Montag, 14. April 2014

Zwischen Gold-, Silber- und Kaltenberg in Nordböhmen

Ein Gastbeitrag von Werner Schorisch, Zittau

Zwischen Kreibitz und Böhmisch Kamnitz erheben sich einige bemerkenswerte tertiäre Vulkanberge, von den der Eindrucksvollste der 736 m hohe Kaltenberg ist. Auf dem Weg dorthin (z.B. über Hasel) sollte man auf jedem Fall einen kurzen Abstecher zum Goldberg machen. Es lohnt sich. Nur noch an wenigen Stellen des Lausitzer Gebirges werden sie einen Steínbruch mit solchen eindrucksvollen Basaltsäulen bestaunen können.




Blick zum Kaltenberg...


Fast schon legendär und mit Genuß anzuschauen sind die schlanken, sechseckigen Basaltsäulen des Goldberges. Sie entstanden, als im Schlot eines Vulkans (der im Miozän aktiv war) die Basaltschmelze langsam erkaltete, sich dabei zusammenzog und dabei senkrecht zur Abkühlungsfläche Säulen bildete. Diese Säulen wurden am Goldberg im 19. Jahrhundert abgebaut.








Blick zum Kleinen Ahrenberg. Basaltberge sind natürlicherseits meist mit Rotbuchenwäldern bedeckt. Jetzt im Frühling, ist der Kontrast zwischen den noch unbelaubten Buchen und den immergrünen Fichten besonders auffällig...


Auf den Weg auf den Kaltenberg findet man sogar das nicht sehr häufige Dunkle Lungenkraut (Pulmonaria obscura).


Ein Buschwindröschen...


Besonders bemerkenswert sind die in der letzten Eiszeit entstandenen ausgedehnten Blocksteinfelder des Kaltenberges (auf dem sich z.B. Gemsen wohlfühlen).


Ehemalige Baude, von der nur noch die Grundmauern erhalten geblieben sind, auf einer alten Postkarte.


Großer Dank an die Anwohner, die den alten, schon eingefallenen Aussichtsturm auf dem Kaltenberg wieder instand gesetzt haben. Allein wegen der Aussicht lohnt es sich schon, den Kaltenberg zu erklimmen.




Auch der Silberberg ist der herausgewitterte Schlot eines vor ca. 30 Millionen Jahren aktiven Vulkans.

www.wincontact.de

Kommentare:

  1. Dass sind keine Vulkanberge

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    1. An "Salvatore":
      Auch wenn ich in diesem Falle nur der Bild-Autor bin, will ich den hier eingestellten Kommentar beantworten, und dies unter Weglassung aller möglichen Polemik.
      Ich möchte nur auf nachfolgenden aufschlussreichen "Wikipedia – Link" zu diesem Thema verweisen, und hoffe damit alle Unklarheiten beseitigt zu haben.
      Bitte in der sich öffnenden Seite den Punkt "Geologie" vollständig lesen (einschließlich des Untertitel des zugehörigen Bildes, das zufällig die Basaltsäulen des Goldberges zeigt):

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Gebirge

      MfG Werner Schorisch

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