Mittwoch, 12. April 2017

Zur Burgruine Roynungen im Lausitzer Gebirge (Nordböhmen)

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf

Auf einem 588 Meter hohen Hügel im Jeschkengebirge befand sich die Burg Roimund, auch Raimund, deutsch Roynungen oder Runenburg genannt. Ihre recht kurze Geschichte: Sie wurde 1347 durch die Grafen zu Dohna begründet und 1447, also genau 100 Jahre später durch den Lausitzer Sechsstädtebund zerstört und nicht wieder aufgebaut.  Näheres siehe hier...


Für die Anfahrt eignet sich die Fernstraße 13 (E442) von Liberec nach Decin. Zwischen Weißkirchen (Bily Kostel) und Deutsch Pankratz (Jitrava) führt eine Brücke über die Straße. An der zugehörigen Abfahrt kann man parken.


Von der Brücke aus folgt man dem bequemen Fahrweg.


Morgensonne im unteren Fichtenwald.


Den Fahrweg geht man bis zum Wegweiser „Pod Roimundem“ oder nimmt vorher den steil ansteigenden (auf der Karte gestrichelten) Weg durch den dichten Buchenwald.


Hier ist neben der Aussicht auch deutlich die Schichtung des Waldes zu erkennen: Unten Nadelwald (Fichte), oben Laubwald (Buche)


Wegweiser „U Roimundu“ kurz vor dem Gipfel


Der Anstieg zum Wallgraben


Der Weg auf den Burghügel


 Auf dem Gipfelplateau


Die Stirnseite vom großen Mauerrest


Die Außenmauer ist auch nach fast 700 Jahren auf der Talseite gut erhalten.



Verschiedene Stewine, die auf der Außenseite verbaut wurden.




Die Innenseite der Mauer


An der Kante ist der Mörtel für den Zusammenhalt der Bruchsteinmauer gut zu erkennen.



Sitzgruppe mit Feuerstelle


Außer dem großen Mauerstück sind noch einige kleinere Reste erhalten geblieben.






Wurzelstock einer Buche am Rande vom Burghügel


Die Burg Roynungen war fast vollständig von einem tiefen Wallgraben umgeben. Nur auf einer Seite konnte man wegen der Steilheit auf diesen Schutz verzichten.





Auch Ende März wachsen schon frische Baumpilze auf den alten Buchenstümpfen.



Noch ein Blick auf den steilen Burghügel beim Abstieg.


Keine Hundert Jahre alt sind diese Befestigungsanlagen der Schöberlinie am Sattel bei Pankratz.






Sonntag, 9. April 2017

Kirche Maria Heimsuchung in Oberpolitz

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau Hörnitz

Ich der Sächsischen Zeitung vom 20.03.2017 erschien ein Beitrag unter dem Titel 'Neuer Schwung für alte Schätze'. Der ehemalige Leiter des Zittauer Museums Volker Dudeck gibt darin einen Überblick über die aktuelle Situation der 'Via Sacra'. Mit besonderer Aufmerksamkeit und Freude nahm ich daraus zur Kenntnis, dass die Wallfahrtskirche im böhmischen Oberpolitz (Horní Police), Wirkungsstätte des berühmten Erzdechanten 'Hockewanzel', in die Reihe der Stationen der 'Via Sacra' aufgenommen wurde. Das an der Polzen gelegene Ensemble aus der Kirche Mariä Heimsuchung und dem alten Schloss fügt sich wunderbar in die schöne Landschaft des Böhmischen Mittelgebirges ein. Der Sanierungsrückstau an der Kirche ist gewaltig und so ist es gut, dass das sakrale Bauwerk trotz der derzeit leeren Kassen durch die Aufnahme in das Projekt 'Via Sacra' näher an den Fokus heran gerückt wurde. Nichts ist unmöglich, wie man am Beispiel der Kirche Jungfrau Maria und des Schlosses in Konoged (Konojedy) oder der Barockkirche Sankt Peter und Paul in Preschkau (Prysk) sehen kann. Man wünscht der Wallfahrtskirche in Oberpolitz eine gute Perspektive.

Wer sich denn im schönen Frühjahr aufmacht, die Wallfahrtskirche zu besuchen, verpasse nicht die nahe gelegene Kirche Kleinbocken (Velká Bukovina) zu inspizieren. Hier findet man ein weiteres Beispiel der gelungenen Sanierung einer alten Dorfkirche.























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