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Sonntag, 7. Juni 2026

Montag, 11. Mai 2026

Mittwoch, 23. April 2025

Der Aussichtsturm auf der Hasenburg

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Die Hasenburg (Hazmburk, 418 Meter) ist einer der bekanntesten Berge im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří). Seine unverwechselbare Silhouette gilt als Wahrzeichen des Gebirges.
 

Von Leitmeritz (Litoměřice) fährt man auf der Straße Nr. 15 über Lobositz (Lovosice) bis Trebnitz (Třebenice). Dort biegt man auf die Straße Nr. 237 ab und fährt bis Klapay (Klapý). Kurz nach der Kirche führt ein 300 Meter langer Weg zum großen Parkplatz. Dann geht es nur zu Fuß auf dem gelben und roten Wanderweg zur Burg. Für diese 2 Kilometer mit 170 Höhenmetern sollte man eine knappe Stunde einplanen.
 

Blick vom Parkplatz zur Burgruine.
Für die Parkgebühr empfiehlt sich passendes Bargeld (Kronen), mit Kreditkarten funktionierte der Automat nicht.  
 

Fast der gleiche Anblick auf einer alten Postkarte (kurz nach 1900).
Am Ende des 13. Jahrhunderts wurde die gotische Burg erbaut. 1335 wurde Zajíc von Waldeck (Zajíc z Valdeku) der Besitzer. Die Familie Zajíc (= Hase, deswegen der Name Hasenburg) erweiterte die Burg in der Folgezeit.
 

Den deutschen Text von einer Infotafel über die Geschichte der Hasenburg finden Sie im Anhang.
Ansicht der Ruine von Nordosten
Alte Postkarte um 1910
 

Die Burgruine befindet sich auf einem steilen Basalthügel über dem Dorf Klapay (Klapý).
 

Der Eingang zur Burg 
Von Anfang April bis Ende Oktober ist täglich außer Montag geöffnet.
 

Auf dem Innenhof mit dem Brunnen kann man die Eintrittskarten erwerben.
 

Blick in den vergitterten Brunnen
 

Gleich daneben in der Unterburg steht der runde „Schwarze Turm“. Er ist 26 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 9 Metern. Die 2 Meter dicken Wände wurden aus schwarzem Basalt errichtet.
 

Der einzige Zugang befindet sich in erheblicher Höhe und erfolgte früher über eine Holzrampe. Er diente als Gefängnis (Hungerturm). 
Der Schwarze Turm ist für Besucher nicht zugänglich.
Den automatisch übersetzten Text der Infotafel finden Sie im Anhang 2.
 

Das wichtigste Bauwerk der Oberburg ist der viereckige „Weiße Turm“, der aus weißem Sandstein gebaut wurde. Aber auch der ist durch Verwitterung mittlerweile schwarz geworden.
Er ist 25 Meter hoch und trägt Zinnen.
 

Der hochgelegene Eingang war früher nur über Brücken oder Treppen zu erreichen. Der Turm konnte im Angriffsfall der letzte Zufluchtsort sein. Fenster gibt es deshalb nur im oberen Teil.
 

Erst 1938 entstand im unteren Teil ein Eingang, wodurch der Turm militärische Bedeutung erlangte.
Nach dem Krieg diente er als  Aussichtsturm, musste aber 1966 gesperrt werden. Erst  seit Ende 1997 ist er über eine neue Innentreppe wieder begehbar.
Den automatisch übersetzten Text der Infotafel finden Sie im Anhang 3.
 

Diese Tür ist auch heute der Eingang für Besucher. Die Mauern sind hier 2,4 Meter dick. 
 

Trotz dieser Wandstärke ist der Innenraum noch 3x4 Meter groß.
Unter der Treppe: Ein 3D-Modell der Burg aus dem 14. Jahrhundert
 

Das Treppenauge von unten
 

Der oberste Teil wurde 2017 restauriert.
 

Die letzte Treppe mit dem oberen Ausgang
 

Der Austritt zur Beobachtungsplattform
 

Von der Aussichtsplattform hat man eine hervorragende Rundum-Sicht.
 

Genau im  Norden: Der Lobosch (Lovoš, 573 Meter), vorn die Weinberge
 

Im Nordosten: Ebene Landschaft bis zum Geltschberg (Sedlo, 726 Meter)
 

Der Schwarze Turm im Osten, dahinter der Ort Slatina, am Horizont der Sankt Georgsberg (Říp, 456 Meter)
 

Im Südosten: der Ort Libochowitz (Libochovice)
 

Der Wanderparkplatz im Süden
 

Der Ort Klapay (Klapý) im Südosten, dahinter die Hügelkette mit etwa 500 Meter Höhe.
 

Jetzt größer:
Links Milleschauer (Milešovka, 837 Meter), rechts Kletschen (Kletečná, 705 Meter), davor der felsige Kostial (Košťál, 481 Meter)
 

Der Doppelgipfel Lobosch (Lovoš, 573 Meter) und Kleiner Lobosch (Kybyčka, 488 Meter)
 

Das Industriegebiet in Lobositz (Lovosice)
 

Der Geltschberg (Sedlo, 726 Meter), hinten rechts Kosel (Kozel, 598 Meter), vorn die Sandgrube bei Worwischan (Vrbičany).
 

Ronberg (Ronov, 552 Meter) und Wilschtberg (Vlhošť, 614 Meter)
 

Sankt Georgsberg (Říp, 456 Meter)
 

Hoblik (Oblik, 509 Meter)
 

Langer Berg (Srdov, 482 Meter) und Buschberg (Brník, 471 Meter)
 

Der Milayer Berg (Milá, 510 Meter), darüber der 81 Kilometer entfernte  Keilberg (Klinovec, 1244 Meter), links das Kraftwerk Brunnersdorf (Elektrárny Prunéřov) und das Kraftwerk Tuschmitz (Elektrárna Tušimice)
 

Der Milleschauer (Milešovka, 837 Meter) ist der höchste Gipfel und das Wahrzeichen vom Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří).
 

Der Kletschen (Kletečná, 705 Meter) mit den Geröllhalden
 

Der Lobosch (Lovoš, 573 Meter) besteht aus Basalt, der Nebengipfel Kleiner Lobosch (Kybyčka, 488 Meter) aus Phonolith.
 

Obst- und Weinbau an den Hängen der Hasenburg (Hazmburk)
 

Letzter Blick zum Schwarzen Turm
 

Noch den Gegenverkehr abwarten, dann geht es abwärts.
 

Zurück wählten wir an der Abzweigung den rot markierten Weg in südliche Richtung.
 

In den Weinbergen biegt man rechts auf einen nicht markierten Weg zum Parkplatz ab.
Von hier ergeben sich ständig Postkartenmotive von der Hasenburg (Hazmburk).
 

Der Erfrischungsstand Chateau Winery JOHANN W liegt mitten im Weinberg. Von hier sind es nur noch 300 Meter bis zum Parkplatz.
 

Die Touristischen Visitenkarten (mit automatischer Übersetzung):
TOURISTISCHE VISITENKARTE 
Weingarten unter der Hasenburg
Im Jahr 2007 gegründeter Weingarten auf der Fläche 4 ha, seine Weine haben dank der Basaltsohle einmaliges Mineralgepräge
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE 
Hasenburg
Einzigartige Burgruine mit der Silhouette von zwei Türmen, gegründet von Lichtenburgern im 13. Jahrhundert
 

Luftbildaufnahme mit gleichem Text wie bei CZ 310
 

Seitenfeld der Touristischen Visitenkarte CT 310-2:
DAS WAPPEN DER FAMILIE HASE VON DER HASENBURG, 
die im 14. bis 16. Jahrhundert zu den bedeutendsten Adelsfamilien gehörten. 
Die Hasenburg war von 1335 bis 1558 ihre Stammburg.
 
 
 
 
Anhang 1
Deutscher Text auf einer Infotafel:
 
HÁZMBURK
Über die Gründung der Burg Házmburk (dt. Hasenburg) gibt es keine schriftlichen Quellen, vielleicht dürfte sie um 1250 durch die Herren Lichtenburk errichtet worden sein. Die erste sichere Erwähnung der Burg stammt erst aus dem Jahre 1335, als König Johann von Luxemburg diese Anlage - damals noch unter dem älteren Namen Klapý - an Zbyněk Zajic von Valdek verkaufte. Zbyněk Zajíc, der hohe Stellungen am Hof bekleidete, benannte später die Burg nicht nur nach einem Teil seines Wappens um, sondern er machte sich auch um ihre bedeutende Erweiterung verdient.
Eine wichtige Rolle spielte Házmburk im 15. Jahrhundert, als sie während der Hussitenstürme eine der bedeutenden Stützpunkte der katholischen Seite und in der Zeit nach der Schlacht bei Lipany das Zentrum der erweiterten Herrschaft wurde. Im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts wurde auch das Städtchen Podhradí samt Kirche von einer Mauer umgeben und dadurch der Burg angegliedert. Seit dem Ende des 15. Jahrhunderts gewann der benachbarte Ort Libochovice an Bedeutung, und die Burg Házmburk verfiel allmählich. In den Jahren 1550 und 1553 wird das unterhalb der Burg gelegene Städtchen schon als verlassen überliefert, und kurz darauf ereilte das gleiche Schicksal auch die Burg, nachdem Kryštof von Házmburk sie im Jahre 1558 an Jan den Älteren von Lobkowicz verkauft hatte. Als völlig zerstört wird sie 1586 beschrieben.
Als Bauplatz für die Burg Házmburk wurde ein besonders günstiger Ort gewählt - ein einzeln stehender Hügel nordnordwestlich von Libochovice. Auf dem Gipfel wurde die rechteckige Kernburg durch eine Mantelmauer mit abgerundeten Ecken abgegrenzt, an die sich auf der Hofseite weitere Bauten anschlossen. Auf dem engen Hof steht ein prismatischer Turm, genannt Weißer Turm, dessen unterer Bereich der ältesten Bauphase angehört. Jünger ist dagegen der Zwinger, der die gesamte Kernburg umschloss.
Durch eine Ringmauer waren ebenfalls das Hangplateau westlich unterhalb der Burg und insbesondere das nach Osten sanft abfallende Hügelplateau befestigt. Dort befand sich eine Bebauung unbekannten Aussehens und in einer Ausbuchtung der Mauer auf der Ostseite stand ein Walzenturm, genannt Schwarzer Turm. Dieser sicherte den Schutz des Tores, das in der Ringmauer der Vorburg nordwestlich des Turmfußes durchbrochen war und zu dem ein Zugangsweg durch den Zwinger am Nordhang anstieg. Am südlichen Fuß des Hügels sind Reste des befestigten Städtchens Podhradi erkennbar.
 
Anhang 2
Automatisch übersetzter Text auf einer Infotafel:
 
DER SCHWARZE TURM
Ein schwarzer zylindrischer Turm, der am östlichen Ende der Unterburg steht und in einer fließenden tropfenförmigen Kurve lose von einer Mauer umgeben ist.
Es wird angenommen, dass dieser Teil der Burg im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Der Name des Turms leitet sich vom Baumaterial ab, dem dunklen Basalt. Der Innendurchmesser des Turms beträgt 4 Meter, die Mauern sind über 2 Meter dick. Die Höhe des Turms erreicht 26 Meter. Der Zugang zum Turm erfolgte über eine Holzrampe von der nahe gelegenen Mauer. Etwa zwei Drittel des Turms verfügten früher über einen Gehweg. Über dem zweiten Stock ragen die Blockpfeiler hervor, die die Podien (pavlač) stützten. Das dritte Obergeschoss ist etwas schmaler. Der Turm war ein Burggefängnis (Hunger).
Im Jahr 1863 riss eine Gruppe von Bürgern aus dem Dorf Klapý eine Schießscharte im Erdgeschoss des Schwarzen Turms ab, in der Hoffnung, im Inneren des Turms eine wichtige Entdeckung zu machen. Infolgedessen wurden nur 3 Meter Vogelkot gefunden.
Tragische Ereignisse sind leider auch in der modernen Geschichte des Schlosses verzeichnet. Als am 5. Mai 1974 ein Blitz in den Schwarzen Turm einschlug, kamen zwei Menschen ums Leben, Otakar Štilec, ein Student des ZŠI in Dlažkovice, und der Gefreite Jan Burian aus Týn nad Vltavou, und 14 weitere wurden schwer verletzt.
2005 wurde die Turmkrone instandgesetzt und das Mauerwerk neu verfugt.
 
Anhang 3
Automatisch übersetzter Text auf einer Infotafel:
 
DER WEISSE TURM
Das wichtigste Bauwerk der Oberburg ist der vierseitige Weiße Turm, an der Spitze 25 m hoch und mit Zinnen abgeschlossen. Das Innere des Erdgeschossturms ist 4 m lang und 3 m breit, die Mauer ist 2,4 m dick. Der Zugang zum Turm erfolgte auf Höhe des Erdgeschosses durch ein rechteckiges Portal an der Ostseite. Hier müssen wir also von Holzbrücken, Pavillons oder Treppen ausgehen, die es mit den letzten Gebäuden verbanden. Im Falle eines feindlichen Angriffs könnte dieser Turm zum letzten Zufluchtsort der Burgbevölkerung werden und verfügt daher nur im oberen Teil über Fenster, die aus großen Sandsteinblöcken gebaut sind. Im Erdgeschoss des Turms wurden 1938 ein Eingang und eine Holztreppe errichtet.
Leider kam der Umbau des Weißen Turms der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg sehr zugute, als sie 1940 den Turm übernahm und darin einen Luftbeobachtungsposten einrichtete. Sie besetzten den Burgturm und das gesamte Gebäude der Burg bis zum Ende des Krieges.
Nach dem Krieg diente der Turm erneut als Aussichtsturm, bis er 1966 aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde (das Treppenhaus befand sich im Ausnahmezustand).
Im Jahr 1995 ging es vor allem darum, den Weißen Turm wieder für Burgbesucher zugänglich zu machen. Dies war erst zwei Jahre später möglich, als der Einbau des Treppenhauses abgeschlossen und der Turm am 30. Dezember 1997 zugänglich gemacht werden konnte.
Ende 2013 wurde der Weiße Turm neu renoviert. Am 3. August 2016 wurde im Weißen Turm ein 3D-Modell der Burg aus dem 14. Jahrhundert platziert. Im Jahr 2017 wurde das letzte Stockwerk repariert und der Eingang ersetzt (von verschiebbar zu fest, aus Holz). Im Turm wurde auch Strom installiert, einschließlich Überwachungskameras und einem Rotlicht-Luftfahrtschild.

 

Mittwoch, 9. April 2025

Der Aussichtspunkt der Burg Waldstein (Hrad Valdštejn)

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Burg Waldstein (Hrad Valdštejn) ist eines der bekanntesten Ausflugsziele im Böhmischen Paradies (Český ráj). Zum weitläufigen Burggelände gehört auch ein Aussichtspunkt hinter dem Romantischen Palast.
 

Von Turnau (Turnov) aus fährt man mit dem Auto entlang vom Fahrradweg Nr. 4172 und 4078 bis zum Parkplatz  (Parkoviště pod hradem Valdštejn) in Pelešany. Dann folgt man einen knappen Kilometer dem grünen Wanderweg  mit 80 Höhenmetern zur Burg.
Natürlich gibt es noch andere Wandermöglichkeiten.
 

Das Gasthaus kurz vor der Burg (Hospoda na Valdštejně) ist auch ein beliebtes Ziel für Radwanderer.
 

Über die große steinerne Brücke zum Burgtor
 

Nach dem ersten Hof ist das Betreten nur mit Eintritt möglich.
 

Übersichtszeichnung der Burg Waldstein
Aus dem deutschsprachigen Faltblatt „Willkommen auf der Burg Valdštejn“
Den Text finden Sie im Anhang
 

Erster Hof mit dem Klassizistischen Haus
 

Die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk
 

Blick in die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk
 

Zwischen Kapelle und dem Klassizistischen Haus

Hier findet man ein Bild des Albrecht von Wallenstein (Albrecht z Valdštejna) – neben dem Eingang zum WC!
 

Die Treppe zum hinteren Teil der Burganlage
 

Der Durchgang zum Aehrenthaler Palast
 

Die zahlreichen Sitzgelegenheiten laden zum Ausruhen ein.
 

Blick zurück zur Kapelle
 

Dann geht es durch Schlosskühlraum …
 

… und Keller …
 

… vorbei am Romantischen Palast zum Aussichtspunkt.
 

Der Blick nach Norden
 

Der Nordosten
 

Hier dominiert der Kosakov (Kozákov, 744 Meter)
 

Im Osten: Wartenberg (Sedmihorky) und Radwanowitz (Radvánovice)
 

Im Südosten endet der einsehbare Sektor.
 

Am Geländer:  Metalltafeln mit Reliefdarstellung zur besseren Orientierung
 

Noch einmal größer:
Rechts Schloss Groß Rohosetz (Hrubý Rohozec), links davor die ehemalige Knabenschule, heute Skálova-Grundschule in Turnau (Turnov)
 

Der Turm von Burg Friedstein (Hrad Frýdštejn)

Hinten die Schwarzbrunnkoppe (Černá Studnice, 869 Meter), davor der Falkenberg (Sokol, 562 Meter)
 

Der Kosakov (Kozákov, 744 Meter), höchster Berg vom Böhmischen Paradies (Český ráj),
links vorn der Aussichtsturm Dubeck (Dubecko)
 

Der 50 Meter hohe Sendemast Dubeck (Dubecko) hat eine Aussichtsplattform in 33 Meter Höhe.
 

Der 48 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Gipfel des Kosakov (Kozákov, 744 Meter)
 

Der Hamsteiner Kamm (Hamštejnský hřbet), dahinter der Buchenstein (Hvězda, 959 Meter) mit der Stephanshöhe (Štěpánka, 959 Meter)
 

Der neue Aussichtsturm auf dem Hamsteiner Berg (Hamštejnský vrch, 610 m)
 

Über den Kletterfelsen: Die Burg Trosky (514 Meter)
 

Die beiden Felstürme Panna (Jungfrau) und Baba (Altes Weib)
 

Der Felsen Katzenkopf (Kočičí hlava, 355 Meter)
 

Der Aussichtspunkt bei der Burg Waldstein (Hrad Valdštejn) bietet nicht nur hervorragende Ausblicke, er ist auch ein Wanderziel von hohem kulturgeschichtlichem Interesse. Sehr empfehlenswert!
 

Jetzt noch drei TOURISTISCHE VISITENKARTEN (automatisch übersetzt):
TOURISTISCHE VISITENKARTE
Burg Waldstein
Die älteste Burg im Böhmischen Paradies wurde 1260 von den Markwartingern, den Vorfahren der Herren von Waldstein, gegründet
Die letzten Besitzer waren die Familie Lex aus Ährenthal

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Burg Waldstein
Die älteste Burg im Böhmischen Paradies wurde 1260 von den Markwartingern, den Vorfahren der Herren von Waldstein, gegründet
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Burg Waldstein
Eine Burganlage auf drei Sandsteinfelsblöcken in der Felsenstadt Großskal
Die letzten Besitzer waren die Familie Lex aus Ährenthal
 
Text vom Zwischenfeld der breiten TOURISTISCHEN VISITENKARTE CZ 115-3
Die Burg Waldstein ist eine der ältesten Burgen im Böhmischen Paradies. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet und die Familie Waldstein hat ihren Ursprung in dieser Felsenburg.
Dank seiner reichen Geschichte stoßen wir auf Schlossarchitektur und Schlossinterieurs. Teile des Schlosses sind durch Brücken und die Terrassentreppe des Aehrentalschlosses verbunden.
Im Jahr 1824 wurde das Schlossgelände erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das ganze Jahr über finden hier zahlreiche interessante Veranstaltungen statt. Erleben und lernen Sie das märchenhafte Waldstein kennen.
 
 
 

Anhang:
 
Der Text aus dem deutschsprachigen Faltblatt „Willkommen auf der Burg Valdštejn“
 

Burg Valdštejn
In böhmischen Ländern gehörte die Familie Wallenstein neben der Familie Pernštejn und Rožmberk zu den bekanntesten adeligen Stämmen. Es machte sich darum vor allem Albrecht von Wallenstein verdient, den die europäische Geschichte als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Dreißigjährigen Kriegs kennt. Die Familie Wallenstein war eine der mehreren Zweige des reichen Stammes von Markvartice, die im dreizehnten Jahrhundert ihre Domäne im Nord von Böhmen gründeten. Ihren Ursprung leiten sie von der Felsenburg Valdštejn ab.
Wann genau man die Geschichte dieser Burg zu schreiben begann, das stellen wir nicht mehr fest. Die Burg gehörte zu Höhenfelsenburgen zwischen den ursprünglichen königlichen Burgen Veliß und Bezděz. Wahrscheinlich ist sie durch Jaroslav von Hrustice in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf drei Sandsteinfelsenblöcken erbaut worden. Davon ist auch ihre ursprüngliche deutsche Benennung Waldenstein, abgekürzt Waldstein, abgeleitet.
Während des 14. und 15. Jahrhunderts kommt es zu häufigem Wechseln der Besitzer. In die Geschichte der Burg griffen auch hussitische Stürme ein. Um das Jahr 1550 brannte die Burg nieder.
Nach der Niederlage des Standesaufstands im Jahre 1620 gewann die ganze Domäne Albrecht von Wallenstein und nach seinem Tode dann sein Neffe Maxmilian von Wallenstein. Die Familie Wallenstein zeigte jedoch kein Interesse für die Ruine. Am Ende des 17. Jahrhunderts siedelte sich hier Einsiedler Václav Holan Rovenský ein, früher Organist von Vyšehrad und bekannter Autor der Barockmusik. Valdštejn wird bedeutender Wallfahrtsort. Die Familie Wallenstein ließ hier in dem ersten Drittel des 18, Jahrhunderts die Kapelle des heil. Johann Nepomucensis und großartige mit Statuen tschechischer Heiligen verzierte Sandsteinbrücke erbauen.
Im Jahre 1821 kauft die ganze Domäne Familie Aehrenthal, konkret war es Jan Antonín Lexa von Aehrenthal, Gründer des Stammes, Geschäftsmann und Beamter, der in napoleonischen Kriegen durch Verkauf von Getreide reich wurde. Die Aehrenthaler setzen in romantischen Umbauten der Burg fort.
Sie erbauten das klassizistische Eingangstor. klassizistische Haus, reparierten die kleine Kapelle des heil. Johann Täufers und Kapelle des heil. Johann Nepomucensis. Auf dem dritten Felsenblock mit Bruchstücken aus mittelalterlichen Mauern bauten sie romantischen Palast aus. Die Vertiefung zwischen dem zweiten und dritten Felsenblock verbanden sie mit dem Objekt des Pferdestalls und mit Treppen. Im Jahre 1824 wurde das Burgareal als die erste Burg in Böhmen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Den Aehrenthalern wurde das Eigentum aufgrund der Dekrete von Beneš konfisziert. Zurzeit ist die Stadt Turnov Besitzer der Burg
Während des ganzen Jahres findet hier eine Menge von interessanten Veranstaltungen statt. Im Areal der Burg wurden auch mehrere tschechische Märchen aufgenommen.
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