Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Auf dem nur 62 Meter hohen Schlossberg bei Burg im Spreewald steht
dieser Bismarckturm. Er ist einer von 173 heute noch auf dem Gebiet der
Bundesrepublik Deutschland erhaltenen gebliebenen Bismarcktürmen.
Von der Autobahn A15 (= E36) nimmt man die Abfahrt 3 (Vetschau).
Vom Bahnhof Vetschau aus fährt man 6,4 Kilometer auf der L54 bis Burg, danach 2,6 Kilometer auf der L51 (Hauptstraße + Byhleguhrer Straße) durch Burg bis zum Parkplatz gegenüber der Bismarckschänke.
Adresse vom Parkplatz: Schmogrower Straße 1, 03096 Burg-Dorf
GPS: 51°50'43"N, 14°9'22"E
Vom Bahnhof Vetschau aus fährt man 6,4 Kilometer auf der L54 bis Burg, danach 2,6 Kilometer auf der L51 (Hauptstraße + Byhleguhrer Straße) durch Burg bis zum Parkplatz gegenüber der Bismarckschänke.
Adresse vom Parkplatz: Schmogrower Straße 1, 03096 Burg-Dorf
GPS: 51°50'43"N, 14°9'22"E
Der Text vom Faltblatt
Bismarckturm Das Wahrzeichen von Burg (Spreewald)
Ist im Folgenden fett+kursiv dargestellt:
Bismarckturm Das Wahrzeichen von Burg (Spreewald)
Ist im Folgenden fett+kursiv dargestellt:
Der Bismarckturm wurde auf dem Schlossberg - einer vor-
und frühgeschichtlichen Siedlungsstätte - errichtet. Die Burganlage
Schlossberg stellt nach gegenwärtigen Kenntnissen die größte und
bedeutendste Befestigung der Lausitzer Kultur dar.
Der Aussichtsturm wurde von 1915-1917 erbaut. Ursprünglich war die Einweihung des Turmes schon für 1915 geplant, wurde aber durch den 1. Weltkrieg verhindert. Er wurde zwei Jahre später, am 02. September 1917, zu Ehren des 1. Deutschen Reichskanzlers, Otto von Bismarck, eröffnet und nach ihm benannt.
Der Turm wurde vom Architekten Hauke nach Plänen und unter Leitung des Berliner Professors Möhring erbaut. Der 27 m hohe Turm wurde auf einem 1 m hohen quadratischen Sockel errichtet. Er ist von einer Pfeilerhalle umgeben.
Alte Postkarte um 1920
Der Aussichtsturm wurde von 1915-1917 erbaut. Ursprünglich war die Einweihung des Turmes schon für 1915 geplant, wurde aber durch den 1. Weltkrieg verhindert. Er wurde zwei Jahre später, am 02. September 1917, zu Ehren des 1. Deutschen Reichskanzlers, Otto von Bismarck, eröffnet und nach ihm benannt.
Der Turm wurde vom Architekten Hauke nach Plänen und unter Leitung des Berliner Professors Möhring erbaut. Der 27 m hohe Turm wurde auf einem 1 m hohen quadratischen Sockel errichtet. Er ist von einer Pfeilerhalle umgeben.
Alte Postkarte um 1920
Dem Turm sind 2 Freitreppen vorgelagert. Diese führen
auf das schmiedeeiserne Eingangstor. Im Innenbereich befindet sich ein
achteckiger, kuppelüberdachter Mittelraum, der sich in seinen 4
Hauptachsen apsidenartig öffnet. Die Gedenkhalle wird durch eine
Halbkreisnische abgeschlossen. Eingangsbereich und Mittelraum werden vom
Grün großformatiger Majolikaplatten dominiert. Dazu bildet die reich
ornamentierte Umrahmung der Nische mit blauem Grundton und kräftigem
Gelb einen farblichen Kontrast. Die Inschrift des Granitsockels wurde
vermutlich nach 1945 vollständig unleserlich gemacht, so dass heute eine
schlichte Tafel mit gleich lautendem Text vor den Sockel gestellt
wurde. Im hinteren Teil des Turmkörpers sind links und rechts steinerne
Wendeltreppen mit 111 Stufen untergebracht, die zu den beiden
Plattformen führen. Es schließen sich 26 Eisenstufen an, die das Begehen
der achtseitigen Feuerpfanne ermöglichen. Von dort hat man einen
herrlichen Ausblick in die Spreewaldlandschaft.
Alte Postkarte um 1920
Alte Postkarte um 1920
Der Turm wurde 1950 anlässlich des Deutschlandtreffens
der Jugend in „Jugendturm" umbenannt. Am 03. Oktober 1990 erhielt der
Turm seinen ursprünglichen Namen „Bismarckturm" wieder. Er ist einer von
236 Bismarcktürmen und -säulen, die in der Zeit zwischen 1869 bis 1933
gebaut wurden. Bis 1970 durchquerte die Spreewaldbahn den Schlossberg
und wurde vom Bismarckturm begrüßt.
Heute ist der Bismarckturm als Wahrzeichen des Kurortes Burg (Spreewald) ein beliebtes Ausflugsziel und Austragungsort außergewöhnlicher Veranstaltungen.
Alte Postkarte um 1927
Heute ist der Bismarckturm als Wahrzeichen des Kurortes Burg (Spreewald) ein beliebtes Ausflugsziel und Austragungsort außergewöhnlicher Veranstaltungen.
Alte Postkarte um 1927
Der Bismarckturm im Jahr 2025
Über zwei vorgelagerte Freitreppen mit 7 und 6 Stufen gelangt man zur Eingangshalle.
Darüber befinden sich in 5 und 21 Metern Höhe zwei Aussichtsplattformen. Der 26 Meter hohe begehbare Turmkopf trug früher die Feuerschale.
Über zwei vorgelagerte Freitreppen mit 7 und 6 Stufen gelangt man zur Eingangshalle.
Darüber befinden sich in 5 und 21 Metern Höhe zwei Aussichtsplattformen. Der 26 Meter hohe begehbare Turmkopf trug früher die Feuerschale.
Die Eingangs- und Gedenkhalle wird von 28 Säulen umgeben.
Der Turm besteht aus 1,5 Millionen roten Klinkersteinen aus der Calauer Ottilienhütte.
Die Gesamtkosten für den Turmbau einschließlich Honorar für den Architekten Hermann Hauke betrugen damals 70.000 Mark.
Der Turm besteht aus 1,5 Millionen roten Klinkersteinen aus der Calauer Ottilienhütte.
Die Gesamtkosten für den Turmbau einschließlich Honorar für den Architekten Hermann Hauke betrugen damals 70.000 Mark.
Das Rundbogenportal mit einer schmiedeeisernen Gittertür
Die Wände der Eingangshalle sind mit glatten grünen Majolikaplatten
aus Meißen ausgekleidet. Eintrittskarte, Infomaterial und Souvenirs
können hier erworben werden.
Die Eintrittskarte
Die Nische gegenüber vom Haupteingang (Nordostseite) mit der eisernen Bismarck-Büste von Hermann Hosaeus (Berlin)
Die nach 1945 unleserlich gemachte Inschrift wurde durch eine davorgestellte einfache Tafel mit gleichem Text ersetzt.
Über 26 Stufen gelangt man zur ersten Plattform.
Die vier Pfeiler des Turmes sind mit gewaltigen, etwa 10 Meter hohen Rundbögen verbunden.
Weitere 15 Stufen führen zu der kleineren Plattform zwischen den Eckpfeilern.
Weitere 15 Stufen führen zu der kleineren Plattform zwischen den Eckpfeilern.
Das Kreuzgewölbe von dieser Zwischenplattform aus gesehen
Blick von der mit Granit abgedeckten Brüstung zum Parkplatz
In den Säulen sind die Treppen (getrennt für Auf- und Abstieg) integriert.
Bis zur großen oberen Plattform sind es weitere 70 Stufen.
Im Innenraum dieser Ebene zeigt eine Ausstellung mit mehreren
Schautafeln die Geschichte des Bismarckturmes, das Wirken von Fürst Otto
von Bismarck und Deutschland unter Bismarck.
Der Umgang der oberen großen Besucherplattform in 21 Meter Höhe
Die größere Höhe ist beim Blick zum Parkplatz deutlich zu spüren.
Aber es geht ja noch höher!
Über diese eiserne Wendeltreppe mit 26 Stufen …
… und eine Steinstufe beim Austritt erreicht man die oberste achteckige Plattform.
Wo einst die Feuerschale stand wurde 1999 ein Glas-Stahl-Austritt errichtet. Dadurch erhöhte sich die Gesamthöhe des Turmes auf 28 Meter.
Wo einst die Feuerschale stand wurde 1999 ein Glas-Stahl-Austritt errichtet. Dadurch erhöhte sich die Gesamthöhe des Turmes auf 28 Meter.
Der Blick zum Parkplatz von ganz oben – mit der weißen Fahnenstange.
Die Aussicht bietet vor allem Wald, soweit das Auge blickt, im Herbst schöne Laubfärbung und als Zugabe den Schatten vom Turm.
Einzelheiten sind nur mit dem Fernrohr zu erkennen.
Vier Tafeln erklären, was man in den Haupthimmelsrichtungen erkennen kann.
Hinter dem Horizont: Das 55 Kilometer entfernte Kraftwerk Boxberg
Kraftwerk Schwarze Pumpe aus 37 Kilometer Entfernung
Evangelische Kirche Burg
Überreste vom stillgelegten Kraftwerk Vetschau
Der Fernmeldeturm Calau
Die Windkraftanlagen Märkische Heide - Biebersdorf und Neu Zauche
Der Marienberg (110 Meter) mit dem Sender Märkische Heide
Tropical Islands aus 35 Kilometer Entfernung
Das Kraftwerk Jänschwalde
Zwischen Windkraftanlagen: Der 20 Kilometer entfernte Aussichtsturm Teichland
138 Stufen abwärts
Der Bismarckturm bei Burg im Spreewald ist ein geschichtlich und
architektonisch interessantes Bauwerk mit weiter Aussicht. Ein Besuch
ist empfehlenswert.
Die WANSER CARD vom Turm – leider mit falscher Anzahl der Stufen










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