Donnerstag, 13. Mai 2021

Wanderung um das Spreetal und Aufstieg zum Drohmberg

 Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz


Die bemerkenswerten Gipfel, die es in der Oberlausitz noch zu bewandern gilt, werden rar, so dass man sich künftig bestenfalls überlegen kann, ob man einmal von der anderen Seite den Berg hinauf wandert oder ob man dann doch wieder noch Böhmen geht. Heute haben wir noch einen Hügel gefunden, der noch auf der Referenzliste stand: der Drohmberg.

Wir starten in Rodewitz an der Spreee und umrunden sozusagen das Spreetal in einem Abschnitt von hier bis Obergurig. Nachdem sich durch einen ziemlich kalten April das Aufbrechen der Knospen ein wenig verzögert hat, erleben wir gerade heute einen Tag, der ordentlich Farbe in die Landschaft zaubert. Neben den Hecken (besonders auffällig die Forsythien) erscheint auch die zarten, jungen Blätter an den Bäumen und auch der Anblick der grünen Wiesen ist Balsam für die Augen.

Von Rodewitz wandern wir entlang der Lehne des Mönchswalder Berges bis nach Mönchswalde, von da ein Stück entlang der Spree bis Obergurig und zwar bis zur sogenannten Böhmischen Brücke, deren Namensgebung im Zusammenhang mit dem „Böhmischen Steig“ in Verbindung steht, einer alten Handelsstraße, die von Bautzen in der Oberlausitz nach Prag führte. In Obergurig beginnt nun der Anstieg zum Drohmberg. Hinter Rascha treffen wir auf den Rundweg, der um den Berg herum führt und von dem aus der Wanderer schöne Aussichten auf die umliegende Landschaft genießen kann.

Der östlichen Kette des nördlichen Gebirgszuges, die im Czorneboh gipfelt, ist ein Höhenzug vorgelagert, in dem der Drohmberg den eindrucksvollen Eckpfeiler gegen das Spreetal darstellt. Über die nördliche Gebirgsfußebene bei Binnewitz hebt er sich um 170 Meter. Seine sehr regelmäßige, brotlaibartige Gestalt bietet sich vom Großpostwitzer Tal aus am schönsten dar.“ („Werte unserer Heimat“, Bd. 12)

Wir verlassen aber den Rundweg, denn wir wollen ja zum Gipfel aufsteigen. Leider ist auf dem letzten Stück des Weges ein wenig Phantasie gefragt, es geht querfeldein immer der höchsten Stelle entgegen (da kann man nichts falsch machen, nur die Fußangeln des Brombeergestrüpps sind ziemlich lästig). Oben angekommen, treffen wir auf einen sagenträchtigen Gipfelfels

Bei den Sorben erfreut sich der Berg besonderer Wertschätzung. Der Sage nach berieten sich, als die Deutschen ins Sorbenland drangen, sieben wendische Könige auf sieben Steinblöcken auf dem „Lubin“. Der folgende Kampf war blutig, und die Schlacht ging verloren. Alle sieben Könige büßten ihr Leben ein. Man begrub sie auf dem Berg und wälzte die sieben Blöcke auf die Gräber, die von den Deutschen als Thron gedeutet wurden.“ (ebenda)

Der Anstieg vom Berg in Richtung Kleinkunitz ist dann etwas gefälliger. Vom Waldrand bietet sich eine wunderbare Aussicht auf den Schmoritz und das Hromadnik-Czorneboh-Massiv. Weiter unten am Berg treffen wir einen freundlichen, auskunftswiligen Handwerker, der am Wegesrand ein Fundament aushebt. Er erklärt uns, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen entlang des Ringweges sieben Skulpturen aufgesetzt werden, welche die o.g. sieben wendischen Könige verkörpern sollen.

Am Ende unserer Tour durchwandern wir noch das idyllische, liebliche Cosuler Tal entlang des Hainitzer Wasser (früher wohl Cosuler Bach genannt). Hier blühen noch teppichartig die Buschwindröschen und die letzten Himmelschlüssel.

Das Tal des Cosuler Baches ist unterhalb der Straße Großpostwitz-Cosul von besonderer Schönheit und Einsamkeit. Schmale Pfade und Stege, von Großpostwitzer Heimatfreunden geschaffen, führen Spaziergänger und Wanderer durch dieses Vogelparadies des Landschaftsschutzgebietes Lausitzer Bergland.“ (ebenda)

Das letzte Stück unseres Weges an diesem schönen Frühlingstag wandern wir von Eulowitz bis Rodewitz ganz entspannt und ein weiteres Stück entlang der Spree.


Die GPS-Daten zu dieser Tour findet man hier.




Blick über Großpostwitz und zum Drohmberg




Entlang der Spree







Die Böhmische Brücke




Frühling ist's 








Blick auf Bautzen



Hinauf zum Gipfel des Drohmberges





Blick über Kleinkunitz 






 Im Cosuler Tal






Sonne aktuell am 09. und 10.Mai 2021

 Ein Gastbeitrag von Dr. Armin Matausachek


Am 09. Mai ein Sonnenfleck 2822 auf der nördlichen Hemisphäre der Sonne im Weißlicht( Photosphäre).




Sonnenfleck 2822 im H-Alphalicht ( Chromosphäre)


Völlig unerwartet am 10. Mai neben SF 2822 ein neuer Sonnenfleck im Bereich der südlichen Hemisphäre der Sonne. Am späten Nachmittag wurde er mit 2823 bezeichnet und muß im Laufe der Nacht entstanden sein.




Sonnenfleck 2822 im H-Alphalicht ( Chromosphäre)



Sonnenfleck 2823 im Weißlicht( Photosphäre) und im H-Alphalicht (Chromosphäre)



Protuberanz vom 09. und 10. Mai im Vergleich

Coronaler Massenauswurf ( Solar flare) vom Sonnenfleck 2822 am 9. Mai 2021



Auf der SOHO - Seite der NASA waren Bilder von der LASCO C2 ( Large Angle Spectometric Coronograf) zu finden, die sehr schön zeigen den Coronalen Massenauswurf vom Sonnenfleck 2822.





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