dem Berg über und führt direkt bis zum flachen Gipfel, wo man parken kann.


Auf dem Gipfelplateau befindet sich neben dem Gasthaus ein moderner Aussichtsturm.
 

Auf dem ehemals nahezu waldfreien Tafelberg gab es schon früher einen Steinturm.
Alte Postkarte von 1908
 

Einweihung des Königin Carola Turmes 1891
Foto aus der Ausstellung im Treppenaufgang
 

Der 26 Meter hohe Turm hatte in 20,7 Meter Höhe eine Aussichtsplattform. 1892 eröffnete daneben auch ein erstes Bergasthaus.
Alte Postkarte von 1905
 

Als Baumaterial für den Turm diente der Basalt vom Scheibenberg. Die Fugen zwischen den runden Steinen hatten aber keine hohe Festigkeit. Deshalb musste der Turm nach dem Ersten Weltkrieg mit Profilstahl abgesichert werden.
Auch das Berghaus wurde mehrfach erweitert.
Alte Postkarte von 1912
 

Weitere Schäden führten im Jahr 1956 zur Sperrung des Turmes durch die Bauaufsicht.
Die alte Postkarte um 1914 zeigt die Bebauung auf dem Gipfelplateau.
 

Um einen unkontrollierten Einsturz zu verhindern wurde der nicht mehr sanierbare Turm 1971 gesprengt.
Alte Postkarte von 1918

Fast der gleiche Blick:
An der gleichen Stelle, wo früher der Königin Carola Turm stand, wurde 1993 mit dem Bau des neuen Turmes begonnen. Nach einem Jahr Bauzeit wurde am 4. Juni 1994 das 1,5 Mio. DM teure Bauwerk eingeweiht. Mit 29,2 Meter ist er etwas höher als sein Vorgänger.
 

Die Metallkonstruktion wird von ach je 12,7 Tonnen schweren Säulen getragen. Die Aussichtsplattform hat einen Durchmesser von 8,6 Metern.
 

Die Eintrittskarte für den Aussichtsturm
 

Das Treppenauge dieses modernen Bauwerks – Es sind 132 Stufen zu erklimmen.
 

Die Dachkonstruktion des Turmes
 

Der Umgang der großzügig gestalteten Aussichtsplattform ist 22,44 Meter hoch.
 

Es gibt sogar Sitzmöglichkeiten, wenn jemand länger verweilen möchte.
 

Auch Orientierungstafeln sind am Geländer angebracht, wie hier nach Nordwest zum Spiegelwald (727 Meter).
 

Links der Schatzenstein (760 Meter), davor der Ort Elterlein
 

In Richtung Annaberg hängen die Wolken leider sehr tief.
 

Im Südosten: der Bärenstein (898 Meter)
 

Der Blick nach Süden – Dichte Wolken am Fichtelberg
 

Im Südwesten: Das Pumpspeicherwerk Markersbach
 

Jetzt größer: Der Spiegelwald (727 Meter)
 

Der 40 Meter hohe König-Albert-Turm auf dem Spiegelwald (727 Meter), links der Sender Grünhain-Beierfeld
 

Der 185,5 Meter hohe Fernsehturm Geyer, die Spitze steckt in den Wolken
 

Der Pöhlberg (831 Meter) bei Annaberg
 

Der 35 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Pöhlberg (831 Meter)
 

Der Blick zum Bärenstein (898 Meter), rechts davor der Liebenstein (756 Meter) mit Sendemast
 

Der Bärenstein (898 Meter), davor der Ort Cranzahl
 

Sendemast und der 27 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Bärenstein (898 Meter)
 

Der Große Spitzberg (Velký Špičák, 965 Meter) aus 14 Kilometer Entfernung
 

In der Mitte ist der Fichtelberg (1215 Meter) leider von Wolken verhüllt. Links davon der Eisenberg (1029 Meter), vorn Crottendorf, rechts dahinter Kalkberg (818 Meter) und Katzenstein (877 Meter).
 

Der Damm des Oberbeckens vom Pumpspeicherwerk Markersbach
 

Leider ist der Weg auf der Dammkrone (848 Meter) nicht mehr öffentlich zugänglich.
 

Der Turm der St. Annenkirche in Annaberg
 

Der Turm der Kirche St. Johannis in Scheibenberg
 

Vom Turm aus sieht man die historische Säule Nr. 132 der Königlich Sächsischen Triangulierung von 1864.
 

Das Berggasthaus von oben
 

Das Berggasthaus von unten
 

Die WANDER CARD vom Berggasthaus auf dem Scheibenberg
 

Ein Besuch vom Scheibenberg ist immer eine Empfehlung:
Leichte Erreichbarkeit, vielfältige Wandermöglichkeiten, gute Gastronomie und weite Aussicht von einem der schönsten Aussichtstürme des Erzgebirges.
 

Die WANDER CARD vom Aussichtsturm auf dem Scheibenberg
  

Hallimasch

Fotos Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf













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