Freitag, 4. April 2025

Der Aussichtsturm auf dem Wolfsberg (Vlčí Hora)

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Im Schluckenauer Zipfel in Nordböhmen steht auf dem Wolfsberg (Vlčí hora), oberhalb vom gleichnamigen Ort, einer der traditionellen Aussichtstürme.
 

Der Wolfsberg (Vlčí hora, 591 Meter) ist vulkanischen Ursprungs und eine der Dominanten der Region  Schluckenau (Šluknov). Das Foto entstand am Fuße vom Rauchberg (Dymnik).
 

Der Ort Wolfsberg (Vlčí hora) ist etwa 14 Kilometer von Warnsdorf (Varnsdorf) oder 11 Kilometer von Rumburg (Rumburk) entfernt, jeweils über Schönlinde (Krásná Lípa). Parken kann man am Aromatherapie-Zentrum TILIA.
 

Vom Parkplatz folgt man dem roten Wanderweg über die Wiese und dem Schild „K ROZHLEDNE“. Ab Waldrand ist der Weg zum Gipfel gelb gekennzeichnet.
 

Der Berg besteht aus Basalt - Wegen dem hohen Magnetitgehalt kann die Kompassnadel um bis zu 40 Grad von der Nord-Süd- Richtung ablenkt werden. 
Die Basaltsäulen wurden auch zum Bau von Wegen und Stützmauern verwendet. 
 

Am 19. Mai 1889 wurde der steinerne Aussichtsturm eröffnet, damals noch mit offener Aussichtsplattform und Zinnen. Die benachbarte Hütte erhielt den Namen nach dem Initiator und wichtigsten Sponsor Ferdinand Michel.
Alte Postkarte von 1902
 

1908 wurde die Plattform überdacht und mit Glasfenstern versehen.
Alte Postkarte um 1910
 

Später erhielt der 19 Meter hohe Turm eine Holverkleidung. Der Turm war für Touristen zugänglich, die Baude aber privat.
Foto von 2019
 

Der kritischste Moment für den Turm war am 04. April 2023. Die benachbarte Baude brannte komplett ab. Vom Turm wurde „nur“ die Außenverkleidung stark beschädigt.
Im Mai 2023 erhob die Polizei Anklage gegen den 36-jährigen Brandstifter.
Foto: Zbyněk Linhart
 

Der Aussichtsturm nach der Instandsetzung 2024.
Die feierliche Wiedereröffnung des reparierten Turmes fand am 11. Mai 2024 zum 135-jährigen Jubiläum seiner Errichtung statt. 
 

Die Überreste der niedergebrannten Baude
 

Die Eintrittskarte
 

Das renovierte Treppenhaus – mit Schildern aus vergangenen Zeiten
 

Nach 84 Stufen (19 zum Eingang und 65 im Turminneren) erreicht man die Aussichtsplattform.
 

Damit steht man genau 600 Meter über dem Meeresspiegel.
 

Der geräumige Aussichtsbereich ist mit großen beschrifteten Panoramafotos zur Orientierung ausgestattet.
 

Der Rundblick beginnt im Südosten beim Isergebirge (Jizerské hory) über das Zittauer Gebirge bis zum Lausitzer Gebirge (Luzicke hory).
 

Das Lausitzer Gebirge (Luzicke hory) bis zum Kaltenberg (Studenec, 737 Meter) im Süden
 

Vom Kaltenberg (Studenec, 737 Meter) bis zum Rosenberg (Růžovský vrch, 619 Meter)
 

Die Böhmische Schweiz (České Švýcarsko) im Südwesten
 

Im Westen: Vom Elbsandsteingebirge bis zum Tanzplan (Tanečnice, 597 Meter)
 

Im Nordwesten: Plissenberg (Plešný, 593 Meter) und Pirsken (Hrazený, 610 Meter), dazwischen der Valtenberg (586 Meter)
 

Im Norden: Das Oberlausitzer Bergland mit dem Czorneboh (556 Meter)
 

Löbau im Nordosten, rechts der Kottmar (582 Meter)
 

Das Isergebirge (Jizerské hory) mit der Tafelfichte (Smrk, 1124 Meter) im Osten
 

Der Rundblick endet wieder beim Zittauer Gebirge mit der Lausche (793 Meter)
 

etzt größer:
Schwarzbrunnkoppe (Černá Studnice, 869 Meter), Langer Berg (Dlouhá hora, 748 Meter), Kalkberg (Vápenný, 790 Meter) und Jeschken (Ještěd, 1012 Meter), davor Töpfer (582 Meter), Ameisenberg (575 Meter), Jonsberg (653 Meter) und Buchberg (652 Meter)
 

Jeschken (Ještěd, 1012 Meter), Hochwald (749 Meter) und Lausche (793 Meter), davor Buchberg (652 Meter) und Weberberg (710 Meter)
 

Finkenkoppe (Pěnkavčí vrch, 792 Meter), Friedrichsberg (Bouřný,703 Meter) und Tannenberg (Jedlová, 774 Meter)
 

Großer Eibenberg (Velká Tysová, 692 Meter), Kleis (Klíč, 759 Meter), Kleiner Buchberg (Malý Buk, 712 Meter) und Hackelsberg (Sokol, 668 Meter), davor der Plissenberg (Plešivec, 597 Meter)
 

Schindelhengst (Hřebec, 654 Meter) und Großer Ahrenberg (Javor, 693 Meter), rechts davor der Himpelberg (Kamzičí vrch, 621 Meter), ganz vorn links das Steingeschütte (Široký vrch, 586 Meter)
 

Kleiner Ahrenberg (Javorek, 686 Meter) und Kaltenberg (Studenec, 737 Meter), dazwischen die Spitze vom Goldberg (Zlatý vrch, 657 Meter), vorn der Iricht (Spravedlnost, 534 Meter).
 

Der Geltschberg (Sedlo, 726 Meter), darunter der Suppgeberg (Suchý vrch. 482 Meter), links der Ottenberg (Větrný Vrch, 481 Meter)
 

Der Rosenberg (Růžovský vrch, 619 Meter), darunter der Wespenberg (Vosi vrch, 477 Meter), rechts hinten Kletschen (Kletečná, 705 Meter) und Milleschauer (Milešovka, 837 Meter)
 

Der Hohe Schneeberg (Děčínský Sněžník, 723 Meter)
 

Der Große Winterberg (556 Meter), links dahinter der Geising (824 Meter), vorn Hinterhermsdorf
 

Das Elbsandsteingebirge mit Königstein (361 Meter) und Lilienstein (415 Meter), davor der Weifberg (478 Meter) mit Aussichtsturm, ganz links der Falkenstein (381 Meter).
 

Schafberg (449 Meter) mit Sendeturm und Löbauer Berg (448 Meter) mit dem Gusseisernen Turm, links dahinter der Hochstein (406 Meter), rechts die Kämpferberge (415 Meter)
 

Der  Rotstein (455 Meter), davor Kirche und Windmühle von Kottmarsdorf
 

Der Kottmar (582 Meter)
 

Der Wasserturm von Neugersdorf
 

Der Aussichtsturm auf dem Rauchberg (Dymnik, 516 Meter), darüber die Rauchsäulen vom Kraftwerk Türchau (Elektrownia Turów)
 

Stumpfeberg (438 Meter), Großer Berg (438 Meter) und Oderwitzer Spitzberg (511 Meter), dahinter der Sonnenhübel (Königsholz, 469 Meter)
 

Turm und Baude auf dem Hochwald (749 Meter)
 

Die Lausche (793 Meter) mit Aussichtsturm, davor der Weberberg (710 Meter)
 

Der Gipfel vom Tannenberg (Jedlová, 774 Meter) mit Aussichtsturm und zwei Sendemasten
 

Der Schatten vom Turm und die Fundamente der abgebrannten Baude
 

Zum Glück ist wenigstens der Aussichtsturm erhalten geblieben – ein Touristenziel mit ausgezeichneter Rundumsicht.
 

Die (übersetzte) Touristische Visitenkarte – noch mit Foto vor dem Feuer:
TOURISTISCHE VISITENKARTE 
Wolfsberg 581 m
Der älteste Aussichtsturm im Schluckenauer Zipfel, 16 m hoch, wurde am 19. Mai 1889 eröffnet 
 

Für den Rückweg ist Köglers Naturpfad zu empfehlen. Nach 500 Metern erreicht man beim Zusammentreffen mit dem roten Wanderweg den Veronika-Brunnen. Hier wurde 1886 eine Trinkwasserquelle mit Steinen eingefasst. Die Anlage mit Sitzbänken wurde 1996 rekonstruiert. Leider ist die Quelle jetzt im Sommer fast ausgetrocknet.
 

Die (übersetzte) Touristische Visitenkarte: 
TOURISTISCHE VISITENKARTE 
Veronika-Brunnen am Wolfsberg
Eine Geröllquelle mit ausgezeichnetem Wasser, das aus einem Brunnen mit Basaltsäulen sprudelt, die 1886 erbaut wurde
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Interessante Blogs Blog-Webkatalog.de - das Blogverzeichnis