Auf der ehemaligen Franzenshöhe, der heutigen Räcknitzhöhe (187 Meter) im Süden von Dresden steht dieser Bismarckturm. Er ist einer von 173 heute noch auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erhaltenen gebliebenen Bismarcktürmen.
Man kann auch von der B170 (Bergstraße) zu den Parkplätzen an der Räcknitzhöhe (51°01'26"N, 13°44'15"E) fahren und geht dann (vorbei am Moreau-Denkmal) durch den Park (das ehemalige Schlachtfeld von 1813) zum Bismarckturm.
Von der Studentenschaft der Dresdner Hochschulen wurde 1899 der Bau
einer Bismarcksäule angeregt. Von vielen Vorschlägen wurde der
Standard-Entwurf „Götterdämmerung“ des Architekten Wilhelm Kreis
ausgewählt.
Alte Postkarte von 1906
Alte Postkarte von 1906
Die Baukosten von 45 Tausend Mark wurden durch Spenden erbracht.
Alte Postkarte von 1910
Alte Postkarte von 1915
Unrühmliches Ereignis war am 10. Mai 1933 die Bücherverbrennung an der Bismarcksäule.
1946 erfolgte die Umbenennung in Friedensturm. In den Folgejahren wurde der Eingang zugemauert.
Alte Postkarte von 1913
Der Bismarckturm im Jahr 2025 – Ansicht von Süden.
Die Ansicht von Norden
Die Sandsteintafel am Unterbau links vom Eingang
Der Zugang zum Turm ist nicht barrierefrei.
Durch den Einbau einer aufwändigen Treppenanlage wurde die Bismarcksäule zu einem Aussichtsturm umfunktioniert.
Der unterste Treppenteil ist zur Vergrößerung des Innenraumes hochklappbar.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
In der Eingangsebene gibt es eine kleine Ausstellung zu Themen wie dem Bismarckmythos.
Die moderne Treppe wurde 2008 eingebaut.
Ein Überrest der ursprünglichen schmalen Eisentreppe, die entlang der Innenwände nach oben führte.
Für die insgesamt 158 Stufen wurden Stufenpatenschaften mit Namensschild vergeben.
Wo einst die Feuerschale stand ist heute die offene Aussichtsplattform.
Auf dem Geländer wurden Orientierungshilfen angebracht.
Die Rundumsicht beginnt im Nordwesten mit den Elbhängen.
Blick über das Schlachtfeld von 1813 nach Norden
Der Nordosten mit den Elbschlössern
Im Osten: der Fernsehturm
Das Elbsandsteingebirge im Südosten, vorn die Parkplätze an der Bulgakowstraße
Die Wohnblöcke an der Bulgakowstraße
Die Ludwig-Renn-Allee im Süden
Die Wohnblöcke an der Böllstraße
Der Blick nach Westen
Die Kleingärtenanlage an der Bergstraße
Mit dem Blick über Räcknitz schließt sich die Rundumsicht.
Jetzt größer:
Das Gebäude des früheren Landgerichts in Dresden mit der Gedenkstätte Münchner Platz
Die Elbterrassen mit dem Wasserturm Radebeul und Friedensburg
Die Elbterrassen mit dem Bismarckturm Radebeul und dem Spitzhaus
Hausmannsturm und Katholische Hofkirche
Die Kreuzkirche
Rathausturm, Frauenkirche und Dreikönigskirche
Der (leider immer noch geschlossene) Fernsehturm
Lilienstein (409 Meter) und Kleinhennersdorfer Stein (392 Meter), dazwischen sind sogar Goldberg (Zlatý vrch, 657 Meter) und
Kleis (Klíč, 759 Meter) zu erahnen.
Die Festung Königstein (361 Meter), dahinter Papststein (451 Meter) und Gohrisch (448 Meter)
Der Pfaffenstein (435 Meter), links dahinter der Kleine Zschirnstein (473 Meter), rechts dahinter der Große Zschirnstein (562 Meter)
Vor dem Abstieg noch ein letzter Blick auf die Plattform, wo früher die Feuerschale stand.
Durch den Umbau von 2008 wurde aus dem alten Bismarckturm ein attraktiver Aussichtsturm.Er bietet eine hervorragende Sicht auf Dresden, das Elbtal und die Sächsische Schweiz.










