Samstag, 31. Januar 2015

Off topic für Vielflieger: Ein hörenswertes Interview mit einem Ex-Piloten mit einigen interessanten Aspekten zu MH17

Auf Youtube gefunden...


Aus reinem Interesse habe ich das letzte halbe Jahr die Berichterstattung über den Massenmord an fast 300 Flugpassagieren von MH17 in unserer und der ausländischen online-Presse verfolgt, wobei i. d. R. die Diskussionsseiten (so weit nicht prophylaktisch gesperrt) bei weitem interessanter als die dazugehörigen journalistischen Elaborate waren (Heise Online soll hier ausdrücklich als Ausnahme positiv hervorgehoben werden).  Bei uns im Westen scheint es jedenfalls regierungsamtlich Usus zu sein, daß je nach Lesart die "Separatisten" oder die "Russen" die Schuldigen sind. Aber wie gesagt. Jeder sollte sich selbst seine Meinung bilden. Deshalb hier noch zwei sehenswerte Dokumentationen von der anderen Seite des Grabens. Ich will sie nicht weiter kommentieren, sondern nur auf Kant's (der große Philosoph aus Königsberg) "Sapere aude" verweisen. 



Und hier eine Dokumentation des "Propagandasenders" Russian Today, welcher seit einiger Zeit auch in DE sein Unwesen treibt, wie Herr Luther von der "Zeit" festgestellt hat...


Eine gegenteilige Version in Hochglanz finden Sie im Spiegel...  und hier...
... und hier eine bedenkenswerte Replik dazu im Freitag...

Hier der vorläufige offizielle Untersuchungsbericht (pdf)
und hier der des Verbandes der Ingenieure Rußlands (pdf)


Also, sapere aude...

Vogelkundliche Morgenwanderung zum Schülerbusch über den Kummersberg (Zittau, Oberlausitz)


Heute morgen (31.01.2015) schien die Sonne und der Himmel war weitgehend blau. Deshalb entschloß ich mich spontan zu einer kleiner Wanderung in den Schülerbusch, um mal zu schauen, was es so an Vögel zu beobachten gibt. Und es fing gleich gut an. Auf dem Kummersberg hatte sich ein großer Schwarm Wintergäste (sicherlich mehr als 200) niedergelassen, die sich schon allein an ihrer Stimme als Wacholderdrosseln identifizieren ließen...


Ein Wacholderdrosselpärchen aus dem hohen Norden...




Ich schätze, der Schwarm Wacholderdrosseln hatte mehr als 200 Mitglieder, von denen allein hier 21 auszumachen sind...


Ein hübscher Eichelhäher, der sich aber sofort fortmachte, als er mich erspähte...





Alles Wacholderdrosseln...


Auch ein Turmfalke schaute mal kurz vorbei...



Zwei Grünfinken in der Morgensonne


Kohl- und Blaumeise...


Blau- und Spechtmeise (Kleiber)


Kleiber


Blaumeise


Dieser Eichelhäher ließ sich mehrmals ablichten...


31.01. - es wird langsam Frühling...


Eine Schwarzdrossel (Amsel)



Im Winter auf dem Finkendorfer Aussichtsfelsen mit Namen "Rabe" (Harvan) im Lausitzer Grenzgebirge

Ein Gastbeitrag von Werner Schorisch, Zittau

Aufnahmen: 29. Januar 2015







Donnerstag, 29. Januar 2015

Impressionen aus Vietnam: Die Marmorberge südlich von DaNang

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf

Etwas südlich von DaNang befinden sich die 5 Marmorberge. Auf einem befinden sich mehrere Tempel und eine Höhle, die im Vietnam - Krieg als Lazarett diente. Deshalb wurden die Berge bombardiert. 













Wie Sterne Energie erzeugen (Teil 2)


Mein Vorlesungsmanuskript "Sterne (33)" können Sie über folgenden Link als PDF-Datei herunterladen:


Mittwoch, 28. Januar 2015

Wintertour: Von Hartau nach Finkendorf (Zittauer Grenzgebirge)

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Eine kurzweilige Wintertour in das zu dieser Zeit ziemlich unbelebte Finkendorf lässt sich von Hartau (bei Zittau) aus gut unternehmen. Auf dieser Wanderung begegnen uns ein paar schöne Felsformationen. Obwohl ein markierter Weg vom Zigeunerwinkel im Weißbachtal hinauf zum Pfaffenstein (Popova skala) führt, scheint der Pfad wenig begangen bzw. bekannt zu sein. Nach dem ersten Anstieg erreicht man am Hahnenberg (Lipový vrch), auch als Lindenberg bezeichnet, einen alten Steinbruch. Linkerhand führt ein kleiner Stichweg zu den beeindruckenden Felswänden, aus denen früher der Stein gebrochen wurde. Ein Stück des Weges aufwärts weiter befindet sich auf der rechten Seite eine ungesicherte Felsgruppe, zu welcher ein vorsichtiges Aufkraxeln lohnt. Von hier ergibt sich ein schöner Blick auf die Felsen des Weißbachtales und hinüber zum Hochwald. 

Steil geht es weiter bergauf. Vom Plateau oberhalb des Steinbruchs bietet sich ein weiter Blick über Grottau (Hradek) und Gickelsberg (Výhledy) hin zu den Kämmen des Isergebirges (Jizerské hory). Weiter geht es hinauf zum Spitzberg (Sedlecký Špičák) und endlich zum Pfaffenstein. Der Bergverein Lückendorf veranlasste 1907 die Erschließung des Gipfelfelsens. Über eine Leiter ist die Aussichtsplattform auf dem Felsen zu erklimmen. Unter den vielen herrlichen Aussichtspunkten des Lausitzer Gebirges darf sie sich zu den schönsten ihrer Art zählen. 

Auf dem weiteren Weg nach Finkendorf treffen wir auf den Sächsisch-Böhmischen Kammweg, ein 'tolles' touristisches Projekt, welches sich einer Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung erfreute. Die Trasse, die hier durch den Wald gehauen wurde, lässt darauf schließen, dass das Geld, welches zur Verfügung stand, unbedingt bis auf den letzten Euro ausgegeben werden musste. Es stellt sich die Frage, ob der Gewährträger des Projekts auch einmal prüft, für welchen Frevel er das Geld ausgegeben hat.

Wenn man zu dieser Jahreszeit Glück hat, kann man in Finkendorf in einer der ansässigen Gaststätten einen Imbiss einnehmen. Auf dem Rückweg treffen wir nach Verlassen des Dorfes auf eine uns bis dahin unbekannte Felsgruppe, die Finkendorfer Steine. Sie erinnern an die bekannten und weithin sichtbaren Elefantensteine bei Pankraz (Jitrava), nur dass sie vollständig von Wald umgeben sind. Im Fels finden sich ausgewaschene Tritte, die dem geübten Kletterer einen schnellen Aufstieg ermöglichen. Uns ist keine Wanderkarte bekannt, in welcher diese Felsen bezeichnet sind. Nur in der Datenbank 'Sandsteinklettern' findet sich ein Hinweis.

Wissenswert ist noch, dass einst am Hahnenberg eine Gastwirtschaft stand, die Hahnenberg- oder Volkertbaude. Sie wurde nach dem Krieg abgerissen. Auch am Pfaffenstein gab es früher eine Schutzhütte, die nach ihrem Erbauer benannte Hugo-Hütte. Sie ereilte das gleiche Schicksal, wie zahlreiche weitere Bergbauden oder Schutzhütten im Lausitzer Gebirge, die Ende des 19. - Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, um die touristische Attraktivität der Gegend zu heben. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit soll an dieser Stelle an diese Objekte (auf böhmischer Seite, ohne Gaststätten in den Gemeinden) erinnert werden.

Noch vorhandene und bewirtschaftete Bauden (Jahr der Erbauung)

Baude auf dem Tollenstein (Tolštejn) (1865)
Baude auf dem Tannenberg (Jedlova) (1891)
Baude auf dem Rauchberg (Dymník) (1895)
Baude auf dem Wolfsberg (Vlčí hora) (1888)
Baude auf den Bürgsteiner Felsen (Wavchsteinbaude, 1933 - 1980; in den letzten Jahren neu errichtet) 

Verschwundene Bauden und Schutzhütten (Jahr der Erbauung /- des Untergangs)

Die schmerzlichsten Verluste sind durch Vernichtung folgender Einrichtungen entstanden

Lauschebaude (1823 - 1946)
Böhmische Baude auf dem Hochwald (1853-1950)
Bergwarte Rabenstein bei Niederlichtenwald (Dolní Světlá) (1887 – 50-er Jahre)
Volkertbaude (o.g.) (? - nach 1945)

Weitere Bauden und Schutzhütten

Schutzhütte mit Restauration auf dem Ottenberg (Větrný vrch) (1891 - 
1914 versetzt auf den Mittenberg/Střední vrch) (1914 - ?)
Sommerrestaurant auf dem Kaltenberg (Studenec) (1893 – 50-er Jahre)
Schutzhütte an der Nolde (Jehla) (1885 - ?)
Gaststätte auf dem Elisberg (Kunratický vrch) (?)
Herdsteinbaude bei Preschkau (Herdstein) (30-ger Jahre - ?)
Schutzhütte auf dem Schäferberg (Ovčácký vrch) bei Preschkau (Prysk) (1903 - ?)
Gaststätte auf dem Steinschönauer Berg (Šenovský vrch) (20-er Jahre – 1945)
Gaststätte auf dem Bildstein (Obrázek) bei Parchen (Prácheň) (1884 – ca. 1909)
Kühlbergbaude (Vyhlídka) bei Parchen (Ersatz für Bildsteinbaude) (1910-1979)
Gaststätte auf der Scheibenwarte bei Meistersdorf (Mistrovice) (1903-1907)
Schutzhütte auf der Finkenkoppe (Pěnkavčí vrch) (1909 - ?)
Windschänke (Jítravské sedlo) bei Pankraz (Jítrava) (? - ca. 1950)
Gaststätte 'Zum Nordpol' am Schmiedeberg (Kovářský vrch) (ca. 1866-1945)
Hugo-Hütte auf dem Pfaffenstein (o.g.) (1905 - 1945)
Restauration an der Schillerwarte am Grünberg (Zelený vrch) (1894 - 1945)
Schweizerhaus auf dem Grünberg (? - 1945)
Schutzhütte auf dem Kleis (Klíč) (1850 - 1938)
Schutzhütte/Restauration auf dem Langenauer Berg (Skalický vrch) (1896 - 1945)
Schutzhütte auf dem Irigtberg (Spravedlnost) (1886-1945)
Gaststätte zum Johannisstein (Janske kamen) (1880 - 1968, Sanierung ab 2001, heute private Villa)

Jäckelbaude an der Moiselkuppe
Wirtschaft auf dem Gickelsberg
Böhmische Mühle im hinteren Khaa-Tal
Kirnitzschänke vor den Rabensteinen in Hinterdittersbach
Grundmühle bei Hohenleipe
Gasthof mit Aussichtsturm auf dem Rosenberg
Baude am Roll

Die Angaben zu den Bauden / Schutzhütten finden sich auf der Website Lausitzer Gebirge, dgl. die dem Bildteil beliegenden alten Ansichten.


Steinbruch am Hahnenberg








Blick vom Hahnenberg zum Hochwald und den Felsen des Weißbachtals


Der Pfaffenstein


Aussichten vom Pfaffenstein




Die Finkendorfer Steine





Verwitterungsformen des Sandsteins im Weißbachtales






Hahnenbergwarte


Böhmische und Sächsische Baude auf dem Hochwald


Lauschebaude


Rabensteinwarte    


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