Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Die Stadt Bautzen liegt im Osten von Sachsen und hat etwa
38.000-Einwohner. Sie ist die Hauptstadt der Oberlausitz mit einer über
1000-jährigen Geschichte.
Bautzen wird auch als „Stadt der Türme“ bezeichnet. Vierzehn Türme prägen den mittelalterlichen Stadtkern. Einer davon ist der Wasserturm.
Bautzen wird auch als „Stadt der Türme“ bezeichnet. Vierzehn Türme prägen den mittelalterlichen Stadtkern. Einer davon ist der Wasserturm.
Der Wasserturm befindet sich inmitten der historischen Altstadt an der Mönchsgasse.
Parkmöglichkeiten gibt es am Fleischmarkt, Hauptmarkt und im Kornmarkt-Center.
Parkmöglichkeiten gibt es am Fleischmarkt, Hauptmarkt und im Kornmarkt-Center.
1877
wurde in der Mönchskirchruine ein 24,5 Meter hoher Wasserhochbehälter
(Durchmesser 9 Meter, Höhe 5 Meter) mit 320 Kubikmeter Fassungsvermögen
gebaut.
Alte Postkarte um 1900
Alte Postkarte um 1900
Um 1905 wurde der Turm um 15 Meter auf jetzt 39,5 Meter aufgestockt.
Alte Postkarte von 1914
Alte Postkarte von 1914
Im oberen Teil wurde ein 1000 Kubikmeter großen Behälter (Durchmesser 13 Meter, Höhe 8,75 Meter) eingebaut.
Alte Postkarte von 1920
Alte Postkarte von 1920
Der fast gleiche Anblick, aber reichlich hundert Jahre später.
1936 wurde der Behälter mit horizontalen Holzbrettern verkleidet und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild.
Für den zylindrischen Turmschaft wurden Bruchsteine aus Lausitzer
Granit verwendet. Das glatt verputzte Stockwerk darüber deutet die Lage
des kleineren Flachbodenbehälters an.
Die Reste vom 1240 gegründeten Franziskanerkloster. Seit dem letzten Brand von 1598 ist es eine Ruine.
In die Ruine hinein wurde 1877 der Wasserturm gebaut.
Bis zur Stilllegung 1977 pumpte die Alte Wasserkunst Quellwasser in
den Hochbehälter. Seit dem übernahm das Wasserwerk Sdier die
Wasserversorgung Bautzens.
Ansicht von Osten
Ansicht von Osten
Hier befindet sich ein Nebeneingang des Turmes.
Der Haupteingang an der Mönchsgasse
Zu bestimmten Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals ist ein Zutritt möglich.
Blick nach oben im gemauerten Teil des Turmes
Zu- und Ableitung für den Wasserspeicher
Armaturen der mittlerweile stillgelegten Anlage
Der Wasserturm ist kein Aussichtsturm!
In den Nischen gibt es nur sehr kleine Fensteröffnungen!
In den Nischen gibt es nur sehr kleine Fensteröffnungen!
Trotzdem lohnt sich ein Blick – zum Beispiel zur Petrikirche
Der 83,7 Meter hohe gotische Dom St. Petri ist das höchste Bauwerk von Bautzen.
Wenn man diesen Turm besteigt kann man aus den 8 Fenstern im Kupferdach auf die Stadt blicken.
1664 wurde der Turm mit einer Barockhaube versehen.
Der Rathausturm
Die Michaeliskirche
Seit 2017 kann man über diese Wendeltreppe von der oberen Plattform hinauf in den ehemaligen Wasserbehälter gelangen.
Hier wurden am Tag des offenen Denkmals 2024 Bilder ausgestellt.
Der Raum ohne Fenster schafft eine ganz besondere Atmosphäre.
Eine (für die Allgemeinheit nicht zugängliche) senkrechte Leiter
führt durch den großen Wasserbehälter hindurch bis unter das Kegeldach.
Die beiden Rohrleitungen und der untere Ausgang vom Wasserturm von oben gesehen.
Der Wasserturm in Bautzen ist baugeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung.
Durch seine Höhe, die kegelförmigen Dachhaube und die Holzverkleidung prägt der Turm das Stadtbild maßgeblich.
Wenn sich die Gelegenheit bietet sollte man dieses technische Denkmal auch einmal von innen kennenlernen.
Durch seine Höhe, die kegelförmigen Dachhaube und die Holzverkleidung prägt der Turm das Stadtbild maßgeblich.
Wenn sich die Gelegenheit bietet sollte man dieses technische Denkmal auch einmal von innen kennenlernen.
Die WANDER CARD von Bautzen mit dem Wasserturm in der Mitte
Die WANDER CARD vom Wasserturm in Bautzen







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