Mittwoch, 23. September 2026

Der Aussichtspunkt auf dem Hahnberg am Görsdorfer Spitzberg

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Der Görsdorfer Spitzberg (Sedlecký Spicak, 544 Meter) liegt im Lausitzer Gebirge (Lužické hory) nahe zum Zittauer Gebirge an der Grenze zu Deutschland.

Auf der Nordwestseite liegt der Hahnberg (Kohoutí vrch), eine felsige Anhöhe mit einer Höhe von 498 Metern.

Von dort bietet sich eine weite Aussicht.



Der günstigste Ausgangspunkt ist der Sportplatz von Spittelgrund (Dolní Sedlo). Über den grünen und später  blauen Weg erreicht man das Ziel mit den GPS-Koordinaten

50°50'03"N, 14°48'31"E

Für die insgesamt 2 Kilometer mit 160 Höhenmetern sollte man 50 Minuten einplanen.


Anspruchsvoller ist die Tour ab Parkplatz am südlichen Ende von Hartau, einem Ortsteil der Stadt Zittau.

Von dort folgt man dem roten und grünen Wanderweg zum Grenzübergang, danach führt der blaue Wanderweg zum Ziel.

Für die 3 Kilometer lange Strecke sollte man etwa 70 Minuten einplanen, denn es sind 220 Höhenmeter zu überwinden.

 


Der Rastplatz am Sattel beim Pfaffenstein (Popova skála – sedlo)

Ab Spittelgrund (Dolní Sedlo) erreicht man auf dem grünen Weg nach 1,4 Kilometern diesen Rastplatz. Hier biegt man rechts auf den blau markierten Weg ab.



Er führt über den unspektakulären Gipfel vom Görsdorfer Spitzberg (Sedlecký Spicak, 544 Meter).

 

Leider hat man von hier keine freie Sicht – auch durch viele durch den Borkenkäfer abgestorbene Bäume.


Die Aufforstung ist schon im Gange!

 


Nordwestlich ragt aus dem Gipfel des Spitzberges der Felskamm Hahnberg (Kohoutí vrch, 498 Meter) heraus.

Der feste verquarzte Sandstein wurde früher als Baumaterial genutzt.


Um den Hahnberg herum gab es bis vor etwa hundert Jahren mehrere Steinbrüche.

 


Das kleine 498 Meter hohe Gipfelplateau vom Hahnberg (Kohoutí vrch)


Das Wetter und der Zahn der Zeit haben dem Kasten vom Gipfelbuch stark zugesetzt.

Immerhin ist die deutsche Beschriftung noch zu lesen.



Die Aussicht beginnt nach Südwesten über den abgeholzten Waldflächen zum Hochwald (749 Meter).


Im Westen: Heideberg (549 Meter) und Töpfer (582 Meter)


Der Blick nach Nordwesten


Die Stadt Zittau im Norden


Im Nordosten:

Kraftwerk mit Tagebau in Polen und die Stadt Grottau (Hrádek nad Nisou) in Tschechien



Im Osten reicht der Blick bis zur Tafelfichte (Smrk, 1124 Meter) im Isergebirge (Jizerské hory).


Jetzt größer:

Die Felskette mit den Kletterfelsen Mehlsack, Weißbachspitze und Straßbergturm – darüberr Falkenberg (Sokol, 562 Meter) und Limberg (Jezevčí vrch, 665 Meter)


Baude und Aussichtsturm auf dem Hochwald (749 Meter), vorn die Felskette mit dem Böhmischen Horn und Weißbachzahn, rechts die Uhusteine


Die Uhusteine und der Thielknopf



Böhmische und Sächsische Dianawand


Der Aussichtsturm auf der Lausche (793 Meter)


Die Sandsteinfelsen am Töpfer (582 Meter) bei der Böhmischen Aussicht (575 Meter)


Der Rotstein (455 Meter) und die B178 neu und alt bei Oberseifersdorf


Die Landeskrone (419 Meter) bei Görlitz, davor der Knorrberg (379 Meter)


Die Türme von Zittau:

Johanneum, Johanniskirche, Rathaus, Klosterkirche und Katholische Kirche



Kraftwerk Türchau (Elektrownia Turów) mit dem Tagebau in Polen und der Kristýna-See bei Grottau (Hrádek nad Nisou) in Tschechien


Das Schloss Grafenstein (Hrad Grabštejn)


Übrigens stand früher am Nordhang vom Hahnberg (Kohoutí vrch, 498 Meter) ein Gasthaus, die Hahnbergbaude (oder auch Volkertbaude). Sie existierte noch bis einige Jahre nach 1945, dann wurde das beliebte Ausflugsziel leider beim Errichten von Sperrzonen entlang der Grenze abgerissen.



Was aber blieb, das ist die außergewöhnliche Aussicht von den Felsen auf dem Hahnberg (Kohoutí vrch, 498 Meter). Ein wirklich lohnendes Ziel für eine Wanderung.

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