Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf
Der Görsdorfer Spitzberg (Sedlecký Spicak, 544 Meter) liegt im Lausitzer Gebirge (Lužické hory) nahe zum Zittauer Gebirge an der Grenze zu Deutschland.
Auf der Nordwestseite liegt der Hahnberg (Kohoutí vrch), eine felsige Anhöhe mit einer Höhe von 498 Metern.
Von dort bietet sich eine weite Aussicht.
Der günstigste Ausgangspunkt ist der Sportplatz von Spittelgrund (Dolní Sedlo). Über den grünen und später blauen Weg erreicht man das Ziel mit den GPS-Koordinaten
50°50'03"N, 14°48'31"E
Für die insgesamt 2 Kilometer mit 160 Höhenmetern sollte man 50 Minuten einplanen.
Anspruchsvoller ist die Tour ab Parkplatz am südlichen Ende von Hartau, einem Ortsteil der Stadt Zittau.
Von dort folgt man dem roten und grünen Wanderweg zum Grenzübergang, danach führt der blaue Wanderweg zum Ziel.
Für die 3 Kilometer lange Strecke sollte man etwa 70 Minuten einplanen, denn es sind 220 Höhenmeter zu überwinden.
Der Rastplatz am Sattel beim Pfaffenstein (Popova skála – sedlo)
Ab Spittelgrund (Dolní Sedlo) erreicht man auf dem grünen Weg nach 1,4 Kilometern diesen Rastplatz. Hier biegt man rechts auf den blau markierten Weg ab.
Er führt über den unspektakulären Gipfel vom Görsdorfer Spitzberg (Sedlecký Spicak, 544 Meter).
Die Aufforstung ist schon im Gange!
Nordwestlich ragt aus dem Gipfel des Spitzberges der Felskamm Hahnberg (Kohoutí vrch, 498 Meter) heraus.
Der feste verquarzte Sandstein wurde früher als Baumaterial genutzt.
Um den Hahnberg herum gab es bis vor etwa hundert Jahren mehrere Steinbrüche.
Das Wetter und der Zahn der Zeit haben dem Kasten vom Gipfelbuch stark zugesetzt.
Immerhin ist die deutsche Beschriftung noch zu lesen.
Die Aussicht beginnt nach Südwesten über den abgeholzten Waldflächen zum Hochwald (749 Meter).
Im Nordosten:
Kraftwerk mit Tagebau in Polen und die Stadt Grottau (Hrádek nad Nisou) in Tschechien
Jetzt größer:
Die Felskette mit den Kletterfelsen Mehlsack, Weißbachspitze und Straßbergturm – darüberr Falkenberg (Sokol, 562 Meter) und Limberg (Jezevčí vrch, 665 Meter)
Die Türme von Zittau:
Johanneum, Johanniskirche, Rathaus, Klosterkirche und Katholische Kirche
Übrigens stand früher am Nordhang vom Hahnberg (Kohoutí vrch, 498 Meter) ein Gasthaus, die Hahnbergbaude (oder auch Volkertbaude). Sie existierte noch bis einige Jahre nach 1945, dann wurde das beliebte Ausflugsziel leider beim Errichten von Sperrzonen entlang der Grenze abgerissen.
Was aber blieb, das ist die außergewöhnliche Aussicht von den Felsen auf dem Hahnberg (Kohoutí vrch, 498 Meter). Ein wirklich lohnendes Ziel für eine Wanderung.



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen