Naturwunder ...
Sonntag, 1. März 2026
Podcast: Schloss Friedland in Nordböhmen
Mittwoch, 25. Februar 2026
Der Aussichtspunkt im Findlingspark Nochten
Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Bei der Rekultivierung vom Braunkohlentagebau Nochten in der sächsischen Lausitz entstand in den Jahren 2000 bis 2003 der Findlingspark – eine einzigartige Parkanlage. Die höchste Stelle ist ein vorzüglicher Aussichtspunkt.
Man erreicht den Park von der B 156 (Bautzen – Weißwasser) aus. In der
Nähe vom Kraftwerk Boxberg fährt man durch den Ort Nochten zum großen
Besucherparkplatz.
Adresse:
Findlingspark Nochten
Parkstraße 7
02943 Boxberg/O.L.
Die GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
51°26' 8"N, 14°36'14"E
Der „größte Steingarten Europas“ bietet in jeder Jahreszeit Sehenswertes
für Pflanzenliebhaber und geologisch interessierte Besucher.
Geöffnet ist die Anlage täglich von Mitte März bis Mitte November.
Die künstlich aufgeschüttete Hügellandschaft umfasst eine Fläche von 20 Hektar mit sieben Bereichen: Steingarten, Teichgarten, Heidegarten, Heidemoor, Waldsee, Felsengarten und Klein Skandinavien.
Durch den Park führen etwa 3,6 Kilometer lange Hauptwege mit drei Meter Breite.
Zusätzlich gibt es noch weitere drei Kilometer Nebenwege, die nur etwa einen Meter breit sind.
Zum Aussichtspunkt führt der Findlingslehrpfad „Klein-Skandinavien“.
In der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren gelangten diese Felsbrocken aus Skandinavien in die Lausitz.
Der Lehrpfad informiert bei knapp hundert besonderen Findlingen über Gesteinsart und Herkunft.
Für die Gestaltung der gesamten Parkanlage wurden fast 7000 Findlinge aus dem Abraum des regionalen Bergbaues verwendet.
Der Gipfel des aufgeschütteten Hügels (152 Meter) mit dem Kunstwerk …
… vom Umweltkünstler Dieter Magnus (1937 – 2023).
Der Text der Infotafel (fett + kursiv):
Das Kunstwerk
„Feldzeichen“ vermittelt zwischen den runden, weichen Formen des Parks
und den strengen, mathematischen Linien des Kraftwerks Boxberg/O.L.
Das Hauptthema des Parks - Findlinge und Eiszeit - wird künstlerisch interpretiert:
Die zentrale Säule ist blau wie der Inlandeisgletscher Skandinaviens in der Eiszeit
Die Edelstahlröhren symbolisieren den Eisstrom nach Mitteleuropa.
Zu Füßen des Berges liegen zwei riesige Findlingshalden. Sie symbolisieren
Schuttfächer des skandinavischen Inlandeisgletschers in Mitteleuropa.
Damit schließt sich der Kreis zu den über 6000 Findlingen im Park.
Die Rundumsicht beginnt beim Kraftwerk Boxberg im Südwesten.
Metalltafeln helfen bei der Orientierung.
Der Blick nach Westen mit einem der zahlreichen Obelisken
Der Nordwesten – Am Horizont das Kraftwerk Schwarze Pumpe
Hinter dem Tagebau im Norden: Weißwasser
Der der Findlingslehrpfad „Klein-Skandinavien“ im Nordosten
Die Steinschüttung an der Nordostflanke des langgestreckten Hügels
Der Zugang zum höchsten Punkt, hinten links Eingangsbereich und Parkplatz vom Findlingspark
Die Rundumsicht endet mit dem Blick über die den Eisstrom symbolisierenden Edelstahlröhren und die rekultivierten Flächen zum Kraftwerk.
Jetzt größer:
Das mit Braunkohle betriebene Kraftwerk Boxberg hat
eine Nennleistung von 2575 Megawatt und ist seit 2024 das größte
Kraftwerk Deutschlands.
Am Horizont: Die Bergkette vom Hochstein (449 Meter) über den Schwarzenberg (413 Meter) zum Hennersdorfer Berg (387 Meter)
Die Königshainer Berge mit Hochstein (396 Meter) und Kämpferbergen (415 Meter)
Monumentenberg (293 Meter), Kollmer Dubrau (303 Meter) und Hohe Dubrau (307 Meter)
Schafberg (449 Meter) mit Sendeturm und Löbauer Berg (448 Meter)
Czorneboh (556 Meter) und Döhlener Berg = Hromadnik (508 Meter)
Kälbersteine (487 Meter) und Drohmberg (432 Meter), links ganz hinten der Pirsken (Hrazený, 608 Meter)
Großgeräte im Tagebau Nochten – auch der Ort Mühlrose muss weichen!
Hier werden pro Jahr bis zu 18 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert.
Das ist eine staubige Angelegenheit!
Das Kraftwerk Schwarze Pumpe in 22 Kilometer Entfernung
Der Aussichtsturm „Am Schweren Berg“ bei Weißwasser lag einst direkt am Grubenrand!
Bei einem Besuch des Findlingsparks Nochten sollte man unbedingt auch die höchste Erhebung erklimmen:
Zahlreiche Findlinge, eine außergewöhnliche Kunstinstallation und beste Aussicht auf Bergbaufolgelandschaft und Umgebung.
Noch zwei Wander Cards vom Lausitzer Findlingspark
Montag, 23. Februar 2026
Geschichte der Burg Schwerta ("Schwertburg") in der ehemaligen preußischen Oberlausitz
Mittwoch, 18. Februar 2026
Der Aussichtsturm der Burg Bösig
Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Sie wird gekrönt durch den großen Bergfried, der seit 1998 als Aussichtsturm begehbar ist.
Die GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
50°32'03"N, 14°43'14"E
Sie ist eine der bedeutendsten gotischen Burgen in Böhmen und wurde 1264–78 von Přemysl Otakar II. erbaut. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 ging die Burg in den Besitz von Albrecht von Wallenstein über. Er ließ sie zu einem Kloster umbauen. 1642 eroberten Schweden die Burg. Als der 30jährige Krieg fast beendet war, legten sie die Burg in Schutt und Asche. Ab 1662 siedelten sich Montserrater Benediktiner Mönche auf der Burg an; das Kloster wurde 1785 aufgelöst.
Er wurde bereits in der ersten Bauphase der Burg (etwa in den 60er Jahren des 13. Jahrhunderts) auf dem höchsten Punkt des Bergrückens (605 Meter) errichtet. Er ist 35 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 10,25 Metern. Die Dicke der Außenmauer nimmt von 3,75 Meter (unten) auf 2,50 Meter (oben) ab.
Der Wehrturm, auch Bergfried genannt, diente in mittelalterlichen Burgen den Verteidigern und anderen Bewohnern als letzte Zuflucht, falls der Feind bereits in die Burg eingedrungen war.
Der ursprüngliche Zugang zum Turm lag deshalb in einer Höhe von 10,5 Meter und konnte nur über eine Holzbrücke erreicht werden. Dieses Portal ist über dem heutigen Eingang erhalten geblieben.
Früher führte eine Geheimtür in der Wand zur letzten Treppe.
Roll (Ralsko, 698 Meter), rechts dahinter Trögelsberg (Vysoká, 545 Meter), Schwammberg (Jítravský vrch, 651 Meter) und Kalkberg (Vápenný, 790 Meter), vorn Kleiner Buchberg (Malá Buková, 431 Meter) und Großer Buchberg (Velká Buková, 474 Meter)
Von ihrem großen Turm hat man eine ausgezeichnete Rundumsicht. Der mühevolle Aufstieg lohnt sich!
TOURISTISCHE VISITENKARTE
Eine der bedeutendsten gotischen Burgen in der Tschechischen Republik, zu ihrer Zeit uneinnehmbar
BÖSIG
Eine der bedeutendsten gotischen Burgen in der Tschechischen Republik, gegründet von Přemysl Otakar II. im Jahr 1264
Zu seiner Zeit war es eine uneinnehmbare Burg
BÖSIG
Eine der bedeutendsten gotischen Burgen in der Tschechischen Republik, zu ihrer Zeit uneinnehmbar
Der (automatisch übersetzte) Text vom Zwischenfeld:
Die Burg, um die sich Legenden verborgener Schätze ranken, wurde in den 1260er Jahren vom böhmischen König Přemysl Ottokar II. zur Verteidigung einer Handelsroute gegründet.
Ab Februar 1279 diente sie dem späteren König Wenzel II. und seiner Mutter Kunigunde mehrere Monate lang als Gefängnis.
Für einen unserer größten Dichter, Karel Hynek Mácha, war sie eine lebenslange Inspiration.
TOURISTISCHE VISITENKARTE
Eine der bedeutendsten gotischen Burgen in der Tschechischen Republik, gegründet von Přemysl Otakar II. im Jahr 1264
Zu seiner Zeit war es eine uneinnehmbare Burg











