Dienstag, 17. November 2015

La Palma revisited 2015 (1)

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Über La Palma ist nicht mehr viel zu sagen. Außer, dass uns die Insel dermaßen fasziniert, dass wir schon wieder dort waren und nicht versprechen können, etwa vor künftigen Besuchen Abstand zu nehmen. Reichlich Informationen über die Insel und bisherige Impressionen gibt es hier (weiter unten auf der Seite).

An dieser Stelle also nur einige kurze Anmerkungen:

Zu den ausnahmslos neuen positiven Eindrücken gesellt sich leider ein desaströses Erlebnis, welches alle Freunde kulinarischer Köstlichkeiten, Genießer schöner Stunden und ehemalige Stammgäste der 'Kiosco 7 Islas' in El Remo gewiss gleichermaßen empfinden werden : Das Lokal existiert nicht mehr. Nicht nur, dass es geschlossen wurde, die gesamte Anlage wurde Ende des Sommers abgerissen und eingeebnet. Nur ein verwaistes Schild erinnert noch an den ehemaligen Standort. Das gleiche Schicksal erlitten zwei weitere Lokale, die sich hier am Strand etabliert hatten (von einem ist der Baukörper noch erhalten)

Der 'Kiosco 7 Islas' residierte seit vielen Jahren in privilegierter Lage, erfreute sich einer ausgesprochenen Beliebtheit und konnte auf ausgezeichnete Referenzen verweisen. Ein vergleichbares Angebot haben wir bisher auf der Insel nicht gefunden. Was ist also geschehen ? Nach Auskunft unseres Vermieters mussten die Objekte abgerissen werden, weil sie nach spanischen Bestimmungen zu nah an das Ufer gebaut waren. Nach Jahren hat man das nun endlich schon gemerkt. Ein Anwohner des von Bananenplantagen umgebenen gottverlassenen El Remo, den ich nach dem Verbleib des Lokals fragte, zeigte mit beiden (!) Händen viel sagend an jene Stelle des Kopfes, hinter der man bekanntlich das Hirn vermutet.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass hier eine Marktbereinigung der besonderen Art erfolgt ist, denn die 3 Kioske stellten einen erheblichen Mitbewerb für die in der Umgebung tätigen sonstigen Wirtschaften dar. Und Konkurrenz ist eben nicht immer gut für das Geschäft.

In den letzten Tagen des Aufenthaltes auf La Palma erlebten wir eine besondere Wettersituation. Die Calima ist eine heiße Luftmasse, die aus der afrikanischen Sahelzone herüber zieht. Die Passatwolken verschwinden, welche ansonsten die Kämme vernebeln und sich in den Tälern festsetzen, aber die Konturen der Landschaft verlieren sich zunehmend in einem zähen Dunst und die Horizontlinie über dem Meer löst sich auf, so dass der Eindruck entsteht, Himmel und Erde haben sich vereinigt. La Palma ist aber aber auf ihrem Außenposten weniger von diesem Wetterphänomen betroffen, als die anderen Kanaren-Inseln.

Die Ideen für Unternehmungen gehen auch beim vierten Aufenthalt auf La Palma nicht aus. Es finden sich immer neue Wege oder neue Aspekte zu bekannten Zielen und die frischen Farben auf diesem Eiland des ewigen Frühlings liefern immer wieder schöne Eindrücke und Motive für die Kamera. Diesen wollen wir nun in einer kleinen Serie folgen.


Der einsame Fischerort El Remo




Hier stand einmal das Lokal 'Kiosco 7 Islas'



Erinnerung an schöne Zeiten – Sonnenuntergang im Lokal 'Kiosco 7 Islas'


Wir haben zwar keine Maultiere gesehen, aber der Symbolik nach muss man sich um den Bestand der Population keine Sorgen machen


Zuckerrohr gedeiht auch auf der Insel. Aus frisch gepresstem Zuckerrohrsaft wird leckerer Mojito oder Caipirinha bereitet


Ein paar Eindrücke von der Insel


























Schnappschüsse in Los Llanos








Bald nun ist Weihnachtszeit


Scheue Exoten


1 Kommentar:

  1. Toller Bericht! Super Bilder!
    Um das Siete Islas tut es uns besonders Leid. Da waren wir auch immer sehr gern!

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