Naturwunder ...
Sonntag, 22. März 2026
Die Burgruine Dewin bei Hammer am See (Nordböhmen)
Mittwoch, 18. März 2026
Der Aussichtsturm der Burg Wehlen
Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Man kann auch mit S-Bahn oder PKW von der anderen Elbseite aus Pötzscha mit der Fähre oder mit der Sächsischen Dampfschifffahrt direkt nach Stadt Wehlen gelangen.
Vom Markt bis zum Turm sind es nur 150 Meter, es müssen aber 30 Höhenmeter überwunden werden.
sandfarben: nicht mehr existierende Mauern und Gebäude
graubeige: erhaltene Mauern und Gebäudereste
Die folgenden Angaben wurden einer weiteren Infotafel entnommen (fett + kursiv):
Historische Daten
1269
"castrum Wylin" erstmals urkundlich genannt
14./15. Jhd.
im Besitz der Familien von Köckeritz
Beginn des langsamen Verfalls der Burg
1550
Kurfürst August schenkt das Baumaterial "das alte Holtz- und Eisenwerg an dem unbewonten Schlosse zw Welen" nach Hohnstein und Neustadt
Der Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz kauft die Ruine vom Staatsfiskus für 300 Mark mit der Maßgabe, die Burgruine als Aussichtspunkt zu erhalten
Der Turm sollte wieder ein Sandsteinbau in Anlehnung an historische Gemälde werden. Die Bilder entstanden aber erst Jahrhunderte nach dem Verfall der Burg, waren also kein reales Abbild. Deshalb wurde ein Nachbau aus Denkmalschutzgründen abgelehnt.
Deshalb gehen die Meinungen über das Bauwerk weit auseinander.
Die Elbe in Richtung Kurort Rathen
Es zeigt ein Segelschiff auf dem Wasser und symbolisiert die Bedeutung der Elbe für die Stadt.
Der deutsche Text einer dreisprachigen Infotafel am Treppenaufgang zur Burg
Sehr geehrte Gäste der Burg(ruine) Stadt Wehlen
2017 gründete sich zur Vorbereitung der 750. Ersterwähnung der Burg Wehlen 2019 eine Interessengemeinschaft „Burgfreunde“ unter Regie der Stadt Wehlen, als Eigentümerin der Burganlage. In vielen Arbeitseinsätzen leisteten ab 2017 die Burgfreunde und deren Helfer tausende Arbeitsstunden, um die Burg vom Bewuchs freizuschneiden, zu einem beliebten Aussichtspunkt zu gestalten und weit sichtbar eine Fahne wehen zu lassen. 2020 wurden die verschütteten Keller wieder freigelegt und der Unterbau des zerstörten Wohnturmes erneuert. Das zerstörte Kriegerdenkmal wurde geborgen. Alle diese Arbeiten geschahen ehrenamtlich! 2021 wurden mit Fördermitteln die zerstörten Kreuzgewölbe erneuert und Teile der Nordmauer instand gesetzt.
Für weitere Aktivitäten benötigen wir Ihre Hilfe! Bitte lassen Sie es in unserer Spendenbox klingeln und rascheln, damit weitere geplante Vorhaben gelingen und Sie bei ihrem nächsten Besuch wieder Neues auf der Burgruine Stadt Wehlen erleben können.
Die Burgfreunde
Wanderung zum Arnsdorfer Wasserfall
Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz
Selten, aber immer wieder gerne, wandern wir ins Friedländer Land, oder auch als Friedländer Zipfel (Frýdlantský výběžek) benannt. Es begrenzt sich im Süden durch die Höhen des Isergebirges und ist im Norden, Osten und Westen von der polnischen Oberlausitz umschlossen. Das Gebiet gehörte früher zum Hinterwaldgau (Zagost).
„Die Gegend des Isergebirges war bis in das 13. .Jahrhundert noch ein mächtiger, dazu wilder und unwirtlicher Gebirgsurwald, ein Theil des allbekannten sechzig Tagereisen langen hereynischen Grenzwaldes, welcher Böhmen im Norden (wie ein breiter Festungsgürtel umfing. „In endloser, weit kreisförmiger Ausdehnung sich nach Osten und Westen erstreckend hatte dieser das Land zwischen Oueis und Iser und wohl noch darüber hinaus bedeckende Wald eine Breite von zehn Meilen"; dichtes Gehölz, dessen Wurzeln sich begegnend und gegenseitig drängend im Bogen auswärts krümmten, den Boden durchbrachen und oberhalb desselben förmlich Thore bildeten, fessellose Gewässer und tückische Sümpfe bedeckten den unebenen, theils steinigen, theils morastigen Boden. … Die Bewohner des Urwaldes waren verschiedenartige wilde Thiere, die Beherrscher Bären, Wölfe nnd Eber. Menschliche Bewohner gab es zu Ende des 12. .Jahrhunderts außer einzelnen .Jägern und Grenzhütern in dieser einsamen Wildnis keine. Der Cultur versperrte unsere Gegend noch auf Jahrzehnte den Weg. Rings um diese Urwildnis aber dehnten sich bereits cultivierte, fruchtbare Landstrecken aus, bewohnt von verschiedenen ackerbautreibenden Völkern.“ (Geschichte des Frieländer Bezirkes, Anton Kessel, 1902)
Diese Stämme besiedelten nach und nach die Gegend des Friedländer Landes und verwandelten sie im Laufe der Zeit in eine landwirtschaftlich intensiv genutzte Region. Wir können uns auf unserer heutigen Wanderung ein Bild davon machen.
Wir beginnen unsere Tour in Bärnsdorf (Horní Řasnice) an der Rasnitz (Řasnice). Östlich des Bachlaufes erheben sich die Heinersdorfer (Jindřichovice pod Smrkem) Höhen, östlich das weitläufige Weidegebiet um den Humrich. Der Humrich ist unser erstes Tagesziel. Ordentlich haben wir unsere Route auf den markierten Waldwegen geplant. Da aber keine auf den ausgedehnten Wiesen zu sehen sind, kürzen wir einfach ab und streben querfeldein dem Waldrand entgegen. Und weil das so schön geklappt hat, wandern wir entlang des Waldrandes weiter mit dem Nutzen, dass sich großartige Ausblicke auf den gesamten Isergebirgskamm bieten. Der Wermutstropfen: es ist ziemlich diesig, sodass nur die Silhouette der Bergkette erkennbar ist. Im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit sahen wir von den Höhen um Bertsdorf (Pertolice) noch die schneebedeckten Gipfel des Isergebirges. In diesem Jahr ist von der weißen Pracht nichts mehr erhalten geblieben.
Ein alter Pfad mündet, aus dem Wald kommend, auf das Wiesengelände. Er führt genau zum Gipfelbereich des Humrich, der, seinem Zustand nach zu urteilen, wohl seltenst von Wanderern erklommen wird. Ein paar Meter führt der Steig durch felsiges Gelände nach oben, ein paar Gesteinszacken sind am Gipfel anzutreffen, die Aussicht ist eingeschränkt, aber es findet sich ein Plätzchen für eine Rast. Weiter geht es durch den Wald, wenig aufregend in Richtung Bullendorf (Bulovka). Den Steinberg (Bulovský kopec) bekrönt ein Wäldchen. Hier ist ein geeigneter Ort mit tollem Aussichtspotential für eine längere Rast. Schade, dass es immer noch ziemlich diesig ist.
Irgendwo, südlich im Wald, verbirgt sich der Arnsdorfer Wasserfall, ein unscheinbarer, aber interessanter Punkt von Interesse, der auf der mapy-Karte eingezeichnet ist. Kein Weg führt allerdings dahin. Den guten Erfahrungen vom Vormittag folgend, laufen wir wieder durch offenes Gelände in die Richtung, wo wir einen Zugang zu dem Waldgebiet vermuten, in dem sich der Wasserfall befindet. Unser Orientierungssinn hat uns nicht verlassen und so finden wir tatsächlich, in einem kleinen Waldtal versteckt, den Wasserfall am Arnsbach (Arnoltický potok), der über zwei Stufen etwa 5 Meter in die Tiefe fällt. Wir empfinden es als ein romantisches Örtchen, an dem der Wanderer gewiss Gefallen findet. Ganz unbekannt ist der Wasserfall den Einheimischen gewiss nicht, denn ein Rastplatz ist eingerichtet.
Uns bleibt nur noch der Weg zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Er führt auf landwirtschaftlichen Wegen über die weiten Wiesen oberhalb des Rasnitztales nach Bärnsdorf. Noch einmal erleben wir die eindrucksvolle Kulisse des Isergebirgskammes, der von der Tafelfichte (Smrk) dominiert wird.
Die GPS-Daten zu dieser Tour findet man hier.

















































