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Samstag, 8. August 2020

Rote Wegschnecke


Dienstag, 19. April 2016

Bauchige Schließmundschnecke (??)


Diese Schnecke (wahrscheinlich Macrogastra ventricosa (??)) ist gerade einmal 8 mm hoch und lebt unter der Rinde vermodernder, mit Moos überzogener Baumstämme...

Bestimmung muss noch einmal überprüft werden...






Donnerstag, 28. Januar 2016

Leucochloridium paradoxum und die arme Bernsteinschnecke...

Ein Gastbeitrag von Moni Losem, Wackersdorf

Die Gemeine Bernsteinschnecke (Succinea putris) findet man relativ oft in feuchten Bachauen, in Hochstaudenfluren oder schilfigen Seeufern, wo sie die niedere Vegetation besiedelt. Manchmal kann es passieren, dass solch eine Schnecke an einem Blättchen nagt, auf das zuvor die unappetitliche Hinterlassenschaft eines Vogels gefallen ist. Darin wiederm kann sich (muss aber nicht!) eine Dauerform (Miracidium) eines kleinen Saugwurms mit dem hübschen Namen Leucochloridium paradoxum verbergen, welcher in der Schnecke aus seiner Dauerform erwacht, um in der Bernsteinschnecke das sorgenlose Leben eines Parasiten zu führen. Aber die Biologie sagt, dass dieser Saugwurm wieder in einen Vogel gelangen muss, um seinen Lebenszyklus abzuschließen. Deshalb vermehrt er sich erst einmal ungeschlechtlich, wobei sogenannte "Fühlermaden" (Sporocysten) entstehen, deren Enden sich in die Schneckenfühler der armen Bernsteinschnecke bohren, die dadurch stark anschwellen und  dabei eine Musterung wie eine Ringelsocke annehmen. Damit ist es aber noch nicht getan. Die Fühler beginnen zu pulsieren und imitieren auf diese Weise zwei leckere Maden - eine Delikatesse für jeden Singvogel. Und über kurz oder lang schnappt sich dann ein Rotkehlchen, eine Grasmücke oder ein Rohrsänger diesen Happen - und damit ist der Lebenszyklus des Saugwurms quasi geschlossen. Im Vogeldarmtrackt vermehrt er sich dann geschlechtlich, produziert wie ein Bandwurm massenhaft Dauerformen, die schließlich mit dem Vogelkot wieder auf das Blattwerk mit den Bernsteinschnecken fallen.  In diesem Vogelkot verbirgt sich eine Dauerform (Miracidium) eines kleinen Saugwurms mit dem hübschen Namen Leucochloridium paradoxum, welcher in der Schnecke aus seiner Dauerform erwacht, um das sorgenlose Leben eines Parasiten zu führen. Aber die Biologie sagt...


Sonntag, 15. November 2015

Eine Schließmundschnecke


Lebt in den alten Gemäuern der Helfenburg in Nordböhmen - diese hübsche Schließmundschnecke (Familie Clausiliidae) - vielleicht Laciniaria plicata...


Donnerstag, 12. November 2015

Weinbergschnecken (Helix pomata)



Ist an manchen Stellen noch recht häufig anzutreffen - was den Gourmetkoch anlockt...




Sonntag, 13. Oktober 2013

Faltenrandige Schließmundschnecke


Ich habe heute (13.10.2013) einmal 5 € investiert um auf dem Berg Oybin im Zittauer Gebirge mal nachzuschauen, ob in den unteren Räumlichkeiten des Kaiserhauses, in dem bekanntlich einst Karl IV eine Nacht zugebracht haben soll, die Faltenrandige Schließmundschnecke (Laciniaria plicata) noch vorkommt oder den Sanierungsarbeiten zum Opfer gefallen ist. Und siehe da, nach längerem Suchen an den feuchten Felswänden konnte ich doch noch drei Exemplare entdecken...



www.wincontact.de

Dienstag, 18. Juni 2013

Gemeine Bernsteinschnecke


An feuchten Stellen zu finden: die Kleine Bernsteinschnecke (Succinea putris) - hier am Bernsdorfer Teich bei Teichstatt in Nordböhmen



www.wincontact32.de


Donnerstag, 3. März 2011

Hain-Schnirkelschnecke


Was die Zeichnung und Färbung des Schneckenhauses betrifft, gehört wohl die Hain-Bänderschnecke (oder Hain-Schnirkelschnecke, Cepaea nemoralis) zu den Landschnecken mit der höchsten Variationsbreite. Besonders oft kommt bei uns die einfarbig rote Form vor. Es gibt aber auch alle möglichen Abstufungen mit dunklen Bändern auf dem Schneckenhaus. Sollten Sie einmal neben einem Stein einen kleinen Haufen durchlöcherter leere Schneckenschalen finden, dann ist nicht ihr Nachbar mit seinen Schneckenkugeln dran schuld, sondern eine Singdrossel, die den Stein verwendet, um Schneckengehäuse aufzuschlagen. Im Volksmund nennt man solche Steine "Drosselschmieden".


Samstag, 26. Februar 2011

Rette sich wer kann...


Das Mandau- und Neiße-Hochwasser vom 7. August 2010 war eine der schlimmsten Katastrophen für Zittau und Umgebung ("Jahrhundertflut"). Bei Youtube findet man eine große Zahl von Clips, welche zumindest dessen Ausmaß erahnen lassen. Die Betroffenen haben z.T. noch heute mit den Auswirkungen zu kämpfen, was auch mit der zögerlichen und nicht ausreichenden finanziellen Hilfe der Landesregierung zu tun hat. An dieser Stelle möchte ich aber auf eine andere interessante Beobachtung hinweisen. Schnecken (hier die Große Wegschnecke Arion rufus) haben offensichtlich das stetige Steigen des Wasserspiegels der Mandau eher bemerkt als manche Anwohner des Uferstreifens und sich in großer Zahl auf die Stämme der Bäume der Uferböschung gerettet. Nach Planungen der Sächsischen Talsperrenverwaltung sollen demnächst diese Schnecken-Fluchtbäume weichen, weil sie angeblich die Uferbefestigung gefährden. Ob es soweit kommen wird, ist noch nicht sicher, denn noch wehrt sich der Bürgerprotest dagegen.




Dienstag, 28. Dezember 2010

Genabelte Maskenschnecke


Die Maskenschnecke (Isognomostoma holosericum) gehört zur Famile der Schnirkelschnecken (Helicidae), deren größter heimischer Vertreter die Weinbergschnecke ist. Während wohl schon fast jeder einmal eine Weinbergschnecke gesehen hat (und wenn es bei "Kaufland" im Kühlregal war (*)), ist die Maskenschnecke etwas für den Spezialisten. Sie ist ziemlich selten und besiedelt bei uns die Ränder von Geröllhalden ("Steinerne Meere") von ehemaligen Vulkanbergen. Diese Aufnahme ist auf dem Gipfel des Roll entstanden. Sie zeigt sehr schön die feinen Härchen auf ihrer Schale, die in mehrfacher Hinsicht interessant ist. Die Schnecke (Gehäusedurchmesser ~1 cm) kann nämlich bei Trockenheit oder Kälte ein sogenanntes Epiphragma (Gehäuseverschluß) aus ausgehärteten Schleim und Kalziumkarbonat ausbilden. Außerdem besitzt sie (was nur bei leeren Schalen zu sehen ist) zwei "Zähne" in der Gehäusemündung. Das soll ihre ärgsten Feinde, Laufkäfer, das Eindringen zu deren Nahrungsquelle erschweren.


(*) mit Kräuterbutter


www.wincontact32.de

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Egelschnecken

Ein Gartenfreund investiert in der Regel lieber in Schneckenkorn als in die Schneckenbeobachtung. Das ist auch verständlich, da er an einem hohen Gemüseertrag interessiert ist. Aber nicht destotrotz sind Schnecken im Allgemeinen und Egelschnecken im Besonderen durchaus bemerkenswerte Geschöpfe mit einer interessanten Lebensweise. Hier möchte ich kurz eine "Nacktschnecke", also eine Schnecke ohne Eigenheim, vorstellen, die man gewöhnlich nicht zu Gesicht bekommt, da sie nachtaktiv ist - der Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger):


Tagsüber verbirgt er sich am Boden unter Steinen. Aber sobald es richtig dunkel geworden ist, beginnt er die Stämme von Bäumen hochzukriechen, um dort Flechten und Algen abzugrasen. Dabei fällt neben der ungewohnten Färbung die außergewöhnliche Länge dieses Schnegels auf - sie kann gute 16 cm erreichen. 


Im Gegensatz zu den Wegschnecken, die besonders gern Blattsalat bis auf die Strünke abfressen, besitzen Egelschnecken ihr Atemloch in der hinteren Hälfte des Mantelschildes. Damit sind beide Gruppen von Landlungenschnecken leicht zu unterscheiden. Im Inneren des Mantelschildes befindet sich übrigens eine rudimentäre Schale aus Kalk, was besonders die Evolutionsbiologen interessieren dürfte (haben sich die Gehäuseschnecken aus Nacktschnecken oder die Nacktschnecken aus Gehäuseschnecken entwickelt oder war es ganz anders?). Die Präsenz von Egelschnecken ist manchmal auch indirekt feststellbar. Dazu muß man nur auf die langgezogenen, eingetrockneten und leicht glänzenden Schleimspuren an Baumstämmen achten.
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