Donnerstag, 23. Oktober 2014

Die Sonne - ein Stern im Detail (3) - Chromosphäre und Protuberanzen






Mein Vorlesungsmanuskript "Sterne (25)" können Sie über folgenden Link als PDF-Datei herunterladen:

Sterne



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wanderung um Sukorad (Daubaer Schweiz, Nordböhmen)

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Sukorad (Sukorady) ist ein unscheinbarer Ort am westlichen Rand der Daubaer Schweiz. Wie kommt man auf die Idee, sich eine Wanderung in dieser abgelegenen und kaum bekannten Gegend auszudenken? Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Alle Hinweise, die uns der Heimatforscher Amand Paudler bisher in seinen Schriften hinterlassen hat, waren treffliche Empfehlungen für das Kennenlernen der schönen nordböhmischen Landschaft. Also verlassen wir uns auch heute auf seinen Rat und machen uns auf in Richtung Daubaer Schweiz. Der kürzeste Weg führt über den Schöber-Pass und was sehen wir da? Über der Böhmische Landschaft liegt eine gemeine Dunstglocke, die jegliche Erwartung auf das, was wir zu sehen erhoffen, ersterben lässt. Und dabei bleibt es auch. Jedoch, an Unternehmungslust mangelt es nicht und so wird die Wanderung eine reine sportliche Aufgabe. Außerdem haben wir ja noch Paudlers Beschreibung im Kopf und malen uns aus, was wir hätten alles sehen können :

'Auffällig ist es, dass die Nußbäume im Sukorader Thale gewöhnlich erfrieren, während auf der Anhöhe gegen Strachel fünf schöne, alte Nußbäume wohl gedeihen. Auf dieser Anhöhe genießt man auch eine schöne Aussicht in die Gegend von Lewin, Liebeschitz und Leitmeritz. Man sieht hier den Wilsch, den Ron, den Geltsch, den Langeberg, den Milleschauer, den Radobyl, den Kelchberg, die Hasenburg und den Georgsberg. Namentlich die Gegend von Lewin und Ploschkowitz sowie die Geltschförsterei, an welche sich für mich schon von früher her die angenehmsten Erinnerungen knüpfen, war während meiner Anwesenheit überaus schön aus- und wahrzunehmen. … Wenn wir dagegen die Ostseite des Waldes zwischen Sukorad und Strachel aufsuchen, so sahen wir abermals ein sehr schönes Landschaftsbild vor uns. Wir erblicken rechts den Ratschkamm, die Nedoweska, den Beschkaben und im Hintergrunde den Bösig, dann die Bornay und andere Berge bei Hirschberg, ferner Binay und im Hintergrunde den Jeschken, den Hochwald, auch die Berge bei Podlitz und die Mückenhaner Höhen, weiterhin die Felskuppen nächst der Tschapkeule, welche sich bis zum Wilsch hinziehen. Den Mittelpunkt der Landschaft bildet der Eichberg bei Dauba, hinter demselben rechts die Ruine Altperstein und links der Maschwitzer Berg. Ganz im Vordergrunde aber, jedoch ein wenig weiter links, leuchtet die Kirche von Tuhan in bevorzugter Lage zu uns herüber. So genießen wir von der Ost- und Westseite des Waldes zusammen beinahe ein vollständiges Rundbild, und überblicken die Berge und Höhen von der Saazer Gegend im Westen bis im Osten zu den Kuppen des Isergebirges, oder bei reiner Luft wohl auch noch weiter.'

Nichts, gar nichts davon haben wir gesehen, nur die Silhouette des Ortes Zebus (Chcebuz) mit seiner mächtigen Kirche zeichnet sich interessant am Horizont ab und in Schnedowitz (Snědovice) sei das sehr gut sanierte Schloss erwähnt, welches allerdings nicht zu besichtigen ist, da es als Heim für Körperbehinderte dient. Die gesamte Infrastruktur der Gegend hat Nachholbedarf und so scheint die schöne Landschaft touristisch wenig frequentiert zu sein. Leider ist das schöne Schloss von Sukorad, welches von Paudler beschrieben wird und zu welchem früher ein schöner Ziergarten gehörte, nur noch ein Schatten seiner selbst. Es hätte Besseres verdient.

Das Gebiet gehört zur Region Wegstädtl (Štětí), über welche man sich auf einer speziellen Internetseite informieren kann.




Landschaft bei Strachel (Strachaly) und Aujezd (Ujezd)







Zebus



Neben dem Schloss gibt es in Schnedowitz noch einige interessante Fachwerkhäuser



Schloss Schnedowitz



(Fremdaufnahme Website Wegstädtl)


Landschaft um Sukorad



Alte Ortsansicht von Sukorad


Schloss Sukorad (Fremdaufnahme Website Wegstädtl)


Schnappschuss von Schloss Kokorin auf dem Weg nach Hause

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Pusteblumen im Herbst: Der Wiesen-Bocksbart

Ein Gastbeitrag von Werner Schorisch, Zittau

Eine "Echte" Pusteblume und eine (unten) "Große" Pusteblume - der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)...


Aufgenommen in den letzten "Goldenen Herbsttagen" des Jahres 2014 am Olbersdorfer See bei Zittau / OL.



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Montag, 20. Oktober 2014

Vögel auf dem Gickelsberg...

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersadorf

Möchte man die einheimischen Vögel kennenlernen, lohnt sich eine kleine Wanderung auf den Gickelsberg oberhalb von Ober-Wittig bzw. Lichtenberg. Denn seit kurzer Zeit krönt diesen Hügel im Vorland des Isergebirges eine Aussichtsplattform, die vorige Woche am Sonnabend (18.10.2014) eingeweiht wurde. Und genau oben findet man eine mehrsprachige Tafel, auf der eine ganze Anzahl von Vögeln in Bild vorgestellt werden, die man zumindest theoretisch von hier aus beobachten kann. 


Ein Radweg führt von Kohlige kommend hier vorbei. Ansonsten empfiehlt sich der bequeme Aufstieg von Ober-Wittig aus, wobei deren Kirche ein guter Ausgangspunkt ist. Dort bietet sich auch eine Parkmöglichkeit - wenn man die etwas verstecke Auffahrt von der Dorfstraße her findet...


Blick zum Kahlen Berg und zur "Wotansburg" (Strohütten rechts am Hügelrand)



Dort, wo vor 70 Jahren noch freie Sicht auf das Lausitzer Gebirge war, zieht sich heute ein lichtes Birkenwäldchen hin.


Von der ehemaligen Gaststätte sind nur noch die Grundmauern übrig geblieben.


Und hier lugt schon die neue Aussichtsplattform hinter den Bäumen hervor.


Sie ist über die Basaltsäulen der Gipfelklippen errichtet...


Am Tag der offiziellen Eröffnung war viel los auf dem Berg...




Die beste Sicht hat man Richtung Jeschken. In die andere Richtungen stören die Bäume...


Die Kirche von Ober-Wittig.


Die beste Sicht hat man auf der Südseite - hier in Richtung Lausitzer und Zittauer Gebirge.


Auf dem Gickelsberg hat sich, ähnlich wie auf dem Schanzberg bei Oberseifersdorf, der Trigonometrische Punkt von 1864 wie durch ein Wunder erhalten.


Das ist der eigentlich ideale Aussichtspunkt...


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Panorama Obermarkt von Freiberg / Erzgebirge

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf

"Groß" - Bild anklicken...

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Sonntag, 19. Oktober 2014

Brombeerspinner-Raupen

Ein Gastbeitrag von Werner Schorisch, Zittau

Jetzt im Frühherbst kann man in manchen Jahren Brombeerspinner-Raupen (Macrothylacia rubi) in großer Zahl auf grasigen Flächen (wie hier am Olbersdorfer See bei Zittau) oder auf Waldlichtungen finden. Die ziemlich großen stark behaarten Raupen ringeln sich sofort ein, wenn man versucht sie anzufassen. Und dabei ist Obacht angesagt, denn die feinen Härchen picksen sich in der Haut fest und können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Das ist aber auch noch lange kein Grund, auf solch eine Raupe draufzulatschen. Ihre Überlebenschancen für den Winter sind eh schlecht. Man rechnet, das nur ungefähr 10% die kalte Jahreszeit überleben werden. Schuld ist dabei weniger die Kälte als ein Pilz, der der Raupe den garaus macht. Den männlichen Falter kann man dann tagsüber (besonders am späten Nachmittag) ab Mitte Mai beobachten, wie er im rasanten Flug die im frischen Grün versteckten Weibchen sucht...






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Samstag, 18. Oktober 2014

Hirschlausfliege


Ob man nun im Herbst Pilze suchen geht oder nur profan durch den Wald irrt - die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, daß man von einer, oder zwei, oder drei ... Hirschlausfliegen (Lipoptena cervi) angefallen wird. Man bemerkt sie zumeist erst zu Hause, wenn man mit der Hand durch das Haupthaar (soweit vorhanden) streicht und dabei diese nicht gerade hübschen Tierchen (bei denen es sich um Fliegen handelt) ertastet. Sie sind dann meistens schon flügellos, denn sie werfen sie ab, sobald sie einen neuen "Wirt" - der gewöhnlich ein Hirsch, aber auch eine Wildsau oder ein Fuchs sein kann - erkannt haben. Im beschriebenen Fall wären sie dann aber einen Irrtum aufgesessen... Pech gehabt, kann man da nur sagen. Auch sollen sie Menschenblut (im Gegensatz zu der bei uns nicht heimischen Vampirfledermaus) nicht vertragen...



Mit diesen Krallen krallt sie sich am Fell oder an den Haaren fest...


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