Mittwoch, 17. Juni 2026

Die Aussicht vom Berliner Dom

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Der Berliner Dom auf der Museumsinsel im Stadtbezirk Mitte ist eines der stadtbildprägenden Bauwerke. Vom Kuppelumgang hat man eine hervorragende Aussicht auf die deutsche Hauptstadt. 
 

Parkhäuser in der Nähe sind „Q-Park Unter den Linden/Staatsoper“ oder „City Quartier Dom-Aquarée“.
Günstiger erreicht man den Dom mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bushalestelle Museumsinsel 
U-Bahn U5 Museumsinsel
S-Bahn Hackescher Markt
 

Berlin war ab 1871 Hauptstadt des neugegründeten Deutschen Reiches. Der von K. F. Schinkel klassizistisch umgebaute „Alte Dom“ wurde als nicht mehr repräsentativ genug empfunden.
1893 erfolgte der Abriss, um Platz für den historistischen Neubau zu schaffen.
Foto: www.berlinerdom.de
 

Der „Neue Dom“ wurde in der Regentschaft von Kaiser Wilhelm II. von 1894 bis 1905 erbaut.
Alte Postkarte von 1910
 

Der Architekt Julius Raschdorff schuf das Bauwerk im Stil der italienischen Hochrenaissance.
Alte Postkarte um 1912
 

Mit 114 Metern Länge, 73 Metern Breite, 114 Metern Höhe und 2100 Sitzplätzen war der Berliner Dom die größte evangelische Kirche. Er wird oft als protestantisches Gegenstück zum Petersdom im Vatikan betrachtet.
Alte Postkarte von 1917
 

Gesamtansicht vom Berliner Dom und dem Königlichem Schloss
Alte Postkarte von 1919
 

Bei einem Luftangriff im Mai 1944 wurde durch eine Brandbombe Kuppel, Innenraum und Gruft schwer geschädigt. Die Ruine wurde danach für drei Jahrzehnte nur notgesichert,
Foto von 1944
 

Im Jahr 1975 begann der Wiederaufbau. Kuppel und Ecktürme wurden vereinfacht, der Teil mit der Denkmalskirche abgerissen.
An der Stelle vom Königlichen Schloss entstand 1973-1976 der Palast der Republik. Er wurde 1990 geschlossen und auf Beschluss vom Bundestag 2006-2008 abgerissen.
Foto von 1990
 

Der Wiederaufbau wurde 1993 fertiggestellt. Die Kosten betrugen 150 Millionen DM. 
Besonders auffällig ist der Wegfall der Laternen auf der Kuppel und den vier Ecktürmen. Deshalb reduzierte sich deren Höhe um je 16 Meter. Durch den Wegfall der Denkmalskirche sind die heutigen Abmessungen 90 Meter Länge, 73 Meter Breite und 98 Meter Höhe. Es gibt nur noch 1390 Sitzplätze.
 

Eine für die Öffentlichkeit zugängliche Aussichtsplattform zieht sich in 50 Meter Höhe rund um den Unterbau der Kuppel. 
Im August 2008 wurde das neue Kreuz auf die Domkuppel gehoben. 
 

Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist mit diesem Besichtigungsticket möglich.
 

Kanzel und Altar im Inneren der Predigtkirche
 

Die kunstvolle Kuppel hat 33 Meter Durchmesser.
 

Unter der großen Sauer-Orgel geht es zur Panorama-Aussicht.
 

Es sind 267 Stufen, Auf- und Abstieg erfolgen getrennt.
 

Großzügiges Treppenhaus am Anfang
 

Nur noch 132 Stufen – Die Hälfte ist geschafft!
 

Nur noch 132 Stufen – Die Hälfte ist geschafft!
 

… und ein schmaler Treppenaufgang …
 

… und schon hat man die 50 Meter hohe Aussichtsplattform erreicht.
 

Blick nach Osten: Der Fernsehturm
 

Die Spree mit Friedrichsbrücke im Norden
 

Altes Museum und Internationale Handelszentrum (IHZ) im Westen
 

Der Lustgarten mit der Schinkel-Fontäne
 

Der Schlossplatz mit dem neuerbauten Berliner Schloss 
 

Jetzt größer:
Das Radisson Collection Hotel wurde zwei Jahre nach dem Bruch des riesigen Aquariums (Dezember 2022)
wieder eröffnet, dahinter Marienkirche und Hochhaus-Baustelle.
 

Die Alte Nationalgalerie
 

Die Kuppel vom Bode-Museum
 

Die Kuppel vom Reichstagsgebäude
 

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor
 

Berliner Funkturm und ICC
 

Die ehemalige US-amerikanische Abhörstation auf dem Teufelsberg
 

Das Deutsche Historische Museum im Zeughaus 
 

Die Staatsoper Unter den Linden, hinten die Gebäude am Potsdamer Platz
 

Deutscher und Französischer Dom am Gendarmenplatz, davor mit grünem Dach die Sankt Hedwigs-Kathedrale
 

Die Friedrichswerdersche Kirche
 

Eine Gebäudeecke der Schinkelschen Bauakademie
 

Nikolaikirche, links das Alte Stadthaus, rechts dahinter das Bürohochhaus EDGE East Side Tower 
 

Die Kuppel vom 2021 eröffneten Berliner Schloss in dem sich das Humboldt-Forum befindet.
 

Das Rote Rathaus
 

Der Berliner Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk in Deutschland.
 

Nach einer faszinierenden Aussicht über Berlin geht es wieder 270 Stufen abwärts – ohne Gegenverkehr.
 

Der Berliner Dom am Abend
 

Die Jubiläumsmarke von 2005
 

Die WANDER CARD von Berlin - auch mit dem Berliner Dom.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Der Aussichtspunkt „Das letzte Massiv“ am Görsdorfer Spitzberg

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Der Görsdorfer Spitzberg (Sedlecký Spicak, 544 Meter) liegt im Lausitzer Gebirge (Lužické hory) nahe zum Zittauer Gebirge an der Grenze zu Deutschland.
Der bewaldete Bergrücken besitzt am nordwestlichen Ende mehrere Felsen. Der nördlichste ist bei mapy.com unter dem Namen „Das letzte Massiv“ (Poslední masiv) zu finden. Er liegt auf 480 Höhenmetern.
Von dort hat man eine freie Aussicht. 
 

Ausgangspunkt der Wanderung war der Parkplatz am südlichen Ende von Hartau, einem Ortsteil der Stadt Zittau.
Von dort folgt man dem roten und grünen Wanderweg zum Grenzübergang, danach führt der blaue Wanderweg zum Ziel mit den GPS-Koordinaten 
50°50'05"N, 14°48'28"E.
Für die knapp 3 Kilometer lange Strecke sollte man etwa 70 Minuten einplanen, denn es sind 200 Höhenmeter zu überwinden. 
 

Eine andere Möglichkeit beginnt am Sportplatz von Spittelgrund (Dolní Sedlo). Nach 700 Metern auf dem grünen Weg folgt man 500 Meter der nicht markierten ebenen Forststraße. Die letzten 500 Meter auf dem blauen Weg sind die gleichen wie bei der vorigen Beschreibung.
Für die 1,7 Kilometer mit 90 Höhenmetern sollte man etwa 40 Minuten einplanen.
 

Am Ausgangspunkt bei den letzten Häusern von Hartau liegt das Ziel genau in Wegrichtung: 
Der Görsdorfer Spitzberg (Sedlecký Spicak, 544 Meter).
 

Die Absperrung wegen Afrikanischer Schweinepest am Waldrand
 

Nach 900 Metern erreicht man den Zigeunerwinkel.
 

Ab der Grenze zu Tschechien folgt man 1,5 Kilometer dem blauen Wanderweg.
 

Die letzten 500 Meter führen diesen Hohlweg steil bergan.
 

Dann kommen die Felsen in Sicht.
 

Die letzten Schritte führen über einen nicht markierten Trampelpfad ...
 

… zu der Stelle „Das letzte Massiv“ (Poslední masiv).
 

Die Felsen sind auch geologisch interessant.
 

Die verquarzten  Sandsteine werden von Erzadern durchzogen.
 

Nachdem große Bestände des Fichtenwaldes wegen Befall durch den Borkenkäfer abgeholzt wurden hat man eine völlig neue Sicht auf die Felsenwelt im Westen.
 

Die Felskette mit den Kletterfelsen Mehlsack, Weißbachspitze und Straßbergturm – hinter den Bäumen ist noch der Falkenberg (Sokol, 562 Meter) zu erkennen.
 

Die Felsenaussicht Fuchskanzel 
 

Vor dem Hochwald (749 Meter) sind die durch Abholzung freistehenden Sandsteinfelsen („Steinzoo“) sichtbar:
Bühmisches Horn, Uhusteine und Dianawände
 

Baude und Aussichtsturm auf dem Hochwald, vorn Uhusteine und Thielknopf
 

Böhmische und Sächsische Dianawand
 

Die Felsen vom „letzten Massiv“, dahinter Heideberg (549 Meter) und Töpfer (582 Meter)
 

Die Sandsteinfelsen am Töpfer (582 Meter) mit der Böhmischen Aussicht (575 Meter)
 

Nach dem Gebirge schließt sich das Zittauer Becken mit dem Ort Olbersdorf an.
 

In der Mitte: Breiteberg (510 Meter), dahinter der Warnsdorfer Spitzberg (Špičák, 544 Meter), davor der Seidelsberg (433 Meter).
 

Die Plattenbausiedlung in Olbersdorf und die Berge Bieleboh (499 Meter), Lerchenberg (467 Meter), Döhlener Berg (Hromadnik, 508 Meter) und die Flanke vom Czorneboh (556 Meter), davor der Scheibeberg (400 Meter).
 

Der Kottmar (582 Meter), links der Oderwitzer Spitzberg (511 Meter) und davor der Steinbruch an der Ostseite vom Scheibeberg
 

Vom „Letzten Massiv“ am Görsdorfer Spitzberg hat man eine prima Aussicht. Bei längeren Wanderungen, zum Beispiel auf dem Weg zum Pfaffenstein (Popova skála, 565 Meter), lohnt sich ein Abstecher zu diesen Felsen.
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