Mittwoch, 18. Mai 2022

Exkurs: Proto-Neutronensterne

 


Die Vorlesungsfolien können Sie hier als pdf herunterladen.




Bergenien

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf












Zierquitte

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf









Erdläufer

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf




 

Ein paar Fotos vom Grünen Milchstern

 Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf








Wanderung auf den Tollenstein

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz


Bei der Korrekturlesung zu einem in Arbeit befindlichen Burgenbuch fiel mir auf, dass wir noch nie eine Wanderung auf den Tollenstein (Tolštejn) im Programm hatten. Dem kann abgeholfen werden, nichts ist näher liegend. An einem erstaunlich schönen Frühlingstag machen wir uns auf den Weg. Von St. Georgental (Jiřetín pod Jedlovou) geht es zunächst nach Innozenzidorf (Lesné), um von hier am Ziegenrücken (Kozí Hřbet) zum Teufelsplan (Čertova Pláň) aufzusteigen. Ziegenrücken und Teufelsplan bilden einen zusammenhängenden Bergzug, der sich aus dem Massiv der Finkenkoppe (Pěnkavčí vrch) zwischen den Tälern Goldflössel (Lesenský potok) und Kohlhau (Milířka) zur Gemeinde Innozenzidorf hinzieht. Der Anstieg ist kontinuierlich steil, führt an einem beachtlichen (verschlossenen) Mundloch vorbei, welches Bergleuten zum Einstieg in einen Schacht auf der Suche nach Erzen und Edelmetallen diente und erreicht am Teufelsplan sehenswerte Felsformationen, aus denen früher Sandstein gebrochen wurde. Der Abbau endete aber bereits im 19. Jahrhundert.

Kaum ist der Forstweg um die Finkenkoppe erreicht, geht es auch schon wieder hinab in das Tal des Goldflössel. Die zahlreichen Kehren der zu Tal gehenden Forststraße kann man kühn entschlossen auslassen, indem man querfeldein durch den Wald läuft. Man passiert im Tal die Schöberstraße und sucht sich den Zugang zum Meisengrund (Míšeňský důl)

(richtig „Meißnergrund" nach den Meißnischen Bergleuten). ein stilles Felsenthal. in welchem man, wie ein uraltes „Wahlenbüchlein" behauptet, goldene Schätze finden könnte, wenn nur der unbekannte Verfasser nicht gar so wenig Vertrauen verdiente. Thatsache ist nur. dass hie und da Leute ans Italien bunte Steine aus Böhmen zur Herstellung von Mosaiken geholt hohen u. da dürften ihnen auch die Iserine (früher „Goldgraupen" genannt), wie sie sich in dem Wässerchen des Meisengrundes finden. willkommen gewesen sein. In dem Meisengrunde findet sich noch ein 23 m langes, schwer zugängliches Stollenüberbleibsel, welches ebenso wie ein zweites, bis zum J. 1845 bestandenes Stollenmundloch (das eigentliche „Meisegründel") zu der Sage von Schätzen beigetragen u. auch den Anlass zu der Sage von einem unterirdischem Gange zw. der Burg Tollenstein und diesem Thalgrunde gegeben haben mag.“ (Dr. Franz Hantschel)

Vom Meisengrund schlagen wir einen Weg zur Burg Tollenstein ein. Schön sieht sie sich an, oben auf einem Basaltfelsen, wäre da nicht der steile Anstieg über die Wiesen bis zum Zugangsweg zu der alten Veste. Der Tollenstein ist

eine der malerischsten Burgruinen Böhmens mit schöner Aussicht über die südwestliche Lausitz Schon von fern gesehen, gewährt der pyramidal steil aufsteigende Gipfel einen überraschenden, imposanten Anblick. … Auf dem Tollenstein residierte in ältester Zeit das mächtige böhmische Dynastengeschlecht der Berka von der Duba. Sie sollen bereits im Jahre 1087 die Burg erbaut haben. Im Jahre 1484 gelangten die Herrschaften Tollenstein und Schluckenau an die Herren von Schleinitz. Da dieselben eine große Anzahl angrenzender Lausitzer Ortschaften erwarben und der Besitz zuletzt 13¹/2 Quadratmeilen Flächeninhalt betrug, so benannte man das Ganze mit dem Namen „Schleinitzer Ländchen". Sie blieben im Besitz des Tollensteins bis 1586. Seit 1642, in welchem Jahre die Schweden die Burg mit glühenden Kugeln beschossen, ist sie Ruine. Mehrmals ist übrigens die Burg früher von den Sechstädten belagert worden, denn schon im Jahre 1337 wurde sie von den Zittauern zerstört.

Die gute Restauration befindet sich in dem ehemaligen Burghofe, mitten in den umfangreichen Trümmern. Eine Anzahl hier aufgefundener Altertümer sind im Gastzimmer in Glaskästen zu sehen. Gegenüber von der Restauration ist das Mauerwerk des Rittersaales mit hohen Bogenfenstern. Von einer in neuerer Zeit zugänglich gemachten, aus Phonolith bestehenden Felskuppe über den Mauerresten der Burg hat man eine sehr schöne Fernsicht.“ (Korschelt, „Führer durch Zittau und Umgebung und das sächsisch-böhmische Grenzgebirge“, 1894)

Das täglich geöffnete Burgrestaurant bietet einfache böhmische Speisen und natürlich, passend zum Ambiente, das gute Zwickauer Tolštejn-Bier der Brauerei Zwickau (Pivovar Cvikov). Man vergesse nicht, beim Bezahlen einen Chip zu kaufen, mit dem man Einlass zum Gipfelbereich des Berges mit Aussicht erlangt. Zugegebenermaßen ist der Gipfel ziemlich „zugeschlossert“, aber die dadurch erlangte Aussicht ist großartig. Nachdem wir einem gefangenen Ritter, der es bis heute in seinem Verlies ausgehalten hat, hinreichend bedauert haben, machen wir uns auf den Rückweg nach St. Georgental. Dabei wählen wir den Weg über den Kreuzberg (Křížová hora). Auch hier gibt es noch einmal schöne Ansichten vom Tollenstein, den wir nun von allen Seiten ausgiebig gesehen haben.


Den GPS-Track zu dieser Tour findet man hier.





Heilige Dreifaltigkeits-Kirche in St. Georgental




Auf dem Weg zum Ziegenrücken, die Ruine Tollenstein immer im Visier










Mundloch





Auf dem Ziegenrücken, Steinbruch,. Reste der alten Steinbruchschmiede




Der Teufelsplan




Heute im Angebot: Wachteleier


Durch den Meisengrund




Endlich Aufstieg zur Burg Tollenstein, die Ruine und die Aussicht














Rückweg nach St. Georgental










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