Mittwoch, 25. Juli 2012

Wanderung durch die Felsenwelt der Daubaer Schweiz (Nordböhmen)

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Trotz der mannigfaltigen Wandermöglichkeiten und den vielen Naturschönheiten in Nordböhmen zieht es uns immer wieder in die Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko). Obwohl ich nicht autorisiert bin, die Gegend als Böhmische Toscana zu bezeichnen, so drängt sich mir dieser Vergleich immer wieder auf. Das liegt wohl an dem unbeschwerten Empfinden, welches die liebliche Natur, die kleinen verschlafenen Weiler inmitten der sanften Täler und die abwechslungsreiche felsige Landschaft hervorrufen. Mancherorts erinnern mehr oder weniger erhaltene Burganlagen an die historische Bedeutung der Region. Die Wanderungen durch die Felslandschaften, die kühlen Gründe und die eingebetteten Wiesen sind immer wieder ein schönes Erlebnis. Von den Felsen ergeben sich weite Blicke in die Landschaft. Ziel der heutigen Wanderung ist der Tschap (Čap), eines der Wahrzeichen der Daubaer Schweiz. Das Fahrzeug parken wir in Dřevčice (Sebitsch), in einem kleinen Ort südlich von Hohlen (Holany). Kurz hinter dem Ortsausgang führt ein grün markierter Weg hin zum Wegekreuz Velká Řebčice, an dem unsere Rundwanderung beginnt. Der Weg verläuft bald über die Kante der Martins Mauer (Martinská stěna), von dem aus die Felsen steil in das Mückental (Komáří Důl) abfallen. Hinter dem aus der Schlucht aufwachsenden Kiefernbestand zeigen sich die Sandsteinwände an der Gegenseite des Tales. Dort entlang führt dann der Weg durch das Kostelec-Massiv mit dem Naturreservat Kostelecké bory. Zuvor lohnt jedoch ein Abstecher zur Krapnik-Höhle (Tropfstein) und dem Tisícový kámen (Tausendstein) mit ihren wuchtig überhängenden Felswänden. Im Naturreservat gedeiht ein selbstgenerierender Kiefernbestand auf den Kalksandstein-Sedimentböden. An verschiedenen Stellen trifft man auf die sogenannten Pseudošcrapy, flächig aufragende Felsnasen, die der Verwitterung und Auswaschung standhielten. An einigen Stellen ist von den Felsbänken der Blick nach Osten frei zu den Bösigbergen und der Burg Altperstein. Bald erreichen wir unser Ziel, den Čap, der am Rande eines Felsplateaus von der Tschapkeule (Čapská palice) gekrönt wird. Der Ausblick von hier ist grandios, vor allem auf die Bergkette des Böhmischen Mittelgebirges, dominierend der Milleschauer und die Hasenburg. Im Norden zeigt sich der Vlhošť (Wilschtberg), im Süden die Erhebungen der Daubaer Schweiz, im Hintergrund der Berg Říp (Sankt Georgsberg). Auf dem Čáp finden sich die Reste einer mittelalterlichen Burg, die allerdings bereits im 15. Jahrhundert unterging. Erkennbar ist noch eine Zisterne sowie ein in den Fels gehauener Keller. Einfallsreichtum bei der Wahl ihrer Immobilien kann man den Vorfahren in jeder Hinsicht bescheinigen. Nach dem Abstieg erreichen wir durch das Lindental (Čapský důl) den verschlafenen Ort Pawlitschka (Pavličky), mit seinen landschaftstypischen Häusern. Nach einer kleinen Stärkung treten wir gemütlich den Rückweg auf einem grün markierten Wanderweg an. 

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)


Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)


Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

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Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

Von der Tschap-Säule aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Berge des Böhmischen Mittelgebirges. Bis zum Beginn der Hussitten-Kriege hat hier eine kleine Burg gestanden, von der heute nur noch sehr spärliche Reste zu finden sind.

Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko)

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