Montag, 10. März 2014

Über diese Brücke mußt Du gehen


um von den Teichen hinter Böhmisch Leipa in den "Höllengrund" zu gelangen...

Vor genau einem Jahr lag noch Schnee - heute (9.3.2014) scheint die Sonne vom tiefblauem Himmel und das Thermometer zeigt 17° C an. Ein guter Grund, wieder mal in die "Karbenschlucht" - wie das Höllental früher genannt wurde - zu wandern, um zehntausende blühende Märzenbecher zu bewundern. Nur diesmal haben wir nicht den Weg von Neugarten (Zahradky) aus genommen, sondern wie wählten den Weg direkt von Böhmisch-Leipa (Ceska Lipa) aus... Hier ein paar Bilder.



Am Eingang zum Höllengrund erhebt sich dieser mächtige Sandsteinfelsen...




Genau an dieser Stelle jagte eine kleine Fledermaus zur Freude der Leute, die sie bemerkten, die ersten Insekten in der Nachmittagssonne (was etwas ungewöhnlich ist).


Typisch für die Sandsteinfelsen im Höllental ist die Wabenverwitterung...


Im klaren Wasser der kleinen Tümpel unter den überhängenden Felsen konnte man in großer Zahl kleine, silbrigleuchtende Taumelkäfer ihre Runden ziehen sehen. Ihre silberne Farbe rührt von der Luftblase her,
die sie umgibt.


Interessante Farben von Mineralausblühungen und Mikroorganismen an den feuchten Sandsteinwänden.



Und Alaunausblühungen, die für die Verwitterungsformen und den feinen Sand unter den Felsen verantwortlich sind.


Zehntausende Märzenbecher oder Frühlingsknotenblumen bilden weiß gesprenkelte Rasen auf dem moorigen Boden am Rande des Robitzbaches...



Farbenspiele von Algenrasen an den feuchten Stellen der Sandsteinfelsen.





Diese Felsüberhänge entstanden am Ende der letzten Eiszeit durch Flußauswaschungen...


Unter den dichten Algenpolstern sammeln sich Methanblasen...


Und nun sind wir wieder am Ausgangsort der Tour - und auch die Fledermaus war noch da. Achso, wir müssen ja noch über den Bach...



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Freitag, 7. März 2014

Unsere Erde von oben - ein wunderschöner Planet...

Gefunden auf Youtube


Loreena McKennitt - vom Album  "An Ancient Muse" (2006)


Mittwoch, 5. März 2014

STERNE (3) - Entstehung der Astrophysik Teil 3


Mein Vorlesungsmanuskript "Sterne (3)" können Sie über folgenden Link als PDF-Datei herunterladen:



Dienstag, 4. März 2014

Tour zur Helfenburg bei Auscha (Nordböhmen)

Ein Gastbeitrg von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Eine der schönen Burganlagen Nordböhmens ist die Helfenburg im Norden der Daubaer Schweiz (ausführliche Beschreibung hier). Genauer gesagt handelt es sich um eine Burgruine. In alten Schriften findet auch die Bezeichnung 'Hradek bei Auscha' Verwendung. Erreichbar ist sie am besten von dem kleinen Ort Neuland (Ostre), wo wir die Gelegenheit nutzen, auch den alten Kreuzweg zum Kapellenberg zu ersteigen und einen abendlichen Blick über Auscha zum Böhmischen Mittelgebirge zu werfen.

Folgen wir einer alten Beschreibung der Burg, denn kaum ist das sprachliche Vermögen unseres technischen Zeitalters auch nur annähernd in der Lage, das romantische Ambiente so trefflich schildern.

'Diese angebliche Raubburg, welche auch der alte Landestopograph Schaller „Affenburg“ nennt, ist eine von jenen Ruinen, welche, durch Jahrhunderte mit der zerstörenden Zeit kämpfend, bis jetzt soweit erhalten wurden, dass wir uns noch mit Vergnügen an ihren schönen Trümmern laben und zu ihnen wandern, um die rauhen Zeiten des so viel besprochenen Mittelalters bei ihrem Anblick uns gleichsam wieder in's Leben zurück zu rufen...

… Auf einer schmalen, felsigen Bergzunge, die nur von der Südseite mit der sich daran schließenden Hochebene in Verbindung steht, heben sich aus einem tiefen, mit dichter Waldung bewachsenem Thale ihre Trümmer über die Laub- und Nadelhölzer gar anziehend empor, und überraschen auf eine angenehme Art das Auge des fremden Besuchers, indem der viereckige, aus lauter Sandsteinquadern hoch erbaute Thurm, demselben freundlichernst den einladenden Gruß zuwinkt.

Das tiefe, von schroffen Felsen eingeengte, aber überaus liebliche Thal, durch welches sich ein klarer Bach nordwärts windet, gewährt, von einer der Anhöhen betrachtet, das schöne Bild einer romantisch-stillen Landschaft, über welcher mitternächtlich die doppelt bethürmte Kreuzkirche bei Neuland äußerst malerisch herüber ragt, und dieses Gemälde gleichsam weiht.

Schön, nicht wahr ? Das sagt uns Franz Alexander Heber in seinem Werk 'Böhmens Burgen, Vesten und Bergschlösser', Jahrgang 1844.

Von der Helfenburg machen wir uns auf den Weg nach Skalken (Skalka), von wo der Gansweg durch die Kühgründe (Kravi doly) seinen weiteren Verlauf durch die Daubaer Schweiz nimmt. Zur Namensgebung des Weges hat die Felsformation auf dem Gansberg verholfen, den wir natürlich erklimmen, wenn wir schon in der Nähe sind. Von oben schaut man hinüber zum Wilschtberg (Vlhošť), der höchsten Erhebung der Daubaer Schweiz. Über die gewaltigen Sandsteinwände auf seiner Westseite führt der Rundweg, der zugleich Wendepunkt unserer heutigen Wanderung ist.

Gastronomisch hat diese Tour wenig zu bieten, aber in Skalken, wo man es nicht erwartet, werden in einem Lokal köstliche Pizzen angeboten. Schließlich frage man in der schönen Pension beim Aufgang zum Kapellenberg in Neuland nach einem Weißwein aus Groß Tschernosek an der Porta Bohemica. Garantiert köstlich !










 In den Gemäuern der Helfenburg


In der Hütte auf dem Areal der Helfenburg kann man auch boven. Anmeldung ist ratsam.


Blick vom Turm der Helfenburg hinüber zum Neuländer Kapellenberg



Sommerliche Ansichten von Skalken


Aufgang zum Gansberg, man kann sich nicht verlaufen




Erosionsformen im Sandstein auf dem Gansberg


Der Weg zum Wilhoscht wurde durch ein Sandsteinmassiv getrieben



Sandsteinwände prägen das Bild der Daubaer Schweiz


Auf dem Neuländer Kapellenberg




Blick vom Kapellenberg zum Hohen Geltsch (Sedlo) und über Auscha (Ustek)


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Montag, 3. März 2014

Eichhörnchen vom "Peterhof" bei St. Petersburg

Ein Gastbeitrag von Prof. Matthias Dopleb, Zittau




Während die "rote" Form des Eichhörnchens bei uns immer seltener wird, bewohnt das zutrauliche, Nüsse-knabbernde Tierchen in St. Petersburg geeignete Baumhöhlen...

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Samstag, 1. März 2014

Ein Trupp Erlenzeisige bei der Rast auf ihrem Weg in den hohen Norden...





Heute konnte ich noch einmal - durch ihr lustiges Gezwitscher aufmerksam gemacht - einen Trupp Erlenzeisige im Schülerbusch (Bei Zittau, Oberlausitz) beobachten...


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