Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz
Der
Schönauer Steinberg (Kamenny vrch u Křenova)
erhebt sich über Schönau (Křenov)
in der Daubaer Schweiz. Zum Gipfel des Steinbergs führt ein kurzer
Stichweg, den
man
bis zum
Hauptweg
zurückgehen
muss. Ähnlich
verhält
es sich mit dem nahe gelegenen Beškov-Wald
(Beškovský
les).
Aus diesem Grund haben wir bei früheren
Wanderungen auf einen Abstecher dorthin verzichtet. Diesmal
jedoch
rückte
das Gebiet in den Mittelpunkt unserer Tour. Als günstiger
Ausgangspunkt empfiehlt sich der Campingplatz in Dauba, wo
auch
Parkmöglichkeiten
vorhanden sind. Wir
wandern also zunächst
hinauf nach Herrndorf (Panská
Ves) und weiter bis an
den Fuß des Beschkabener Berges (Velký
beškovský vrch).
Hier verzweigt der Wege zum Schönauer Steinberg. Was erwartet uns
dort?
Der Naturlehrpfad wurde im April 2011 von der Verwaltung des Landschaftsschutzgebiets Kokořínsko–Máchův kraj angelegt und führt durch ein wildromantisches, 8 Hektar großes Reservat. Er führt über eine Länge von etwa 1,6 Kilometern mitten durch diese Wildnis. „Der Weg ist ein kleines Abenteuer für sich. Die Besonderheit des Waldes ist sein Nichteinmischungs-Regime. Seit über anderthalb Jahrzehnten greift der Mensch hier nicht mehr ein. Umgestürzte Bäume bleiben einfach liegen, vermodern langsam und bilden den Nährboden für neues Leben. Dadurch entwickelt der Wald allmählich wieder den urigen Charakter eines echten, mitteleuropäischen Urwaldes. Um aus der Schlucht wieder emporzusteigen, bezwingt man steile, direkt in den Fels und Hang geschlagene Treppen. Der Weg verlangt Trittsicherheit und ist ausschließlich Fußgängern vorbehalten“ (Internetrecherche)
Nach diesem Abenteuer ist bald der hübsche Weiler Beschkaben (Beškov) erreicht. Ein paar Häuser liegen verträumt auf einer kleinen Hochfläche, ein gemütliches Plätzchen für eine Rast. Der weitere Weg führt ins Tal, wo ein Zufahrtsweg nach Kluk (Kluk) abzweigt. Die Häuser in Kluk schmiegen sich unmittelbar an eine Felsgalerie, über die unlängst ein Sturm hinweg gefegt zu sein scheint, denn etliche Bäume sind von den Felsen ins Tal gestürzt, sehr zum Leidwesen eines Automobilbesitzers, dessen fesche Karosse voll erwischt wurde. Ein schöner Kasko-Schaden (sofern man versichert ist). Von Kluk aus führt ein markierter Wanderweg durch einen Hohlweg hinauf nach Draschen (Dražejov). Dem zunächst ausgeschilderten Weg folgt man nicht, sondern wendet sich dem rechts abzweigenden Pfad zu. Dieser führt auf ein weiteres Plateau, das mit reizvollen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt belohnt. Auf der Anhöhe von Draschen angekommen, erkennt man bereits die Nähe einer Schlucht. Nach einem kurzen Abstecher zu den Überresten des ehemaligen Friedhofs erreicht man wenig später den Ort Draschen.
„Von der Bezirksstadt Dauba drei Viertelstunden südlich entfernt erhebt sich aus einem steil und hoch anfragenden, vielfach zerklüfteten und ausgelaugtem, regelmäßig gerundetem Sandstein-Felsblock das Dorf Draschen, welches an romantischem Reiz wohl keinem Dorf im Bezirk nachsteht, deshalb wohl auch für die Städter als Ausflugsort beliebt ist und von Touristen häufig besucht wird. Von der nördlichen, nordwestlichen und nordöstlichen Seite ist der Ort einer vielgiebeligen, aItersgrauen Bergfestung ähnlich und bietet, da sich ringsum, mit Ausnahme eines kleinen Theiles. mächtige FeIskolosse aufthümen und an diese wieder ausgedehnte Waldungen anschließen, einen unerwartet befremdenden, ja unerwartet scheinenden Anblick, wie sich denselben der verwöhnteste Skizzenmaler sich wohl kaum im Traum pittoresker wünschen könnte. Von der südlichen Seite sind nur einige Häuser sichtbar, da das Dorf nach dieser Richtung flach gelegen ist.“ (Friedrich Bernau, Der politische Bezirk Dauba (umfasssend die Gerichtbezirke Dauba und Wegstädtl), Eine Heimatkunde für Haus und Schule, 1888)
"Das Naturdenkmal ist ein geschütztes Felsgebiet auf einer 382 Meter hohen Anhöhe. Der Bergrücken besteht aus Oberkreide-Sandsteinen, die intensiv mit eisenhaltigen Verbindungen, vor allem Eisenhydroxiden und Oxiden, durchsetzt sind. Da diese Inkrustationen wesentlich härter und widerstandsfähiger sind als das umgebende Gestein, blieben sie bei der Verwitterung als Relief erhalten.“ (Internetrecherche)
Ähnliche Verkrustungen kennen wir beispielsweise vom Muschelsaal (bei Oybin) im Zittauer Gebirge und dem Amphitheater bei Hammer am See (Hamr na Jezeře). Zurück auf dem Hauptweg sind es nur noch wenige Schritte bis zu einem Wegweiser, der in das geschützte Gebiet des Beškov-Wald leitet. Man darf gespannt sein, denn auf der Karte sieht es so aus, als liefe Hin- und Rückweg eng bei einander, so ist es auch. Der Hinweg verläuft unten im Tal, der Rückweg oberhalb entlang einer Felskante.Der Naturlehrpfad wurde im April 2011 von der Verwaltung des Landschaftsschutzgebiets Kokořínsko–Máchův kraj angelegt und führt durch ein wildromantisches, 8 Hektar großes Reservat. Er führt über eine Länge von etwa 1,6 Kilometern mitten durch diese Wildnis. „Der Weg ist ein kleines Abenteuer für sich. Die Besonderheit des Waldes ist sein Nichteinmischungs-Regime. Seit über anderthalb Jahrzehnten greift der Mensch hier nicht mehr ein. Umgestürzte Bäume bleiben einfach liegen, vermodern langsam und bilden den Nährboden für neues Leben. Dadurch entwickelt der Wald allmählich wieder den urigen Charakter eines echten, mitteleuropäischen Urwaldes. Um aus der Schlucht wieder emporzusteigen, bezwingt man steile, direkt in den Fels und Hang geschlagene Treppen. Der Weg verlangt Trittsicherheit und ist ausschließlich Fußgängern vorbehalten“ (Internetrecherche)
Nach diesem Abenteuer ist bald der hübsche Weiler Beschkaben (Beškov) erreicht. Ein paar Häuser liegen verträumt auf einer kleinen Hochfläche, ein gemütliches Plätzchen für eine Rast. Der weitere Weg führt ins Tal, wo ein Zufahrtsweg nach Kluk (Kluk) abzweigt. Die Häuser in Kluk schmiegen sich unmittelbar an eine Felsgalerie, über die unlängst ein Sturm hinweg gefegt zu sein scheint, denn etliche Bäume sind von den Felsen ins Tal gestürzt, sehr zum Leidwesen eines Automobilbesitzers, dessen fesche Karosse voll erwischt wurde. Ein schöner Kasko-Schaden (sofern man versichert ist). Von Kluk aus führt ein markierter Wanderweg durch einen Hohlweg hinauf nach Draschen (Dražejov). Dem zunächst ausgeschilderten Weg folgt man nicht, sondern wendet sich dem rechts abzweigenden Pfad zu. Dieser führt auf ein weiteres Plateau, das mit reizvollen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt belohnt. Auf der Anhöhe von Draschen angekommen, erkennt man bereits die Nähe einer Schlucht. Nach einem kurzen Abstecher zu den Überresten des ehemaligen Friedhofs erreicht man wenig später den Ort Draschen.
„Von der Bezirksstadt Dauba drei Viertelstunden südlich entfernt erhebt sich aus einem steil und hoch anfragenden, vielfach zerklüfteten und ausgelaugtem, regelmäßig gerundetem Sandstein-Felsblock das Dorf Draschen, welches an romantischem Reiz wohl keinem Dorf im Bezirk nachsteht, deshalb wohl auch für die Städter als Ausflugsort beliebt ist und von Touristen häufig besucht wird. Von der nördlichen, nordwestlichen und nordöstlichen Seite ist der Ort einer vielgiebeligen, aItersgrauen Bergfestung ähnlich und bietet, da sich ringsum, mit Ausnahme eines kleinen Theiles. mächtige FeIskolosse aufthümen und an diese wieder ausgedehnte Waldungen anschließen, einen unerwartet befremdenden, ja unerwartet scheinenden Anblick, wie sich denselben der verwöhnteste Skizzenmaler sich wohl kaum im Traum pittoresker wünschen könnte. Von der südlichen Seite sind nur einige Häuser sichtbar, da das Dorf nach dieser Richtung flach gelegen ist.“ (Friedrich Bernau, Der politische Bezirk Dauba (umfasssend die Gerichtbezirke Dauba und Wegstädtl), Eine Heimatkunde für Haus und Schule, 1888)
Im folgenden Bildteil sind zwei Ansichten aus der Vorkriegszeit zu sehen. Von der einst markanten Felsenfront ist heute allerdings nichts mehr zu erkennen, da der Wald den Blick vollständig verdeckt. Von Draschen führt der Weg nun steil entlang der Felsbastionen hinab ins Tal. Eigentlich scheint die Wanderung damit ihre reizvollsten Höhepunkte bereits hinter sich zu haben. Wer jedoch zur Umgehung der Landstraße nach Dauba (Duba) dem markierten Wanderweg folgt, wird noch einmal belohnt: Nach dem Anstieg auf eine Anhöhe trifft man an überraschend schöner Stelle auf die Statue des heiligen Prokop. Gemeinsam mit ihm genießen wir den Blick auf das Städtchen unter uns, bevor wir die letzten Kilometer zurück zu unserem Ausgangspunkt in Angriff nehmen.
Die GPS-Daten zu dieser Tour findet man hier.
Beispiele für Inkrustrationen im Sandstein am Schönauer Steinberg




















