Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Der 435 Meter hohe Pfaffenstein ist einer der interessantesten
Tafelberge in der Sächsischen Schweiz. Hier befindet sich die Barbarine,
die bekannteste Felsnadel vom Elbsandsteingebirge.
Man gelangt auf der B 172 (Pirna – Bad Schandau) nach Königstein.
Am Kreisverkehr fährt man 2,3 Kilometer über die Bilatalstraße und
Cunnersdorfer Straße nach Pfaffendorf zum Parkpatz am Pfaffensteinweg.
GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
50°54'22"N, 14°04'55"E
Der rote Wanderweg führt zum Pfaffenstein.
GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
50°54'22"N, 14°04'55"E
Der rote Wanderweg führt zum Pfaffenstein.
Auf dem roten Wanderweg gelangt vom gebührenpflichtigen Parkplatz
man nach 350 Metern zum Waldrand (45 Höhenmeter in10 Minuten).
Hier muss man sich entscheiden:
Durch das Nadelöhr: 800 Meter mit 125 Höhenmetern in 30 Minuten oder
Bequemer Weg: 1,2 Kilometer mit 130 Höhenmetern in 35 Minuten
Durch das Nadelöhr: 800 Meter mit 125 Höhenmetern in 30 Minuten oder
Bequemer Weg: 1,2 Kilometer mit 130 Höhenmetern in 35 Minuten
Hier muss man sich entscheiden:
Durch das Nadelöhr: 800 Meter mit 125 Höhenmetern in 30 Minuten oder
Bequemer Weg: 1,2 Kilometer mit 130 Höhenmetern in 35 Minuten
Durch das Nadelöhr: 800 Meter mit 125 Höhenmetern in 30 Minuten oder
Bequemer Weg: 1,2 Kilometer mit 130 Höhenmetern in 35 Minuten
Der Plan von einer Info-Tafel (Bequemer Weg = Normalaufstieg)
Dabei hat man hervorragende Durchblicke zum Lilienstein (409 Meter).
Weiter oben führt der Aufstieg über Metalleitern …
… durch das Nadelöhr.
Durch Die Schlucht blickt man von oben auf Pfaffendorf.
Auf dem Plateau erreicht man nach 250 Metern den Pfaffensteinturm.
Der weitere Wanderweg führt an Aussichtspunkten vorbei …
… und über mehrere recht enge Treppen …
Nach 350 Metern zum Plateau am Keilerturm.
Der Weg zur Aussicht führt durch diese enge Felsspalte.
Und da steht sie: Die berühmte Barbarine!
Text von der Info-Tafel (fett + kursiv):
Daten zur Barbarine
1755. In der Königsteiner Chronik wird der Felsen unter dem Namen Jungfernstein im Zusammenhang mit folgender Sage genannt:
„Der Tradition nach aber ist die steinerne Jungfer das immerwährende Merkmal eines Strafgerichtes, nach welchem es geschehen seyn soll, daß eine Mutter ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sey währen der Kirche auf den Pfaffstein in die Heydelbeere gegangen, und als sie die Mutter daselbst angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünschet, daß sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder warne."
Alte Postkarte von 1898
Daten zur Barbarine
1755. In der Königsteiner Chronik wird der Felsen unter dem Namen Jungfernstein im Zusammenhang mit folgender Sage genannt:
„Der Tradition nach aber ist die steinerne Jungfer das immerwährende Merkmal eines Strafgerichtes, nach welchem es geschehen seyn soll, daß eine Mutter ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sey währen der Kirche auf den Pfaffstein in die Heydelbeere gegangen, und als sie die Mutter daselbst angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünschet, daß sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder warne."
Alte Postkarte von 1898
1826 Bezeichnung als „die hohe Berberine"
1905 Erste klettersportliche Besteigung der Felsnadel durch Rudolf Fehrmann und Oliver Perry-Smith.
Alte Postkarte von 1906
1905 Erste klettersportliche Besteigung der Felsnadel durch Rudolf Fehrmann und Oliver Perry-Smith.
Alte Postkarte von 1906
1924 Erste Begehung der besonders schweren Talseite durch den Schandauer Alfred Herrmann und Gefährten.
Alte Postkarte von 1912
Alte Postkarte von 1912
1944 Blitzeinschlag in den obersten Gipfelkopf
1946 Der drohende Absturz von Teilen des Gipfelkopfes hat erste Sicherungsarbeiten zur Folge.
Alte Postkarte von 1926
1946 Der drohende Absturz von Teilen des Gipfelkopfes hat erste Sicherungsarbeiten zur Folge.
Alte Postkarte von 1926
1964 Erneute Verwitterungsschäden bedingen wiederum Ausbesserungsarbeiten in den oberen Felsbereichen.
1975 Für die Barbarine wird ein Kletterverbot ausgesprochen.
1979 Umfassende Sanierung
Foto von der Info-Tafel
1975 Für die Barbarine wird ein Kletterverbot ausgesprochen.
1979 Umfassende Sanierung
Foto von der Info-Tafel
Der obere Teil der Barbarine 2025. Deutlich sind die Sicherungsmaßnahmen erkennbar.
Im Anhang finden Sie den Text auf der rechten Seite von der Info-Tafel:
Die Sanierung des geologischen Naturdenkmals
Die Sanierung des geologischen Naturdenkmals
Eine von mehreren „Zielmarken“ am Felsen
Die Aussicht beschränkt sich auf einen kleinen Sektor von Osten …
… bis nach Süden hinter dem rechten Felsen.
Der Tafelberg Gohrisch (448 Meter), rechts dahinter der Kleine Winterberg (500 Meter)
Vorderer Lasenstein (398 Meter), Mittlerer Lasenstein (383 Meter) und Hinterer Lasenstein (374 Meter),
links hinten der Große Winterberg (556 Meter)
links hinten der Große Winterberg (556 Meter)
Hinter dem Hinteren Lasenstein (374 Meter): Der Zirkelstein (385 Meter)
Kleiner Zschirnstein (473 Meter) und Großer Zschirnstein (562 Meter), links dahinter der Rosenberg (Růžovský vrch, 619 Meter)
Der Hohe Schneeberg (Děčínský Sněžník, 723 Meter)
Bei jedem Ausflug auf den Pfaffenstein (435 Meter) gehört ein
Besuch dieser kleinen Felsenaussicht als Pflichtprogramm dazu, auch wenn
nur einen kleinen Sektor einsehbar ist.
Der Hauptgrund dafür ist die Barbarine, das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.
Der Hauptgrund dafür ist die Barbarine, das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.
Die WANDER CARD von der Barbarine
Die Barbarine auf einer Sonderbriefmarke von 1966
Anhang:
Text von der Info-Tafel (rechte Seite):
Die Sanierung des geologischen Naturdenkmals
Natürliche Verwitterungsprozesse, insbesondere die Einwirkung
von Niederschlägen, Frost, Wind und Sonneneinstrahlung, Blitzeinschläge,
aus früheren Sanierungen herzuleitende technische Schäden sowie
mechanische Beeinträchtigungen im Zuge klettersportlicher Besteigungen
verursachten Zerstörungen und Gefügelockerungen in den obersten
Bereichen der von der Talseite her 42,7m hohen Felsnadel (Schartenhöhe
27,7 m), die ein Besteigungsverbot notwendig machten. Die drohende
Gefahr des Absturzes beträchtlicher Felsteile erforderte
Sicherungsmaßnahmen, für die der Rat des Kreises Pirna nach Konsultation
von Fachwissenschaftlern 1979 und in den folgenden Jahren umfangreiche
finanzielle Mittel zur Verfügung stellte. Die Durchführung der
vielbeachteten Sanierung lag in den Händen von Bergsteigern des DWBO der
DDR. Nach einer Untermauerung wurden in den oberen Gipfelkopf 350 Liter
Kieselsäureester aus der Produktion des VEB Chemiewerkes Nünchritz mit
dem Ziel eingeführt, eine Wiederverfestigung des lockeren Sandsteines
durch Ausscheidung eines Kieselsäuregels im Porenraum zu erreichen. Die
auf dem Gipfelkopf aus einem Gemisch von Epoxydkunstharz und Feinsand
aufgebrachte Kappe und eine Behandlung oberer Felsbereiche mit
wasserabstoßenden Silikonharzlösungen verhindern die für den Bestand der
Barbarine gefährliche wiederkehrende Durchfeuchtung. Injektionen und
Sprüharbeiten müssen in bestimmten Zeitabständen wiederholt werden, um
das Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges so lange wie möglich zu
erhalten. Das Kletterverbot an der Barbarine bleibt bestehen, um das mit
Beschluß des Rates des Bezirkes vom 13. 12. 1978 im
Landschaftspflegeplan für das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz
ausgewiesene geologische Naturdenkmal zu schützen und die Wirksamkeit
der steinkonservierenden Behandlungen nicht zu beeinträchtigen.











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