Samstag, 25. Dezember 2010

Acker-Gauchheil

Auch viele kleine, an sich unscheinbare Blümchen haben ihren Reiz, wenn man sie vergrößert durch eine Lupe betrachtet. Da ist z.B. der rot-orange blühende Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis), der eigentlich überall an Feldrändern vorkommt, aber, da er bodennah wächst, mit seinen kleinen, nur 5 bis 6 mm großen Blüten kaum auffällt. Und im Garten wird er als Unkraut eh untergeharkt.


Die Pflanze selbst ist leicht giftig. Früher glaubte man, daß dieses "Kraut" bei Geisteskrankheiten hilft, also denjenigen Personen, die man damals als "Narren", "Verrückte" oder eben als "Gauche" bezeichnete. Die Bauern benutzten übrigens, als es noch keinen öffentlich-rechtlichen Wetterbericht gab, den Acker-Gauchheil zur Wettervorhersage. Der Acker-Gauchheil schließt nämlich schon frühzeitig die Blüten, wenn sich eine Wetterverschlechterung anbahnt. Deshalb nennt man es manchmal auch heute noch Wetterkraut. Es gibt übrigens noch eine blaublütige Form, die ich selbst schon gesehen, aber noch nicht fotografiert habe.

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