Montag, 27. Dezember 2021

Ein Blick zu den staubigen Plejaden...

Ein Gastbeitrag von Dr. Armin Matauschek




 

Der Aussichtsturm Dubezko (Dubecko)

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Östlich von Turnau (Turnov) befindet sich in der Nähe des kleinen Ortes Dubezko (Dubecko)  dieser 2002 eröffnete Aussichtsturm.


Von Turnau (Turnov) aus fährt man etwa 7 Kilometer auf der Straße Nr. 283 nach Osten. Am Beginn einer langgestreckten Linkskurve biegt rechts eine schmale Straße ab. Nach 800 Metern erreicht man Dubezko (Dubecko), wo man an der Kapelle parken kann.


Hier sollte man auf dieses Schild achten:
„Klice od Rozhledny“ = Schlüssel vom Aussichtsturm


Den erhält man bei Herrn Lejsk im Haus mit der Nummer 6.


Am Gartentor muss man sich mit  dieser Hupe bemerkbar machen.


Mit der Eintrittskarte erhält man den Schlüssel für den Turm.


Hier kann man Souvenirs und diese runde Panorama-Karte erwerben.


Auch für Erfrischung und einen Imbiss ist gesorgt.


Nach weiteren 200 Metern auf dem grünen Wanderweg erreicht man den gewaltigen 50 Meter hohen Turm.
Ursprünglich sollte hier nur ein Mobilfunksender gebaut werden.


Die Gemeinde erzwang aber noch während der Planung die Erweiterung des Projektes um Treppe und Plattform zu einem touristischen Aussichtsturm.


Der Turm mit  dem Mobilfunksender ist eingezäunt. Deshalb ist der Schlüssel für das Tor nötig.


176 Stufen führen nach oben.


Der Treppenaufgang windet sich mehrfach um den Mast herum.


Die Aussichtsplattform in 33 Meter Höhe ist erreicht.
Blick nach Osten


Aussicht nach Nordwesten


An die Ebene im Westen schließen sich nach Südwesten die Felsen vom Böhmischen Paradies (Cesky Raj) an.


Der Ausblick nach Süden
Der Turm bietet wirklich eine schöne 360-Grad Rundumsicht.


Der Kosakov (Kozakov, 744 Meter)


In der Mitte der Hamsteiner Berg (Hamstejnsky vrch, 610 Meter), links die Anhöhe der Klokotscher Felsen (Klokocske skaly)


An die Klokotscher Felsen (Klokocske skaly) schließen sich nach links der Falke (Sokol, 562 Meter), Kopainberg (Kopanina, 657 Meter), Bienertberg (Bienerthuv vrch, 614 m), Jaberlich (Javornik, 684 Meter) und schließlich der Jeschken (Jested, 1012 Meter) an


Aus der Ebene links vom Jeschken (Jested, 1012 Meter) ragen nur in der Mitte der Roll (Ralsko, 696 Meter) und links die Bösige (Bezdez) heraus.


Das langgestreckte Plateau vom Böhmischen Paradies (Cesky Raj)


Die Burg Trosky (514 Meter)


In der Mitte der Tabor-Berg (Tabor, 678 Meter)


Schließlich wieder links der Kosakov (Kozakov, 744 Meter), eine 360-Grad Runde ist abgeschlossen.


Noch einmal größer: Der Kosakov (Kozakov, 744 Meter), höchster Berg vom Böhmischen Paradies (Cesky Raj)


Die Wiese rechts neben dem Turm wird als Startplatz für Gleitschirmflieger genutzt.


Die Felsen der Burg Rothenstein (Hrad Rotstejn), rechts der Hamsteiner Berg (Hamstejnsky vrch, 610 Meter),
hinten
Schwarzbrunnkoppe (Cerna Studnice, 869 Meter) und Pustina (831 Meter)


Der Jeschken (Jested, 1012 Meter), rechts der Jaberlich (Javornik, 684 Meter), links der Hügel Mazova horka (569 Meter)


Der Gipfel vom Jeschken (Jested, 1012 Meter) mit dem 88 Meter hohen Turm


Hinter Turnau (Turnov): Der Roll (Ralsko, 696 Meter)


Auf dem Roll (Ralsko, 696 Meter) findet man die Ruine einer Burg.
Vorn glänzt die Kugel vom Wasserturm in
Wochrasenitz (Ohrazenice u Turnova).


Die Bösige (Bezdez, 604 bzw. 577 Meter) mit der gut erhaltenen Burg


Die Sandsteinfelsengebiet vom Böhmischen Paradies (Cesky Raj)
In der Mitte ist hinter dem Bergkamm gerade noch der Gipfel vom Mannsberg (Muzsky, 463 Meter) zu erkennen.


Die Burg Waldstein (Valdstejn)


Der Wiskersch-Hügel (Vysker 466 Meter)


Heißluftballon über dem Böhmischen Paradies (Cesky Raj)


Auf den Wiskersch-Hügel (Vysker 466 Meter) führt ein Kreuzweg


Der Kreuzweg führt zur Kapelle der Heiligen Anna.

Die Burg Trosky (514 Meter) mit Panna (Jungfrau) und Baba (Altes Weib)


Der 48 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Kosakov (Kozakov, 744 Meter)


Der Schatten vom Turm


Von der Aussichtsplattform führt diese Leiter noch 17 Meter höher zu den Antennenanlagen.


Abstieg


Hier geht es 33 Meter in die Tiefe.
Der Turm ist eingezäunt, das Tor soll stets abgeschlossen sein.


Der Aussichtsturm Dubezko (Dubecko) ist ein gelungenes Beispiel, wie ein Mobilfunkmast auch für touristische Zwecke genutzt werden kann. Die Höhe der Plattform garantiert auch in der Zukunft einen durch Baumwuchs ungestörten Rundumblick.


Die Touristische Visitenkarte


Automatische Übersetzung:


Dubezko 399 m
Gesamthöhe 50 m, 176 Stufen, Eröffnung 2002
Fernmeldeturm und Aussichtsturm mit Aussichtsplattform in 33 m Höhe

Sonntag, 19. Dezember 2021

Erinnerungen an La Palma (La Palma Revisited 2017) - bevor es vulkanisierte...

Neben der Aufführung des Corona-Dramas, 4. Akt, welche sich zur Zeit in Deutschland abspielt, bewegt mich gerade ein anderes Fiasko. Wer denkt z.B. an die Menschen auf La Palma, die nach dem Ausbruch des Vulkans Tajogaite, wie dieses neue Gebilde genannt wird, ihr Hab und Gut und ihre Perspektive verloren haben?

Am 19. September 2021 begann an der westlichen Seite der Vulkankette Cumbre Vieja die Erde zu beben. Hier vollzog sich die Geburtsstunde eines neuen Vulkans, der fast 3 Monate ein gleichermaßen atemberaubendes wie zerstörerisches Werk vollbrachte. Aus mehreren Schloten schossen die Feuerfontänen hervor und die flüssige Lava ergoss sich hinunter zum Meer, wo der Vulkan der Insel Zuwachs bescherte. Der Lavastrom überrollte alles, was sich ihm in den Weg stellte. So wurden derzeit etwa 3.000 Häuser vernichtet. Die Orte Todoque und La Laguna sind weitgehend zerstört, die Verkehrsverbindungen zum Südteil der Insel unterbrochen. Im Ortsteil El Pedregal befand sich die sehr individuelle Ferienanlage „La Plantacion“, in der wir jährlich ein paar schöne Wochen verbrachten. Mutmaßlich ist von dieser Bungalowanlage nichts mehr übrig geblieben.


Die Zone zwischen Todoque und La Laguna, die von den Lavaströmen betroffen ist, ist rot markiert

Das schöne benachbarte Städtchen Los Llanos de Aridane und der Küstenort Tazacorte sind glücklicherweise von der Katastrophe bisher verschont geblieben, abgesehen von den Aschemengen, die täglich von den Dächern und Straßen zu kehren sind. Derzeit scheint sich der Vulkan eine Ruhepause zu gönnen, vielleicht stellt er seine Aktivitäten auch ein, wer weiß das schon? Seit Wochen verfolge ich wehmütig die dramatischen Liveaufnahmen, welche eine Webcam zu bestimmten Tageszeiten liefert

https://www.skylinewebcams.com/de/webcam/espana/canarias/las-palmas/cumbre-vieja.html

Vulkanausbrüche sind in La Palma nichts Außergewöhnliches und die Seismologen haben schon lange befürchtet, dass sich ein derartiges Ereignis alsbald wiederholen könnte. Aber noch nie waren die Auswirkungen so verheerend, wie dies bei dem aktuellen Ausbruch eingetreten ist. Das hängt natürlich damit zusammen, dass zwischen dem großen Ausbruch des in der Nähe gelegenen Vulkans San Juan zwischen 1949 und heute eine massive Bebauung der Gegend betrieben wurde. Dies erklärt die umfangreichen Verluste an Bausubstanz, die jetzt zu beklagen sind, von den Bananenplantagen, die im Küstenbereich angelegt wurden, ganz zu schweigen. Um so mehr erstaunt es zu hören, dass verschiedene “Investoren“ sich bereits Gedanken über die künftige Bebauung dieser vulkanisch aktiven Zone machen. Das ist unglaublich, denn hier gilt: nach dem Vulkanausbruch ist vor dem (nächsten) Vulkanausbruch“, auch wenn Generationen dazwischen liegen mögen.

Hat sich die Natur nach Jahrzehnten (oder sollte man sagen, Jahrhunderten? erst einmal) ein wenig erholt, dann wird man wahrscheinlich auch um den neuen Vulkan eine atemberaubende Landschaft erleben können, so wie man es gerade von der Cumbre Vieja kennt. Bis dahin ist aber noch lange Zeit.

In den vergangenen Jahren wurden auf den Naturwunderseiten bereits mehrere Berichte über La Palma veröffentlicht (Man suche unter dem Menupunkt Björns Wandertipps, ganz unten). Zur Erinnerung möchte ich hier aus gegebenem Anlass noch ein paar Impressionen von unseren letzten Aufenthalten in den Jahren 2017 und 2018 (folgt) nachtragen.



Ein Stück nördlich vom Standpunkt des Betrachters sind die Lavamassen ins Meer geflossen

Der Yachthafen von Tazacorte blieb bislang verschont


Blick in die Caldera de Taburiente, einem der größten Vulkankrater der Welt

Impressionen von der Cumbre Vieja














In Puntagorda findet einer der beliebtesten Wochenmärkte von La Palma statt. Es ist ein beliebter Treff für Einheimische und Gäste der Insel




Von El Tablado hinunter nach La Fajana am Meer
























Abstieg auf dem Camino de El Palito zum Meer







Ein Erlebnis der Sonderklasse ist der Trödelmarkt in Los Llanos de Aridane. Man trifft hier Typen aus aller Herren Länder und bekommt kostenlos Livemusik vom Feinsten. Wäre er nicht schon 2013 verstorben, hätte ich wetten wollen, dass da J.J. Cale musiziert.



















Die legendären Fischlokale am Strand von El Remo






 

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