Dienstag, 27. Januar 2026

Der Wasserturm in Bautzen

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Die Stadt Bautzen liegt im Osten von Sachsen und hat etwa 38.000-Einwohner. Sie ist die Hauptstadt der Oberlausitz mit einer über 1000-jährigen Geschichte. 
Bautzen wird auch als „Stadt der Türme“ bezeichnet. Vierzehn Türme prägen den mittelalterlichen Stadtkern. Einer davon ist der Wasserturm.
 

Der Wasserturm befindet sich inmitten der historischen Altstadt an der Mönchsgasse.
Parkmöglichkeiten gibt es am Fleischmarkt, Hauptmarkt und im Kornmarkt-Center.
 

1877 wurde in der Mönchskirchruine ein 24,5 Meter hoher Wasserhochbehälter (Durchmesser 9 Meter, Höhe 5 Meter) mit 320 Kubikmeter Fassungsvermögen gebaut.
Alte Postkarte um 1900
 

Um 1905 wurde der Turm um 15 Meter auf jetzt 39,5 Meter aufgestockt. 
Alte Postkarte von 1914
 

Im oberen Teil wurde ein 1000 Kubikmeter großen Behälter (Durchmesser 13 Meter, Höhe 8,75 Meter)  eingebaut.
Alte Postkarte von 1920
 

Der fast gleiche Anblick, aber reichlich hundert Jahre später.
 

1936 wurde der Behälter mit horizontalen Holzbrettern verkleidet und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild.
 

Für den zylindrischen Turmschaft wurden Bruchsteine aus Lausitzer Granit verwendet. Das glatt verputzte Stockwerk darüber deutet die Lage des kleineren Flachbodenbehälters an.
 

Die Reste vom 1240 gegründeten Franziskanerkloster. Seit dem letzten Brand von 1598 ist es eine Ruine. 
 

In die Ruine hinein wurde 1877 der Wasserturm gebaut.
 

Bis zur Stilllegung 1977 pumpte die Alte Wasserkunst Quellwasser in den Hochbehälter. Seit dem übernahm das Wasserwerk Sdier die Wasserversorgung Bautzens.
Ansicht von Osten
 

Hier befindet sich ein Nebeneingang des Turmes.
 

Der Haupteingang an der Mönchsgasse 
 

Zu bestimmten Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals ist ein Zutritt möglich.
 

Blick nach oben im gemauerten Teil des Turmes
 

Zu- und Ableitung für den Wasserspeicher
 

Armaturen der mittlerweile stillgelegten Anlage
 

Der Wasserturm ist kein Aussichtsturm!
In den Nischen gibt es nur sehr kleine Fensteröffnungen!
 

Trotzdem lohnt sich ein Blick – zum Beispiel zur Petrikirche
 

Der 83,7 Meter hohe gotische Dom St. Petri ist das höchste Bauwerk von Bautzen.
 

Wenn man diesen Turm besteigt kann man aus den 8 Fenstern im Kupferdach auf die Stadt blicken.
 

1664 wurde der Turm mit einer Barockhaube versehen.
 

Der Rathausturm
 

Die Michaeliskirche
 

Seit 2017 kann man über diese Wendeltreppe von der oberen Plattform hinauf in den ehemaligen Wasserbehälter gelangen.
 

Hier wurden am Tag des offenen Denkmals 2024 Bilder ausgestellt.
 

Der Raum ohne Fenster schafft eine ganz besondere Atmosphäre.
 

Eine (für die Allgemeinheit nicht zugängliche) senkrechte Leiter führt durch den großen Wasserbehälter hindurch bis unter das Kegeldach.
 

Die beiden Rohrleitungen und der untere Ausgang vom Wasserturm von oben gesehen.
 

Der Wasserturm in Bautzen ist baugeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung.
Durch seine Höhe, die kegelförmigen Dachhaube und die Holzverkleidung prägt der Turm das Stadtbild maßgeblich.
Wenn sich die Gelegenheit bietet sollte man dieses technische Denkmal auch einmal von innen kennenlernen.
 

Die WANDER CARD von Bautzen mit dem Wasserturm in der Mitte
 

Die WANDER CARD vom Wasserturm in Bautzen

 

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