Sonntag, 23. November 2014

Nordböhmische Unterwelten: Riedels Höhle in Nieder-Preschkau


Dort ist er, der Eingang zu Riedels Sandsteinhöhle. Eigentlich nicht zu verfehlen, wenn man weiß, wo sie ist... (am Nordhang des Schieferberges in Nieder-Preschkau unweit von Steinschönau mit dem Herrenhausfelsen).


Ernst Riedel, ein hiesiger Glasschleifer, wollte sich 1928 ein zweites Standbein schaffen, in dem er begann. an dieser Stelle Schleifsand aus dem lockeren Sandstein zu gewinnen. Da neben Schleifsand auch Bausand benötigt wurde, wuchs die Höhle schnell an und erreichte zum Zeitpunkt ihrer Aufgabe (1940) immerhin eine Tiefe von über 50 Meter. 


Seit einigen Jahren ist sie jedoch verschlossen und das mit einem nachvollziehbaren Grund: In ihr überwintern in großer Zahl verschiedene Fledermausarten, die aufgrund des Fehlens von Windkraftanlagen in der Nähe ein für sie recht hohes Alter erreichen, wie Beringungen zeigen...



Ach so, an der Dorfstraße unweit des Kruzifix auf diesen Wegweiser achten (unten) - und dann immer weiter den (Schiefer-) Berg hinauf...


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Freitag, 21. November 2014

Trip durch die Unterwelt hinter Brims in Nordböhmen


Wenn man von Zittau aus über Lückendorf ins Böhmische radelt, und dann immer weiter geradeaus durch Deutsch Gabel fährt, bis man über Groß Grünau irgendwann in Brims ankommt um dort gleich hinter der Kirche auf der Straße nach Reichstadt rechts abzubiegen mit dem Ziel, noch ein paar Kilometer weiter an der Felsenkapelle vorbeikommend das Tal des Zwittebaches zu erreichen, dann gelangt man etwas abseits der Straße nach Lindenau zu einem nicht gerade sonderlich großem Loch im Erdboden ...


Dort lohnt es sich - wenn man es sich traut - mal reinzukriechen...



Ohne Blitzlicht und ohne Taschenlampe sieht es darin so aus...


andernfalls so...


Es gibt auch enge Abzweigungen...




Aber so nach 250 m lichtet sich der Gang zu einer großen Halle mit Blick in die freie Natur...


Sie fragen sich jetzt vielleicht, für was dieser dunkle Gang einmal gut war. Ich weiß es. Sie können mich also fragen ...

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Donnerstag, 20. November 2014

Laufenten am Burgteich in Zittau / OL.

Ein Gastbeitrag von Werner Schorisch, Zittau

Seit einiger Zeit halten sich zwei Laufenten unter den Stockenten (genauer gesagt, es sind spezielle Stockenten) am Zittauer Burgteich auf. Sie sind sicherlich irgendwo aus der Gefangenschaft entwichen und lassen es sich hier gutgehen. Wie der Name schon sagt, können sie gut laufen, aber dafür kaum fliegen. Sie stammen ursprünglich aus Indien, von wo sie weder zugelaufen noch zugeflogen sind. Sie gelangten auf Schiffen nach England, wo man sie als Nutzvogelrasse gezüchtet hat.




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Mittwoch, 19. November 2014

Wanderung durch den Herbstwald des Isergebirges

Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Herbst, das sind die Tage, in denen das warme Licht der Sonne die dahinwelkenden Laubwälder mit einer kräftigen Farbenpracht erfüllt, aber es sind auch die Tage des Nebels, des Regens und des Sturms, der das Laub von den Bäumen zerrt. Ist es ein Glück oder Unglück, wenn man die sonnigen und farblosen Seiten dieser Jahreszeit am gleichen Tag erlebt? Herbstzeit ist für den Wanderer vor allem Isergebirgszeit, wenn an den Nordhängen ein besonderes Schauspiel zu erleben ist. Entlang des schroffen Nordhanges des Isergebirge erstreckt sich das Naturschutzgebiet Jizerskohorské bučiny. Geschützt werden die Buchenbestände, welche ihren Lebensraum mit bizarren Granitfelsen teilen. Im Nordwesten zwischen Saustirn (Svinskě čelo) und Spitzberg (Oldřichovský Špičák) findet man den größten zusammenhängenden Buchenbestand des Reservats, darin die moosbedeckten Steinriesen, die an den Lehnen von Mittagsberg (Poledník), Grubberg (Stržový vrch) und Nesselberg (Kopřivník) aus dem Wald emporragen. Im übrigen verbinden sich mit diesen Felsen auch die Anfänge des Bergsteigens im Isergebirge. 

Daher war auch Rudolf Kauschka hier gerne zugegen. 'Vorberge' nannte er diese Gefilde und beschreibt sie mit leidenschaftlichen Worten

'Hier auf diesen felsenreichen Kuppen, an diesen steilen Lehnen stehen weite Laubwälder, so hoch und prächtig wie nirgend sonst in den Iserbergen, viele Quellen rinnen nach Norden zu Tale und die zahllosen Felsen, die in tausenderlei Formen auf dem Waldboden lagern, leuchten mit ihren frischen Moospolstern oft viel lebhafter als der grüne Himmel der Laubkronen. Da blitzen zwischen silbergrauen Buchenstämmen schlohweiße Birken, nachtschwarze Tannenwipfeln spittern das grüne Laubdach und auf verwitternden Felsen surren die Lüfte in den breitgespannten Armen der Föhren.

Wenn im frühen Oktober das große Sterben beginnt, dann ist nichts schöner als hier auf harten, hocherhobenen Zinnen zu ruhen und zu staunen über die ohne Maßen lodernde Herrlichkeit. Und wenn im Mai der Wald sich neu bekränzt, dann baden sich die Lungen im köstlichen Atem des junggrünen Laubes, der um die starren Felsen wogt. Und darum wandern und Klettern wir Bergsteiger am liebsten in diesen Jahreszeiten in den Hemmricher Bergen.'

Wegen dieser 'lodernden Herrlichkeit' haben wir uns an einem durchwachsenen Herbsttag auf den Weg zu den Hemmricher Bergen gemacht. Den direkten Pfad von Buschullersdorf (Oldřichov) zur Weißen Küche (Bílá kuchyně) haben wir verfehlt, so bleibt uns nichts anderes übrig, als einen langweiligen Forstweg dahin zu nehmen. Am Fuß des Mittagsberges (Poledník) treten wir in den Buchenhain ein und erleben die Farbspiele der herbstlichen Natur. Für einen Moment kommt die Sonne heraus und die Welt ist in bester Ordnung. Doch schon kurz darauf fängt es in Strömen zu regnen an. Trotzdem entscheiden wir uns am Hemmrichsattel (Oldřichovské sedlo) noch für den weiteren Aufstieg zum Grubberg. Aus dem Nebel, der jetzt aufgezogen ist, treten die Felsen gespenstisch hervor. Eine halbe Stunde später an der Felsenburg (Skalní hrad) löst sich der Nebel wieder auf. Blauer Himmel und Fernsicht versöhnen uns wieder mit dem zeitweilig tristen Herbsttag.

Spätherbst


Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün, 
Reseden und Astern im Verblühn, 
Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht, 
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.
Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht – 
Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt! 
Banne die Sorge, genieße, was frommt, 
Eh Stille, Schnee und Winter kommt.

(Theodor Fontane) 


Spritzenhaus der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr in Buschullersdorf


Blick über Buschullersdorf hinüber zum Spitzberg


Herbstlicher Buchenwald und Felsen am Mittagsberg











Stilles Leben = Stillleben im Walde


Felsen an Nessel- und Grubberg



Im Nebel


Gorillakopf imNebel







Blick von der Felsenburg zum Spitzberg


Endlich schönes Wetter zum Feierabend



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Montag, 17. November 2014

Pilze: Judasohr (เห็ดหูหนู)


Dort, wo an feuchten Flußauen Holunderbüsche wuchern, kann man selbst an nicht zu kalten Wintertagen "Judasohren" (Auricularia spec.) ernten. Dieser nicht seltene gallertartige Pilz läßt sich leicht trocknen. Er paßt besonders in asiatische Gerichte (z.B. Suppen), wo er Shiitake-Pilze ersetzen kann. 





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