Mittwoch, 8. Dezember 2010

Vierfleck

Großlibellen sind immer ein lohnendes Ziel für Hobbyfotografen wie mich. Sie sind in der Regel berechenbar in dem Sinn, daß sie sich nach einem mehr oder weniger kurzen Rundflug, auf dem sie nach Fluginsekten jagen, immer wieder zu ihrem gleichem Sitzplatz zurückkehren.Darauf kann man sich einstellen und den einen oder anderen Schnappschuß wagen.

  
Die Vierfleck-Libelle (Libellula quadrimaculata, leicht erkennbar an ihren vier dunklen Flecken auf den Flügeln) ist in unserer Gegend nicht besonders selten. Sie erreicht eine Flügelspannweite von 8 cm, womit sie von der Größe her zu der mittleren Kategorie unserer Großlibellen gehört. Das Besondere an dieser Art ist, daß es in  manchen Jahren zu einer Massenvermehrung kommen kann. Wird der Populationsdruck zu groß, dann neigen sie ähnlich wie die Wanderheuschrecken zur Schwarmbildung, wobei solch ein Schwarm durchaus mehrere Millionen Individuen enthalten kann. Während solche Schwärme im 19. Jahrhundert noch öfters beobachtet wurden, ist das heute aufgrund der Biotopveränderungen so gut wie nicht mehr der Fall. Ich jedenfalls habe niemals mehr als zwei oder drei dieser Großlibellen gemeinsam jagen gesehen.


Zum Thema "Jagen". Es ist äußerst interessant, im Hochsommer Großlibellen mit einem guten Feldstecher bei ihrer Jagd nach Insekten zuzuschauen. Die Wendigkeit und Flugkünste dieser Insekten, deren Vorfahren im Zeitalter des Karbons immerhin fast einen Meter Flügelspannweite erreichten, ist wirklich beeindruckend. Und bei Windstille kann man manchmal sogar das Knacken ihrer Mundwerkzeuge hören, wenn sie gerade wieder einmal eine fette Fliege erwischt haben.

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