Montag, 21. Januar 2019

Wanderung in den westlichen Ausläufer des Isergebirges

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Als westlichen Ausläufer des Haindorfer Kammes, von diesem durch den Hemmrichpass getrennt, kann man die Spitzberg- oder Hemmrich- und Hohenwaldgruppe betrachten, deren Gipfel gegen Westen rasch an Höhe abnehmen. Von der ersteren bildet die höchste Erhebung der „Spitzberg" mit 721 m, südlich davon der Hängeberg auch „Kleine Spitzberg“ 697 m genannt, nordöstlich von ersterem der Scheibeberg 682 m, östlich von diesem der Grubberg 706 m, nördlich von letzterem der Burgstein 640 m; ferner östlich vom Grubberge die Kahlsteine 659 m; östlich von den letzteren endlich erhebt sich der Nesselberg 615 m und Dürre Berg (dessen südwestliche Fortsetzung), im Osten von der alten Hemmrichstraße eingesäumt. Westlich vom Spitzberge liegt der Schwarzberg 680 m. Diese ganze Gruppe zeichnet sich gleichfalls durch zackige Felsengipfel und mächtige Felsthürme aus.“ (*)

Zu den Bergen in diesem Teil des Isergebirges sind wir bereits einige Male aufgestiegen. Es gibt jedoch immer noch Winkel und Wege zu ergründen, was uns zu unserer heutigen Wanderung anstiftet. Den Einstieg wählen wir von Einsiedel (Mnisek) aus, denn wir möchten über den geheimnisvollen Schwarzberg (Kančí vrch) den Kamm erreichen. Geheimnisvoll, weil sich auf diesen waldreichen Berg kaum eine Menschenseele verirren dürfte, davon jedenfalls künden die vernachlässigten Wege, die über den Gipfel führen. Allerdings scheint man diesem Berg in früheren Zeiten eine wichtige strategische Bedeutung beigemessen zu haben, denn an seinen Flanken und seinem Gipfel versammeln sich auffällig viele Bunker des ehemaligen Tschechoslowakischen Verteidigungswalles. Außerdem - man glaubt es kaum – befördern Waldarbeiter mit einem Rückepferd Baumstämme zu Tal. Es geht also auch ohne die zerstörerischen Harvester.

Am nun folgenden Hängeberg (Strmy vrch) verliert sich nun mitten im Wald der Pfad gänzlich. Das ist für uns nichts ungewöhnliches, aber ausgerechnet hier und heute bei einsetzendem Regen…muss das sein? Der Hängeberg zeichnet sich durch sein gewaltiges Granitmassiv aus, welches seinen Gipfel bedeckt. Auf einer Strecke von etwa 300 m müssen wir wohl oder übel achtsam über Stock und Stein kriechen, bevor wir den nächsten Weganschluss erreichen, der uns hinauf zum Wegekreuz bei der Kammbuche bringt, von wo aus der Aufstieg zum Gipfel des Buschullersdorfer Spitzberg (Špičák) beginnen kann. Vorab unternehmen wir aber noch ein Abstecher zum Burgstein (Skalní hrad).

„.. in der Schneiße rechts von der Kammbuche führt ein Weg, später Pfad, am Nordanhange des Grubberges, 706 m, zu dem Burgstein, einem Felsen, auf dem in früheren Zeiten eine hölzerne Auslugwarte gestanden haben soll, von welcher aus Wegelagerer die alte Friedländer Straße zu überblicken vermochten. Thatsächlich findet man in dem Felsen künstliche Vertiefungen, die den Balken als Grundlage gedient haben mögen.“ (* k.k. Prof. Franz Hübler, Führer durch das Jeschken- und Isergebirge, Theile des Lausitzer und Mittelgebirges, durch Reichenberg und Umgebung, 1902)

Aber weiter nun zum Spitzberg. Der vor dem Gipfel mit Aufstiegshilfen versehene Pfad führt durch die letzten Ausläufer des Naturschutzgebietes Jizerskohorské bučiny vorbei an beachtlichen Gebilden aus Granitgestein. Der felsige Gipfel des Spitzberg bietet eine schöne Aussicht zum Jeschkenkamm, ist aber durch Baumbestand in andere Richtungen sehr eingeschränkt. Der Rückweg verläuft am Westhang des Hängeberges zu Tal. Auch hier begleiten den Weg die Gesteinsmassen und die zum Teil umgestürzten Säulen des Gatters des Clam-Gallas‘schen Wildgeheges, welches einst große Areale des Isergebirges umgab.

Nach dem Verlassen des Waldes betreten wir die schönen Lagen oberhalb des Buschullersdorfer (Oldřichov v Hájích) Tales. Hier führt entlang der Wiesen ein sehr schöner Weg zurück nach Einsiedel, wo wir, wie durch Zauberhand geleitet, direkt auf unsere geparkten Fahrzeuge treffen.


Die GPS-Daten zur Tour findet man hier.



 Bunker am Schwarzberg





War er auch schon hier, der Gegelte?


Felsen im Gebiet der Hohenwaldgruppe



Reste des Clam - Gallas'schen Wildgatters







Aufstieg zum Spitzberggipfel






Blick vom Spitzberg zum Jeschken


Buchenwald des Naturschutzgebietes Jizerskohorské bučiny




Der Hängeberg



SchönerAusblick auf den Jeschken


Freitag, 18. Januar 2019

Winter im Zittauer Gebirge (Teil 1): Von Oybin zum Sudetenblick

Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf

Im Zentrum vom Kurort von Oybin. Blick vom Haus des Gastes zum Berg Oybin mit Bergkirche und Gasthaus Burgkeller.


Im Kurpark von Oybin


Das Naturschwimmbad ist zugefroren.



Blick zum Hochwald


Denkmalsgeschütztes Haus am Weg zur Hölle


Die Kelchsteine an der Kammstraße





Rastplatz am Kammloch


Der Weg führt direkt an der Grenze zu Tschechien entlang.


Noch keine Spur auf dem im Sommer viel begangenen Wanderweg zum Falkenberg


Hotel Hochwaldblick


Der Falkenberg


In der Ferne grüßt der Jeschken.


Der Hochwald in der Morgensonne


Idyllisch gelegene Wochenendhäuser





Der Aussichtspunkt „Sudetenblick“ ist tief verschneit.


Es ist einer der beliebtesten Aussichtsstellen im Zittauer Gebirge. Die Parkbucht davor ist noch nicht beräumt.


Das Ortseingangsschild von Lückendorf


Am Hotel „Zum Hochwaldblick“



Der Name des Hotels ist wirklich zutreffend – erst recht bei solchem Winterwetter!


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