Mittwoch, 22. April 2026

Der Wasserturm in Hermannshütte

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau Olbersdorf


Etwa 20 Kilometer westlich von Pilsen (Plzeň) gibt es einen historischen Wasserturm, der heute als Aussichtsturm genutzt wird.


Von der Ausfahrt 100 der Autobahn D5 fährt man durch Unter-Sekerschan (Dolní-Sekyřany) nach Hermannshütte (Heřmanova Huť). An der Wiesenstraße (Luční) kann man parken. 
Die GPS-Koordinaten vom Parkplatz:
49°42'36"N, 13°5'31"E
Dann geht man 200 Meter zu Fuß auf der Gartenstraße (Zahradní) zum Turm.


Der kleine Parkplatz an der  Ecke Wiesenstraße (Luční) - Gartenstraße (Zahradní)


Ansicht von der Gartenstraße (Zahradní) aus gesehen.


Der Wasserturm wurde 1908 aus Beton erbaut und sollte die Brauerei im nahegelegenen Wilkischen (Vlkýš) versorgen. Wegen hohem Eisen- und Mineralgehalt wurde das Wasser aber nie zum Bierbrauen verwendet. Die Brauerei wurde in den 1930er Jahren stillgelegt. Damit endete auch die Nutzung des Wasserturms, der danach fast acht Jahrzehnte seinem Schicksal überlassen blieb.
Zustand des Wasserturms vor der Renovierung
 

Das technische Denkmal wurde 2011 saniert und zum Aussichtsturm umgebaut. Die Gesamtkosten betrugen rund 3,5 Millionen CZK, wovon etwa 3 Millionen CZK aus EU-Mitteln stammten. 
 
EINLADUNG
21.10.2011 16:30
Gartenstraße
Feierliche Eröffnung des Aussichtsturms Hermannshütte
www.hermanovahut.cz
 

Der Wasserbehälter ruht auf sechs Säulen. Der zylindrische Schacht mit der Wasserzufuhr in der Mitte hat 1,2 Meter Durchmesser. Er war einer der ersten Wassertürme Tschechiens in monolithischer Stahlbetonbauweise und ist einer von nur noch zwei erhaltenen gebliebenen Brauerei-Wassertürmen dieser Art in Böhmen.
Der Turm ist ein äußerst wertvolles Bauwerk mit einem einzigartigen architektonischen Gesamtkonzept  und ungewöhnlichen Materialien. Er wurde Anfang 2009 als Kulturdenkmal registriert.


An der Nordseite befindet sich die Inschrift „Brauerei Wilkischen“ und die Jahreszahl 1908, das Jahr der Fertigstellung.
Der zylindrische Wasserbehälter hat ein Volumen von 48 Kubikmetern.
 


Das Gebäude erhielt eine neue Fassade, die wie früher farbige Keramikelemente enthält und eine Außenwendeltreppe. 
 

ÖFFNUNGSZEITEN DES AUSSICHTSPUNKTS WASSERTURM
Ganzjährig Sa + So + Feiertage 14:00–16:00 Uhr, sonst ist die Stahltür verschlossen.
An anderen Tagen nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter der Telefonnummer +420 723 339 220.
Der Eintritt ist kostenlos.

Die stählerne Wendeltreppe hat 75 Stufen.
 


Die mit kleinen Zinnen versehene Aussichtsplattform hat einen Durchmesser von 5,7 Metern und ist 15,2 Meter hoch.
 

Die Gesamthöhe mit Antenne beträgt 20 Meter.
 

Die Aussicht nach Osten – leider war die Fernsicht am Besuchstag sehr mäßig.
 

Der Zugang von der Wendeltreppe im Süden


Hermannshütte (Heřmanova Huť)  und Ober-Sekerschan (Horní Sekyřany) im Südwesten
 

Blick nach Westen
 

Der Nordwesten in Richtung Autobahn D5
 

Der Norden mit der Eisenbahnstrecke Nürschan (Nýřany) - Hermannshütte (Heřmanova Huť) 
 

Die Rundumsicht endet wieder im Osten.
 

Panoramafotos am Geländer helfen bei der Orientierung.
 

Der rechte Teil von dieser Orientierungstafel im Foto – Das helle Gebäude ohne Fenster ist die ursprüngliche Wilkischen – Brauerei.
 

Neue Produktionshalle von HAUSER CZ s.r.o. Metallwarenproduktion, CNC Blechumformung
 

Die St. Martinskirche (Kostel sv. Martina) in Ober-Sekerschan (Horní Sekyřany)
 

Neues Wohnviertel an der Straße „Am Teich“ (U Pondu)
 

Die Wendeltreppe abwärts
 

Der Wanderstempel vom Turm


Die Touristenmarke Nr. 2793 – Aussichtsturm Hermannshütte
 

Durch eine einfühlsame Sanierung wurde aus einem alten, baufälligen Wasserturm ein attraktiver moderner Aussichtsturm. Er erfreut sich bei Touristen und Radwanderern (liegt am Internationalen Radweg Pilsen-Regensburg) großer Beliebtheit.
Der Turm wurde zum 
GEBÄUDE DES JAHRES 2011 DER REGION PILSEN 
in der Kategorie Sport- und Freizeitgebäude gewählt.



Die Touristische Visitenkarte vom Turm (mit Übersetzung):
TOURISTISCHE VISITENKARTE
Hermannshütte 378 m
Höhe 16 m          75 Stufen
Der ehemalige Wasserturm aus dem Jahr 1908 wurde 2011 zu einem Aussichtsturm umgebaut.

Zackenbindiger Rindenspanner

 Fotos: Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf





Mittwoch, 15. April 2026

Schlüsselblume

 Fotos Rainer ründel, Zittau-Olbersdorf










Der Pulverturm in Prag

 Ein Gastbeitrag von Rainer Gründel, Zittau-Olbersdorf


Prag wird als die „Stadt der hundert Türme“ bezeichnet. Einer der bekanntesten ist der Pulverturm. Er wird auch als Pulvertor bezeichnet (daher der tschechische Name Prašná brána). Das Pulvertor ist eines von ursprünglichen 13 Toren der Altstadtbefestigung, die 1475 von König Wladislaus II. erbaut wurden.
 

Der Pulverturm gilt als Zugang zur historischen Prager Altstadt.
Zu erreichen ist er mit der Metro B, gelbe Linie, Haltestelle Náměstí Republiky.
Für einen längeren Aufenthalt in der Altstadt empfiehlt sich das Parkhaus Palladium (náměstí Republiky 1079/1a, 11000 Prag 1. GPS  50°05'23"N, 14°25'41"E). Von dort gelangt man nach wenigen Schritten zum Pulverturm.
 

Text vom Faltblatt „prager türme“ (fett + kursiv):
Der Pulverturm gehört zu den wertvollsten Monumentalbauten Prags.
Sammelbild auf Hartpappe von 1891
 

Errichtet wurde er in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf dem Boden des Burggrabens, acht Meter unter dem heutigen Gelände, im spätgotischen Stil.
Alte Postkarte um 1915
 

Seine Ausnahmestellung verdankt der 65 m hohe Bau seiner plastischen Ausschmückung, die Könige, die böhmischen Landespatrone und Heilige darstellt.
Richard Moser: „Prag, der Pulverturm“, Aquarell auf Papier 1911
 

Von dem 44 m hohen Umgang bietet sich ein unvergleichlicher Ausblick auf das Prager Zentrum.
Alte Postkarte um 1915
 

Der Pulverturm ist gleichzeitig der Eingang zum Königsweg, der bis auf die Prager Burg hinaufführt.
Alte Postkarte um 1934
 

Wussten Sie, dass:
in den Räumen des Pulverturms aller Wahrscheinlichkeit nach nie Schießpulver gelagert wurde?
Alte Postkarte um 1913
 

Der Pulverturm heute aus Nordwesten von der Straße „U Prašné brány“ gesehen
 

Der Platz der Republik (náměstí Republiky) mit Gemeindehaus (Obecní dům) und Pulverturm
 

Der Turmbau begann 1475, als König Wladislaus II. von Böhmen und Ungarn („Vladislav Jagellonský“) den Grundstein legte. Erst 400 Jahre später, im Jahr 1886, wurden die Bauarbeiten beendet.
Trotzdem sieht der Prager Pulverturm bis heute größtenteils so aus, wie in Matthias Rejsek vor etwa 550 Jahren geplant hatte.
 

Der Pulverturm ist als Aussichtsturm begehbar. In 44 Meter Höhe führt ein Umgang mit vier Ecktürmchen um das große Dach herum.
 

Unter dem Verbindungsbogen zum benachbarten Gemeindehaus steht das Kassenhäuschen.
 

Die Eintrittskarte (für 2 Senioren mit 50% Rabatt während der ersten Öffnungsstunden)
 

Die eiserne Eingangstür - Der Pulverturm ist täglich ab 10:00 Uhr bis mindestens 17:00 Uhr, im Sommer bis 20:30 Uhr, geöffnet.
 

Im Pulverturm gibt es keinen Aufzug. Die erste Treppe ist noch gut begehbar.
 

Der zentrale Raum des Turmes
 

Das gotische Netzgewölbe mit Wappen als Schlussstein
 

Kunstvolle Bleiglasfenster zieren den Raum.
 

Ausstellung über die Geschichte des Pulverturms
 

Leopold Peukert: Pulverturm und die alte Gasse (heute Na Příkopė), kolorierte Radierung, 1793.
Abbildung aus der Ausstellung
 

Der Pulverturm vor dem Wiederaufbau
Fotografie aus der Ausstellung, um 1868
 

Nach der Ausstellung beginnt die schmale und sehr steile Wendeltreppe aus dem Jahr 1592
 

Nach insgesamt 186 Stufen erreicht man die Ebene mit der Tür zur Aussichtsplattform.
 

Auf dem schmalen Umgang in 44 Meter Höhe
 

Die Spitze von einem der vier Ecktürmchen
 

Blick durch eine der Sandsteinöffnungen nach Osten
 

Orientierungshilfen auf dem Fenstersims
 

Galluskirche (Kostel sv. Havla) und Ägidiuskirche (Kostel sv. Jiljí)
 

Die zur Zeit im Rekonstruktion befindliche Strecke der Standseilbahn zum Petrin-Hügel
 

Der Aussichtsturm Petrin
 

Der Blick nach Westen, in der Mitte die 80 Meter hohe Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn (Týnský chrám)
 

Der Turm vom Altstädter Rathaus
 

Die Prager Burg
 

Kirche und Kloster St. Jakob
 

Die Kuppel vom benachbarten Gemeindehaus (Obecní dům)
 

Masarycka Büro- und Einzelhandelsgebäude von Zaha Hadid Architects mit goldener Fassade
 

Der Prager Fernsehturm (Žižkov-Turm)
 

Die Spitze vom Heinrichturm (Jindrisska vez)
 

Das Nationalmuseum (Národní muzeum) am Wenzelsplatz
 

Auf dem Dach der Tschechischen Nationalbank: Skulptur des Fackelträgers mit dem Löwen von A. Popp, 1898
 

Durch diese Tür gelangt man zurück in den Turm, dann geht es wieder 186 Stufen nach unten.
 

Der Pulverturm ist der Zugang zur Prager Altstadt. Vom Aussichts-Wandelgang in 44 Meter Höhe hat man eine hervorragende Rundumsicht auf die Goldene Stadt Prag.
Er sollte bei keiner Reise in die tschechische Hauptstadt fehlen.
 

Die Touristischen Visitenkarten (mit Übersetzung):
TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen, Beginn des Königswegs
Spätgotischer Turm mit Galerie in 45 m Höhe, Grundsteinlegung 1475
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen, Baubeginn 1475
Spätgotischer Turm vom Ende des 15. Jahrhunderts mit einer Aussichtsgalerie in 45 m Höhe
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen, Beginn des Königswegs
Spätgotischer Turm mit Galerie in 45 m Höhe, Grundsteinlegung 1475
 

TOURISTISCHE VISITENKARTE
Pulvertor
Höhe 65 m, 186 Stufen
Spätgotischer Turm mit Galerie in 45 m Höhe, Grundsteinlegung 1475
 

Text vom Zwischenfeld der Touristischen Visitenkarte CZ 1432-4:
Pulvertor
Das Gebäude war nicht nur der Eingang zur Altstadt, sondern auch der Beginn des Königswegs, auf dem die Monarchen zur Burg zogen, um die tschechische Königskrone zu holen.
In Prag zu Hause
 

JUBILÄUMS-VISITENKARTE
550 Jahre Baubeginn des Pulverturms 1475–2025
 
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Interessante Blogs Blog-Webkatalog.de - das Blogverzeichnis