Mittwoch, 15. April 2026

Der Pulverturm in Prag

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Prag wird als die „Stadt der hundert Türme“ bezeichnet. Einer der bekanntesten ist der Pulverturm. Er wird auch als Pulvertor bezeichnet (daher der tschechische Name Prašná brána). Das Pulvertor ist eines von ursprünglichen 13 Toren der Altstadtbefestigung, die 1475 von König Wladislaus II. erbaut wurden.
 

Der Pulverturm gilt als Zugang zur historischen Prager Altstadt.
Zu erreichen ist er mit der Metro B, gelbe Linie, Haltestelle Náměstí Republiky.
Für einen längeren Aufenthalt in der Altstadt empfiehlt sich das Parkhaus Palladium (náměstí Republiky 1079/1a, 11000 Prag 1. GPS  50°05'23"N, 14°25'41"E). Von dort gelangt man nach wenigen Schritten zum Pulverturm.
 

Text vom Faltblatt „prager türme“ (fett + kursiv):
Der Pulverturm gehört zu den wertvollsten Monumentalbauten Prags.
Sammelbild auf Hartpappe von 1891
 

Errichtet wurde er in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf dem Boden des Burggrabens, acht Meter unter dem heutigen Gelände, im spätgotischen Stil.
Alte Postkarte um 1915
 

Seine Ausnahmestellung verdankt der 65 m hohe Bau seiner plastischen Ausschmückung, die Könige, die böhmischen Landespatrone und Heilige darstellt.
Richard Moser: „Prag, der Pulverturm“, Aquarell auf Papier 1911
 

Von dem 44 m hohen Umgang bietet sich ein unvergleichlicher Ausblick auf das Prager Zentrum.
Alte Postkarte um 1915
 

Der Pulverturm ist gleichzeitig der Eingang zum Königsweg, der bis auf die Prager Burg hinaufführt.
Alte Postkarte um 1934
 

Wussten Sie, dass:
in den Räumen des Pulverturms aller Wahrscheinlichkeit nach nie Schießpulver gelagert wurde?
Alte Postkarte um 1913
 

Der Pulverturm heute aus Nordwesten von der Straße „U Prašné brány“ gesehen
 

Der Platz der Republik (náměstí Republiky) mit Gemeindehaus (Obecní dům) und Pulverturm
 

Der Turmbau begann 1475, als König Wladislaus II. von Böhmen und Ungarn („Vladislav Jagellonský“) den Grundstein legte. Erst 400 Jahre später, im Jahr 1886, wurden die Bauarbeiten beendet.
Trotzdem sieht der Prager Pulverturm bis heute größtenteils so aus, wie in Matthias Rejsek vor etwa 550 Jahren geplant hatte.
 

Der Pulverturm ist als Aussichtsturm begehbar. In 44 Meter Höhe führt ein Umgang mit vier Ecktürmchen um das große Dach herum.
 

Unter dem Verbindungsbogen zum benachbarten Gemeindehaus steht das Kassenhäuschen.
 

Die Eintrittskarte (für 2 Senioren mit 50% Rabatt während der ersten Öffnungsstunden)
 

Die eiserne Eingangstür - Der Pulverturm ist täglich ab 10:00 Uhr bis mindestens 17:00 Uhr, im Sommer bis 20:30 Uhr, geöffnet.
 

Im Pulverturm gibt es keinen Aufzug. Die erste Treppe ist noch gut begehbar.
 

Der zentrale Raum des Turmes
 

Das gotische Netzgewölbe mit Wappen als Schlussstein
 

Kunstvolle Bleiglasfenster zieren den Raum.
 

Ausstellung über die Geschichte des Pulverturms
 

Leopold Peukert: Pulverturm und die alte Gasse (heute Na Příkopė), kolorierte Radierung, 1793.
Abbildung aus der Ausstellung
 

Der Pulverturm vor dem Wiederaufbau
Fotografie aus der Ausstellung, um 1868
 

Nach der Ausstellung beginnt die schmale und sehr steile Wendeltreppe aus dem Jahr 1592
 

Nach insgesamt 186 Stufen erreicht man die Ebene mit der Tür zur Aussichtsplattform.
 

Auf dem schmalen Umgang in 44 Meter Höhe
 

Die Spitze von einem der vier Ecktürmchen
 

Blick durch eine der Sandsteinöffnungen nach Osten
 

Orientierungshilfen auf dem Fenstersims
 

Galluskirche (Kostel sv. Havla) und Ägidiuskirche (Kostel sv. Jiljí)
 

Die zur Zeit im Rekonstruktion befindliche Strecke der Standseilbahn zum Petrin-Hügel
 

Der Aussichtsturm Petrin
 

Der Blick nach Westen, in der Mitte die 80 Meter hohe Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn (Týnský chrám)
 

Der Turm vom Altstädter Rathaus
 

Die Prager Burg
 

Kirche und Kloster St. Jakob
 

Die Kuppel vom benachbarten Gemeindehaus (Obecní dům)
 

Masarycka Büro- und Einzelhandelsgebäude von Zaha Hadid Architects mit goldener Fassade
 

Der Prager Fernsehturm (Žižkov-Turm)
 

Die Spitze vom Heinrichturm (Jindrisska vez)
 

Das Nationalmuseum (Národní muzeum) am Wenzelsplatz
 

Auf dem Dach der Tschechischen Nationalbank: Skulptur des Fackelträgers mit dem Löwen von A. Popp, 1898
 

Durch diese Tür gelangt man zurück in den Turm, dann geht es wieder 186 Stufen nach unten.
 

Der Pulverturm ist der Zugang zur Prager Altstadt. Vom Aussichts-Wandelgang in 44 Meter Höhe hat man eine hervorragende Rundumsicht auf die Goldene Stadt Prag.
Er sollte bei keiner Reise in die tschechische Hauptstadt fehlen.
 

Die Touristischen Visitenkarten (mit Übersetzung):
TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen, Beginn des Königswegs
Spätgotischer Turm mit Galerie in 45 m Höhe, Grundsteinlegung 1475
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen, Baubeginn 1475
Spätgotischer Turm vom Ende des 15. Jahrhunderts mit einer Aussichtsgalerie in 45 m Höhe
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen, Beginn des Königswegs
Spätgotischer Turm mit Galerie in 45 m Höhe, Grundsteinlegung 1475
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen
Spätgotischer Turm mit Galerie in 45 m Höhe, Grundsteinlegung 1475
 

Text vom Zwischenfeld der Touristischen Visitenkarte CZ 1432-4:
Pulvertor
Das Gebäude war nicht nur der Eingang zur Altstadt, sondern auch der Beginn des Königswegs, auf dem die Monarchen zur Burg zogen, um die tschechische Königskrone zu holen.
In Prag zu Hause
 

JUBILÄUMS-VISITENKARTE
550 Jahre Baubeginn des Pulverturms 1475–2025
 

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