Mittwoch, 4. März 2026

Der Aussichtspunkt Wiskersch (Vyskeř)

  Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Die Anhöhen im Böhmischen Paradies (Český ráj) sind großartige Aussichtspunkte. Sie belohnen jeden Besucher mit schönen Ausblicken auf die reizvolle Landschaft.
Einer davon ist der Hügel Wiskersch (Vyskeř, 466 Meter)
Foto von der Burg Trosky aus

Der gleichnamige Ort liegt etwa auf halber Strecke (je rund 10 Kilometer) zwischen Turnau (Turnov) und Sobotka. Parken kann man beim Friedhof neben der Kirche.
 

Der 466 Meter hohe Basalthügel Wiskersch (Vyskeř) ist der höchste Punkt im Nordwesten vom Böhmischen Paradies (Český ráj). Auf seinem Gipfel befindet sich die Kapelle St. Anna.
Seit 2021/2022 ist Hügel nahezu vollständig abgeholzt.
 

Im Jahr 1886 wurde Berg aufgeforstet. Deshalb beschränkte sich die Fernsicht vor der Abholzung auf wenige Durchblicke.
Eine Touristische Visitenkarte (automatisch übersetzt) vor 2020:
TOURISTISCHE VISITENKARTE
Wiskersch
Ein Dorf am Fuße eines Basalthügels mit der St. Anna-Kapelle, einer Kirche und einem hölzernen Glockenturm
 

Am Eingang zum Friedhof der Kirche Mariä Himmelfahrt kann man parken.
 

Die übersetzte Tafel am kurzen Treppenaufgang:
KAPELLE GEÖFFNET
BESICHTIGUNGSZEITEN
KAPELLE DER HL. ANNA VON WISKERSCH 
Besichtigen Sie die rekonstruierte Kapelle der hl. Anna. Während der unten aufgeführten Öffnungszeiten erhalten Sie Erläuterungen zur Geschichte und Gegenwart des Dorfes, der Umgebung und der Kapelle selbst. Ein beeindruckender Blick auf die wunderschöne Region erwartet Sie!
Außerhalb der angegebenen Öffnungszeiten können Sie für Gruppen ab acht Personen unter der Telefonnummer 778 093 488 eine Führung vereinbaren.
Im Juni und September ist nur am Wochenende geöffnet!
Do – So   10.00 – 12.00 und 14.00 – 17.30
Eintritt: Kinder unter 15 Jahren: 10,– CZK
Erwachsene: 20,– CZK
Viel Spaß, Jan Kozák, Bürgermeister
 

Die monumentale neuromanische Kirche mit Haupt- und Seitenschiff und dem Glockenturm von weiter oben gesehen
 

Der separat stehende achteckige hölzerne Glockenturm aus dem Jahr 1504 war ursprünglich Wehrturm der Kirche von Wiskersch. Nach Umbau trägt er zwei große Glocken.
 

Der Wanderweg entlang der blauen Markierung ist etwa 400 Meter lang und überwindet 70 Höhenmeter. Dafür benötigt man eine gute Viertelstunde.
Der abgeholzte Bereich ist mit einem Zaun umgeben.
 

Dieser Zustand soll durch Beweidung von Ziegen und Schafen erhalten bleiben und die Rückkehr der Steppenflora und -fauna ermöglichen.
 

Der Aufstieg Erfolgt entlang vom Kreuzweg mit vierzehn Stationen. 
In den Nischen der Sandsteinsäulen werden Szenen aus dem Leben Jesu Christi dargestellt.
 

Der Wiederaufbau des Leidensweges erfolgte im Frühjahr 1999 auf Initiative der Stadtverwaltung.
 

Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert vom Adeligen aus Groß-Skal (Hruboskála) erbaut. Sie wurde oft durch Unwetter beschädigt. Die heutige Kapelle im Empirestil stammt aus dem Jahr 1830 und wurde über dem Heiligen Grab errichtet. 2011 wurde sie aufwendig rekonstruiert.
 

Die Kapelle St. Anna wurde1963 zum Kulturdenkmal erklärt.
Hier finden auch Hochzeiten statt.
 

Neben der Kapelle gibt es eine Sitzgruppe zum Verweilen.
Der Gipfel Wiskersch (Vyskeř, 466 Meter) ist ein hervorragender Aussichtspunkt. 
 

Die Rundumsicht beginnt bei der Burg Trosky (514 Meter)
 

Im Südosten reicht der Blick bis zum Welisch (Veliš, 429 Meter).
 

Die Kirche von Wiskersch (Vyskeř) im Süden
 

Der Südwesten
 

Der Blick reicht bis Jungbunzlau (Mladá Boleslav).
 

Im Westen: Die Pschichraser Felsen (Příhrazské skály), dahinter die Bösige (Bezděz, 604 Meter)
 

Der Nordwesten mit dem Roll (Ralsko, 696 Meter) 
 

Fast im Norden: Jeschken (Ještěd, 1012 Meter) in Wolken und Jaberlich (Javorník, 684 Meter)
 

Das Isergebirge (Jizerské hory) im Dunst:
Links genau im Norden der Kopainberg (Kopanina, 657 Meter), in der Mitte die Schwarzbrunnkoppe (Černá Studnice, 869 Meter), rechts der Hamsteiner Berg (Hamštejnský vrch, 610 Meter)
 

Rechts vom Hamsteiner Berg (Hamštejnský vrch, 610 Meter): Der Kosakov (Kozákov, 744 Meter)
 

Bei der Burg Trosky (514 Meter) schließt sich der Kreis, links dahinter Ředice (649 Meter) und Tábor (678 Meter)
 

Jetzt größer:
Die Burg Trosky (514 Meter), ganz links hinten der Gipfel Bradlec (542 Meter)
 

Burg Trosky (514 Meter) mit den beiden Felstürmen Panna (Jungfrau) und Baba (Altes Weib), ganz links am Aufstieg das Bistro pod Troskami
 

Die Pschichraser Felsen (Příhrazské skály), links der Mannsberg (Mužský, 463 Meter), rechts hinten die Bösige (Bezděz, 604 Meter)
 

Die einstmals strategisch wichtige Anhöhe vom Mannsberg (Mužský, 463 Meter)
 

Die Burg Bösig (Bezděz, 604 Meter)
 

Roll (Ralsko, 696 Meter) und das Lausitzer Gebirge (Luzicke hory) mit Kleis (Klíč, 759 Meter) und Tölzberg (Tlustec, 591 Meter)
 

Der Gipfel vom Roll (Ralsko, 696 Meter) aus einer Entfernung von 32 Kilometer
 

Der Jeschkenkamm (Ještědský hřbet)
 

Der Gipfel vom Jeschken (Ještěd, 1012 Meter) mit dem Fernsehturm
 

Der Bergrücken vom Kosakov (Kozákov, 744 Meter)
 

Aussichtsturm und Baude auf dem Gipfel vom Kosakov (Kozákov, 744 Meter)
 

Der Hamsteiner Kamm (Hamštejnský hřbet) mit dem 2023 eröffneten Aussichtsturm (Rozhledna Hamštejn)
 

Der Hügel Humprecht (343 Meter) am Stadtrand von Sobotka
 

Das nur 7 Kilometer entfernte Schloss Humprecht – ein Jagdschloss mit ovalem Grundriss aus dem Jahre 1668.
 

Der 466 Meter hohe Hügel Wiskersch (Vyskeř) mit der St.-Anna-Kapelle ist nach der Abholzung ein Aussichtspunkt mit hervorragender Rundumsicht. Der Aufstieg lohnt sich!
 

Noch zwei Touristische Visitenkarten (automatisch übersetzt):
TOURISTISCHE VISITENKARTE
St.-Anna-Kapelle in Wiskersch 
Die weithin sichtbare Wallfahrtskapelle im Empire-Stil wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einem Vulkanhügel erbaut.
Seit 1825 führt der Kreuzweg zu diesem Ort.
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Wiskersch 
Ein Dorf am Fuße des gleichnamigen Basalthügels, die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1318
 

Merkur am Sonnabend über der Lausche, vom Mittelweg aus.

Fotos Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf

Merkur am Sonnabend über der Lausche, vom Mittelweg aus. 





Sonntag, 1. März 2026

Mittwoch, 25. Februar 2026

Der Aussichtspunkt im Findlingspark Nochten

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf

Bei der Rekultivierung vom Braunkohlentagebau Nochten in der sächsischen Lausitz entstand in den Jahren 2000 bis 2003 der Findlingspark – eine einzigartige Parkanlage. Die höchste Stelle ist ein vorzüglicher Aussichtspunkt.


Man erreicht den Park von der B 156 (Bautzen – Weißwasser) aus. In der Nähe vom Kraftwerk Boxberg fährt man durch den Ort Nochten zum großen Besucherparkplatz.
Adresse: 
Findlingspark Nochten
Parkstraße 7
02943 Boxberg/O.L.
Die GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
51°26' 8"N, 14°36'14"E


Der „größte Steingarten Europas“ bietet in jeder Jahreszeit Sehenswertes für Pflanzenliebhaber und geologisch interessierte Besucher.
Geöffnet ist die Anlage täglich von Mitte März bis Mitte November.


Die künstlich aufgeschüttete Hügellandschaft umfasst eine Fläche von 20 Hektar mit sieben Bereichen: Steingarten, Teichgarten, Heidegarten, Heidemoor, Waldsee, Felsengarten und Klein Skandinavien.


Durch den Park führen etwa 3,6 Kilometer lange Hauptwege mit drei Meter Breite.


Zusätzlich gibt es noch weitere drei Kilometer Nebenwege, die nur etwa einen Meter breit sind.


Zum Aussichtspunkt führt der Findlingslehrpfad „Klein-Skandinavien“.


In der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren gelangten diese Felsbrocken aus Skandinavien in die Lausitz.


Der Lehrpfad informiert bei knapp hundert besonderen Findlingen über Gesteinsart und Herkunft.


Für die Gestaltung der gesamten Parkanlage wurden fast 7000 Findlinge aus dem Abraum des regionalen Bergbaues verwendet.


Der Gipfel des aufgeschütteten Hügels (152 Meter) mit dem Kunstwerk …


… vom Umweltkünstler Dieter Magnus (1937 – 2023).


Der Text der Infotafel (fett + kursiv):
Das Kunstwerk „Feldzeichen“ vermittelt zwischen den runden, weichen Formen des Parks und den strengen, mathematischen Linien des Kraftwerks Boxberg/O.L.


Das Hauptthema des Parks - Findlinge und Eiszeit - wird künstlerisch interpretiert:
Die zentrale Säule ist blau wie der Inlandeisgletscher Skandinaviens in der Eiszeit
Die Edelstahlröhren symbolisieren den Eisstrom nach Mitteleuropa.


Zu Füßen des Berges liegen zwei riesige Findlingshalden. Sie symbolisieren
Schuttfächer des skandinavischen Inlandeisgletschers in Mitteleuropa.
Damit schließt sich der Kreis zu den über 6000 Findlingen im Park.


Die Rundumsicht beginnt beim Kraftwerk Boxberg im Südwesten.
Metalltafeln helfen bei der Orientierung.


Der Blick nach Westen mit einem der zahlreichen Obelisken


Der Nordwesten – Am Horizont das Kraftwerk Schwarze Pumpe


Hinter dem Tagebau im Norden: Weißwasser 


Der der Findlingslehrpfad „Klein-Skandinavien“ im Nordosten


Die Steinschüttung an der Nordostflanke des langgestreckten Hügels


Der Zugang zum höchsten Punkt, hinten links Eingangsbereich und Parkplatz vom Findlingspark


Die Rundumsicht endet mit dem Blick über die den Eisstrom symbolisierenden Edelstahlröhren und die rekultivierten Flächen zum Kraftwerk.


Jetzt größer:
Das mit Braunkohle betriebene Kraftwerk Boxberg hat eine Nennleistung von 2575 Megawatt und ist seit 2024 das größte Kraftwerk Deutschlands.


Am Horizont: Die Bergkette vom Hochstein (449 Meter) über den Schwarzenberg (413 Meter) zum Hennersdorfer Berg (387 Meter)


Die Königshainer Berge mit Hochstein (396 Meter) und Kämpferbergen (415 Meter)


Monumentenberg (293 Meter), Kollmer Dubrau (303 Meter) und Hohe Dubrau (307 Meter)


Schafberg (449 Meter) mit Sendeturm und Löbauer Berg (448 Meter)


Czorneboh (556 Meter) und Döhlener Berg = Hromadnik (508 Meter) 


Kälbersteine (487 Meter) und Drohmberg (432 Meter), links ganz hinten der Pirsken (Hrazený, 608 Meter)


Großgeräte im Tagebau Nochten – auch der Ort Mühlrose muss weichen!


Hier werden pro Jahr bis zu 18 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert.


Das ist eine staubige Angelegenheit!


Das Kraftwerk Schwarze Pumpe in 22 Kilometer Entfernung


Der Aussichtsturm „Am Schweren Berg“ bei Weißwasser lag einst direkt am Grubenrand!


Bei einem Besuch des Findlingsparks Nochten sollte man unbedingt auch die höchste Erhebung erklimmen:
Zahlreiche Findlinge, eine außergewöhnliche Kunstinstallation und beste Aussicht auf Bergbaufolgelandschaft und Umgebung.


Noch zwei Wander Cards vom Lausitzer Findlingspark



 

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