Freitag, 1. April 2011

Wellenwolken


Heute war der Frühlingstag vor dem voraussichtlich ersten "Sommertag" des Jahres (das ist ein Tag, wo es mindestens 25° C warm wird). Subtropische Luft aus dem südlichen Europa erreichte uns am Nachmittag und es bildeten sich am blauen Himmel schöne wellenförmige "Wolkenstraßen" aus. Noch besser sind sie zu erkennen, wenn man die Aufnahme etwas bearbeitet:


Die Frage ist nun, wie entstehen solche wellenförmige Strukturen? Eine Erklärung ist Folgende: Die warme Luft streicht über das Gebirge und trifft dahinter (d.h. hier im Zittauer Becken) auf eine etwas kühlere Luftschicht, die deshalb auch dichter ist. Die warme Luft regt dabei an der Grenzfläche Wellen an, genauso wie der Wind Wellen auf einem Teich erzeugt:


Natürlich sind solche "Schwerewellen" gewöhnlich nicht sichtbar. Wenn die Bedingungen an der Grenzfläche aber gerade so sind, daß Wolkenbildung möglich wird, dann können diese Wolken diese Wellen nachzeichnen. Sie entstehen, wenn die wasserdampfgesättigte Luft auf einen "Wellenberg" trifft, wo sie sich ausdehnt und abkühlt. Es tritt Sättigung und Kondensation ein. Trifft sie dagegen auf ein "Wellental", dann bewegt sie sich quasi nach unten, wobei sie sich adiabatisch erwärmt und die Wassertröpfchen verdampfen. Die Wolke verschwindet wieder.


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