Mittwoch, 31. Dezember 2025
Podcast zum Jahresausklang 2025 - Das kosmische Jahr
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Die Felsenaussicht vom Scharfenstein
Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Im Zittauer Gebirge, einem der kleinsten Mittelgebirge
Deutschlands, gibt es viele lohnenswerte Aussichtspunkte. Einer der
bekannteste Aussichtsfelsen ist der Scharfenstein (569 Meter).
Wegen seiner markanten Form wird er mitunter als Matterhorn vom Zittauer Gebirge bezeichnet.
Wegen seiner markanten Form wird er mitunter als Matterhorn vom Zittauer Gebirge bezeichnet.
Der Scharfenstein (569 Meter) steht auf einem bewaldeten Bergrücken
zwischen Brandhöhe (569 Meter) und Töpfer (582 Meter). Mehrere
markierte Routen führen zu dem Felsen.
Beim Wanderweg (blauer Strich) ab Bahnhof Oybin (1,3 Kilometer in 45 Minuten) sind 175 Höhenmeter zu überwinden.
Ein günstiger Weg beginnt an der Kammstraße in Lückendorf (1,1 Kilometer in 25 Minuten mit nur 88 Höhenmetern).
Beim Wanderweg (blauer Strich) ab Bahnhof Oybin (1,3 Kilometer in 45 Minuten) sind 175 Höhenmeter zu überwinden.
Ein günstiger Weg beginnt an der Kammstraße in Lückendorf (1,1 Kilometer in 25 Minuten mit nur 88 Höhenmetern).
Von der Schranke vor den ersten Häusern von Lückendorf geht man den
Forstweg am Waldrand entlang. Nach 400 Metern biegt man links auf den
Lückendorfer Ringweg (Markierung grüner Punkt) ab.
Er führt an der Schutzhütte „Unter'm Scharfenstein“ vorbei.
Der Kreuzungspunkt der Wanderwege auf dem Sattel am Scharfenstein.
Gleich daneben ist der Rastplatz „Am Scharfenstein“. Ab hier sind noch die letzten reichlich 30 Höhenmeter zu überwinden.
Der Scharfenstein war schon immer ein beliebtes Wanderziel.
Alte Postkarte von 1922Der Felsturm aus verquarztem Sandstein erhebt sich etwa 45 Meter über den Kamm des Bergrückens.
Alte Postkarte um 1925
Alte Postkarte um 1925
Im Jahr 1887 hat der Zittauer Gebirgsverein Globus den Gipfel für Touristen zugänglich gemacht.
Alte Postkarte um 1931
Alte Postkarte um 1931
Eiserne Treppenstufen führen zur Gipfelplattform mit einer Wetterfahne.
Links der Felsen „Scharfensteinnadel“.
Links der Felsen „Scharfensteinnadel“.
Der Felsen rechts vom Treppenaufgang
Schon von hier hat man einen herrlichen Blick über die Scharfensteinnadel zum Hochwald (749 Meter).
Die steile Eisentreppe zum engen Felsdurchbruch
Oben angekommen!
Orientierungstafel am Geländer der Aussichtsplattform
Der Rundblick beginnt in nördlicher Richtung mit Böhmischer Aussicht (575 Meter) und Zigeunerberg (510 Meter).
Grottau (Hrádek nad Nisou) und das Isergebirge (Jizerské hory)
Vorn der Heideberg (549 Meter), darüber reicht der Blick bis zum Kamm vom Riesengebirge (Krkonoše)
Im Südosten: Langer Berg (Dlouhá hora, 748 Meter), Kalkberg (Vápenný, 790 Meter) und Jeschken (Ještěd, 1012 Meter)
Der Hochwald (749 Meter) im Südwesten
Der Johannisstein (604 Meter), links über der Kammbaude: die Spitze vom Kleis (Klíč, 759 Meter)
Im Westen: Plissenberg (Plešivec, 658 Meter), Finkenkoppe (Pěnkavčí vrch, 792 Meter) und Lausche (793 Meter)
Der Berg Oybin (515 Meter) und der gleichnamige Kurort, darüber der Jonsberg (653 Meter)
Im Nordwesten: Der Ameisenberg (575 Meter)
Jetzt größer:
Die Stadt Grottau (Hrádek nad Nisou), hinten Kupferberg (Měděnec, 777 Meter) und Tafelfichte (Smrk, 1124 Meter), davor die Windkraftanlagen auf dem Kahleberg (Lysý vrch, 643 Meter) und Steinberg (Kamenný vrch, 412 Meter).
Die Stadt Grottau (Hrádek nad Nisou), hinten Kupferberg (Měděnec, 777 Meter) und Tafelfichte (Smrk, 1124 Meter), davor die Windkraftanlagen auf dem Kahleberg (Lysý vrch, 643 Meter) und Steinberg (Kamenný vrch, 412 Meter).
Das Schloss Grafenstein (Grabštejn)
Reifträger (Szrenica, 1361 Meter) und Schneegrubenbaude (Schronisko nad Śnieżnymi Kotlami, 1489 Meter)
Pfaffenstein (Popova skála, 565 Meter)
Der Fernsehturm auf dem Jeschken (Ještěd, 1012 Meter)
Der Aussichtsturm auf dem Hochwald (749 Meter)
Der Aussichtsturm auf dem Gipfel der Lausche (793 Meter)
Im Tal: Der Berg Oybin (515 Meter)
Der Scharfenstein (569 Meter) hoch über dem Oybintal ist eine
markante Felsenaussicht. Für die Mühe des Aufstiegs wird man mit einer
außergewöhnlichen Rundumsicht belohnt.
Die WANDER CARD vom Scharfenstein
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R. Gründel,
Zittauer Gebirge
Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules - aufgenommen mittels APO50/250 (Seestar)
Dienstag, 30. Dezember 2025
Pferdekopfnebel im Sternbild Orion
Was Sie schon immer über die Zoll- und Geleitsburg "Karlsfried" am Gabler Pass im Zittauer Gebirge wissen wollten
Der Lauenturm in Bautzen
Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Die
Stadt Bautzen liegt im Osten von Sachsen und hat etwa 38.000-Einwohner.
Sie ist die Hauptstadt der Oberlausitz mit einer über 1000-jährigen
Geschichte.
Bautzen wird auch als „Stadt der Türme“ bezeichnet. Vierzehn Türme prägen den mittelalterlichen Stadtkern. Mehrere von ihnen können bestiegen werden. Einer davon ist der Lauenturm.
Bautzen wird auch als „Stadt der Türme“ bezeichnet. Vierzehn Türme prägen den mittelalterlichen Stadtkern. Mehrere von ihnen können bestiegen werden. Einer davon ist der Lauenturm.
Der Lauenturm liegt an der Inneren Lauenstraße, fast an der Ampelkreuzung der S111 = B6.
Parken kann man am einfachsten im Parkhaus vom gegenüberliegenden Kornmarkt-Center.
Parken kann man am einfachsten im Parkhaus vom gegenüberliegenden Kornmarkt-Center.
Der Lauenturm wurde von 1400-1403 zum Schutz des Lauentores erbaut. Er ist damit der älteste Befestigungsturm der Stadt.
Sein Name bezieht sich (wahrscheinlich) auf den Löwen im böhmischen Wappen, da die Lausitz früher zum Königreich Böhmen gehörte. In der wendischen (heute sorbischen) Sprache wurde der Löwe “Law” (sprich: Lau) genannt.
Alte Postkarte von 1905 – rechts der Lauenturm.
Sein Name bezieht sich (wahrscheinlich) auf den Löwen im böhmischen Wappen, da die Lausitz früher zum Königreich Böhmen gehörte. In der wendischen (heute sorbischen) Sprache wurde der Löwe “Law” (sprich: Lau) genannt.
Alte Postkarte von 1905 – rechts der Lauenturm.
Bei dem Stadtbrand 1720 wurde die Turmhaube zerstört. 1739 erhielt der Turm seine barocke Haube
Ab 1543 diente er als Gefängnis für Schwerverbrecher. Die Stundenglocke war auch die Armesünderglocke bei den Hinrichtungen (bis 1865).
Alte Postkarte von 1916
Ab 1543 diente er als Gefängnis für Schwerverbrecher. Die Stundenglocke war auch die Armesünderglocke bei den Hinrichtungen (bis 1865).
Alte Postkarte von 1916
Der Lauenturm war früher nur vom Wehrgang aus zugänglich. Im
zweiten Stock vom Nachbarhaus gibt es bis heute eine Verbindung ins
Turminnere.
Der Turm hat eine Gesamthöhe von 53 Metern.
Das Alter des Turmes – über 600 Jahre – lässt sich unter anderem an seinem viereckigen Grundriss erkennen. Spätere gebaute Türme haben meist eine runde Form, damit Geschosse besser abprallen konnten.
Das Alter des Turmes – über 600 Jahre – lässt sich unter anderem an seinem viereckigen Grundriss erkennen. Spätere gebaute Türme haben meist eine runde Form, damit Geschosse besser abprallen konnten.
Zum 85. Geburtstag von König Albert wurde 1913 an der Südseite
dieses Reiterstandbild vom Berliner Bildhauer Prof. Walter Hauschild
enthüllt:
DEM KÖNIG
ALBERT VON SACHSEN
DAS DANKBARE BAUTZEN
DEM KÖNIG
ALBERT VON SACHSEN
DAS DANKBARE BAUTZEN
Die Eingangstür von der Inneren Lauenstraße entstand erst viel später.
Der Lauenturm ist zu besonderen Anlässen, zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals oder nach Vorbestellung im Rahmen einer Führung geöffnet.
Der Lauenturm ist zu besonderen Anlässen, zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals oder nach Vorbestellung im Rahmen einer Führung geöffnet.
Die Eingangstür von Innen – Hier erhält man einen Eindruck von der Mauerdicke!
Das 1990/91 renovierte Treppenhaus
Bei den schmalen Fenstern in mehr als halber Höhe ist die Mauer immer noch drei Meter dick!
Bis 1920 befand sich im obersten Geschoß eine Türmerwohnung.
Der heutige Türmer erzählt von früheren Zeiten.
Bis zur obersten Ebene sind 136 Stufen zu überwinden.
Kunst im Turm
Blick von der Galerie
Die oberste zugängliche Ebene ist 26 Meter hoch.
Hier finden verschiedenste Veranstaltungen wie Aufführungen und Lesungen statt.
Hier finden verschiedenste Veranstaltungen wie Aufführungen und Lesungen statt.
Auch bekannte Sternbilder an der Decke werden erklärt.
Bis 1615 warnte der Türmer durch das Blasen auf seinem Rufhorn die
Bürger von Bautzen bei Anzeichen von Gefahr. In diesem Jahr erhielt der
Turm einen hölzernen Aufbau mit einer Stundenglocke.
Der Lauenturm ist kein Aussichtsturm, er hat keine Plattform und
auch keinen Umgang für Besucher. Nur aus den je drei kleinen
Fensteröffnungen an jeder Seite kann man nach draußen blicken.
Foto vom Reichenturm aus
Foto vom Reichenturm aus
Durch die Mauerdicke lässt sich immer nur ein kleiner Ausschnitt überblicken.
Foto nach Süden zur Neusalzaer Straße
Foto nach Süden zur Neusalzaer Straße
Die 30 Meter hohe Neue Wasserkunst von 1610
Die 181 Meter lange und 20 Meter hohe Friedensbrücke überspannt das
Spreetal. Sie wurde 1909 nach zweijähriger Bauzeit als
Kronprinzenbrücke durch den sächsischen König Friedrich August III.
eingeweiht.
Dieser Anblick macht das mittelalterliche Bautzen so einzigartig:
Die 47 Meter hohe Alte Wasserkunst von 1558.
Die 45 Meter hohe Michaeliskirche von 1460.
Blick über die Dächer der Stadt zur Ortenburg.
Zwei weitere stadtbildprägende Türme von Bautzen:
Der Wasserturm von 1877 wurde nach 1900 auf 39,5 Meter aufgestockt.
Der Wasserturm von 1877 wurde nach 1900 auf 39,5 Meter aufgestockt.
Der Matthiasturm von 1486
Blick zum Hauptmarkt mit dem Rathaus
Der 83,7 Meter hohe Glockenturm der Petrikirche
Der 54 Meter hohe Rathausturm von 1732
Der Wendische Turm
Der (schiefe) Reichenturm
Liebfrauenkirche und der Aussichtsturm der Berufsakademie Bautzen
Die Maria-und-Martha-Kirche, dahinter Sornßiger Berg (503 Meter), Hochstein (541 Meter) und Steinberg (494 Meter)
Die Parkebene vom benachbarten Kornmarkt-Center
Das Theater vom Sorbischen National-Ensemble, hier war früher der Bürgergarten.
Die Spree an der Scharfenstegbrücke
Es geht wieder 136 Stufen abwärts.
Der Lauenturm ist ein Turm mit Weitblick. Wenn sich Ihnen die
Möglichkeit zu einer Führung bietet, dann sollten Sie diese unbedingt
nutzen. Außer großartigen Ausblicken erfährt man auch viel aus der
Geschichte der über 1000-jährige Stadt Bautzen. Es lohnt sich!
Die WANDER CARD vom Lauenturm
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