Mittwoch, 13. Mai 2026

Der Bismarckturm in Dresden-Räcknitz

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersforf

Auf der ehemaligen Franzenshöhe, der heutigen Räcknitzhöhe (187 Meter) im Süden von Dresden steht dieser Bismarckturm. Er ist einer von 173 heute noch auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erhaltenen gebliebenen Bismarcktürmen.


Der Standort der Bismarcksäule ist Moreauweg 1, 01217 Dresden (GPS 51°01'20"N, 13°44'07"E).

Von der Abfahrt 3 (Dresden Südvorstadt) der Autobahn A17 = E55 fährt man 2 Kilometer auf der Innsbrucker Straße (B170) nach Norden. Über Südhöhe und Ludwig-Renn-Allee fährt man direkt auf den Bismarckturm zu. An der Bulgakowstraße gibt es Parkmöglichkeiten.
Man kann auch von der B170 (Bergstraße) zu den Parkplätzen an der Räcknitzhöhe (51°01'26"N, 13°44'15"E) fahren und geht dann (vorbei am Moreau-Denkmal) durch den Park (das ehemalige Schlachtfeld von 1813) zum Bismarckturm.


Von der Studentenschaft der Dresdner Hochschulen wurde 1899 der Bau einer Bismarcksäule angeregt. Von vielen Vorschlägen wurde der Standard-Entwurf „Götterdämmerung“ des Architekten Wilhelm Kreis ausgewählt.
Alte Postkarte von 1906


Der Turm wurde als Zeichen der deutschen Einheit zu Ehren Bismarcks als Feuersäule ohne Aussichtsfunktion erbaut.
Alte Postkarte von 1906

Grundsteinlegung war am 21.06.1904. Nach zweijähriger Bauzeit fand die Einweihung zur Sommersonnenwende am 23.06.1906 statt.
Die Baukosten von 45 Tausend Mark wurden durch Spenden erbracht.
Alte Postkarte von 1910

Der Turm steht auf einem künstlich aufgeschütteten Erdhügel. Das Denkmal hat eine Höhe von 23 Metern und besteht aus Elbsandsein-Quadern, die sich im Laufe der Zeit schwarz färbten.
Alte Postkarte von 1915

Zu bestimmten Anlässen (Sommersonnenwende, Bismarcks Geburtstag) wurde die Feuerpfanne entzündet.
Unrühmliches Ereignis war am 10. Mai 1933 die Bücherverbrennung an der Bismarcksäule.
1946 erfolgte die Umbenennung in Friedensturm. In den Folgejahren wurde der Eingang zugemauert.

Nach der Wende erhielt der Turm seinen alten Namen zurück. Von 2004 bis 2008 erfolgte eine aufwändige Sanierung.
Alte Postkarte von 1913


Der Bismarckturm im Jahr 2025 – Ansicht von Süden.


Die Ansicht von Norden



Das Reichsadlerrelief aus Sandstein mit der Schlange der Zwietracht vom Bildhauer F. Kreis aus Dresden


Die Sandsteintafel am Unterbau links vom Eingang


Der Zugang zum Turm ist nicht barrierefrei.


Durch den Einbau einer aufwändigen Treppenanlage wurde die Bismarcksäule zu einem Aussichtsturm umfunktioniert. 
Der unterste Treppenteil ist zur Vergrößerung des Innenraumes hochklappbar. 
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.


In der Eingangsebene gibt es eine kleine Ausstellung zu Themen wie dem Bismarckmythos.


Die moderne Treppe wurde 2008 eingebaut.


Ein Überrest der ursprünglichen schmalen Eisentreppe, die entlang der Innenwände nach oben führte.


Für die insgesamt 158 Stufen wurden Stufenpatenschaften mit Namensschild vergeben.


Wo einst die Feuerschale stand ist heute die offene Aussichtsplattform.


Auf dem Geländer wurden Orientierungshilfen angebracht.


Die Rundumsicht beginnt im Nordwesten mit den Elbhängen.

Blick über das Schlachtfeld von 1813 nach Norden


Der Nordosten mit den Elbschlössern


Im Osten: der Fernsehturm


Das Elbsandsteingebirge im Südosten, vorn die Parkplätze an der Bulgakowstraße


Die Wohnblöcke an der Bulgakowstraße


Die Ludwig-Renn-Allee im Süden


Die Wohnblöcke an der Böllstraße


Der Blick nach Westen


Die Kleingärtenanlage an der Bergstraße


Mit dem Blick über Räcknitz schließt sich die Rundumsicht.


Jetzt größer:
Das Gebäude des früheren Landgerichts in Dresden mit der Gedenkstätte Münchner Platz


Die Elbterrassen mit dem Wasserturm Radebeul und Friedensburg


Die Elbterrassen mit dem Bismarckturm Radebeul und dem Spitzhaus


Hausmannsturm und Katholische Hofkirche


Die Kreuzkirche


Rathausturm, Frauenkirche und Dreikönigskirche


Der (leider immer noch geschlossene) Fernsehturm


Lilienstein (409 Meter) und Kleinhennersdorfer Stein (392 Meter), dazwischen sind sogar Goldberg (Zlatý vrch, 657 Meter) und 
Kleis (Klíč, 759 Meter) zu erahnen.


Die Festung Königstein (361 Meter), dahinter Papststein (451 Meter) und Gohrisch (448 Meter)

Der Pfaffenstein (435 Meter), links dahinter der Kleine Zschirnstein (473 Meter), rechts dahinter der Große Zschirnstein (562 Meter)


Vor dem Abstieg noch ein letzter Blick auf die Plattform, wo früher die Feuerschale stand. 



 Durch den Umbau von 2008 wurde aus dem alten Bismarckturm ein attraktiver Aussichtsturm.

Er bietet eine hervorragende Sicht auf Dresden, das Elbtal und die Sächsische Schweiz.

Dienstag, 12. Mai 2026

Die Felsenaussicht Bastei auf dem Ameisenberg im Zittauer Gebirge

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Das Zittauer Gebirge ist eines der kleinsten Mittelgebirge Deutschlands.
Auf dem Ameisenberg im Kurort Oybin gibt es die kleine Felsenaussicht Bastei mit einem tollen Ausblick.

Von Zittau aus fährt man auf der S 133 über Olbersdorf nach Oybin. Hinter der Keramik-Schauwerkstatt an der Friedrich-Engels-Straße 20 kann man parken.
Die GPS-Koordinaten:
50°50'52"N,  14°44'46"E


Vom Parkplatz geht man den Steinigen Weg (Markierung grüner Strich) 800 Meter mit 110 Höhenmetern in etwa 25 Minuten bis zu diesem Wegweiser. Dann folgt man weitere 200 Meter dem Anstieg zur Bastei (Markierung gelber Punkt) mit 60 Höhenmetern.


Warnschild für das gesamte Zittauer Gebirge


Deshalb sind auch auf ausgeschilderten Wegen oft Hindernisse zu überwinden oder zu umgehen.


Auf dem Weg zum Gipfel vom Ameisenberg darf man dieses Schild nicht verpassen.


Jetzt sind es nur noch ein paar Schritte, vorbei an für den Ameisenberg typischen Sandsteinfelsen.


Dann erreicht man die Felsenaussicht „Bastei“.


Für eine gemütliche Rast nach dem steilen Anstieg stehen Bänke zur Verfügung.


Der kleine einsehbare Sektor reicht vom Berg Oybin (515 Meter) im Süden über den Hochwald (749 Meter) …


… bis zum Jonsberg (653 Meter) im Westen.


Jetzt größer:
Der Gipfel vom Berg Oybin (515 Meter), darüber die Anhöhen über der Großen Felsengasse.


Über den Oybiner Talkessel hinaus ragt der Gipfel vom Falkenberg (Sokol, 593 Meter).


Berggasthof und Aussichtspunkt auf dem Oybin


Die Ruine der Klosterkirche auf dem Oybin


Die Ruine vom Kaiserhaus 


Die Camera Obscura auf dem Berg Oybin


Aussichtsturm und Turmbaude auf dem Hochwald (749 Meter)


Der Ortsteil Oybin-Hain


Die Kammbaude Oybin-Hain


Bauden und Aussichtspunkt auf dem Johannisstein (604 Meter)


Die Felsenaussicht Bastei am Ameisenberg (575 Meter) bietet außergewöhnliche Ansichten vom Berg Oybin und dem  Zittauer Gebirge. Sie liegt abseits von den üblichen Touristenpfaden und ist ein Geheimtipp für Bergwanderer. Der Aufstieg lohnt sich!


Die WANDER CARD von der Basteiaussicht

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Interessante Blogs Blog-Webkatalog.de - das Blogverzeichnis