Donnerstag, 19. Juli 2012

Wanderungen in der Oberlausitz - Von Herrnhut zur Landeskrone bei Görlitz Teil 1

Ein Gastbeitrag von Holger Totz, Herrnhut


Herrnhut ist wohl eines der kleinsten Städtchen, welches überall auf der Welt - ob im kalten Grönland, im heißen Südamerika, im hohen Nepal oder im sonnigen Pazifik - bekannt ist. Grund dafür ist dieser Herr: Nicolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf... (siehe hier)


Ihm verdankt die Brüdergemeine Herrnhut ihr Bestehen - einer ehemaligen Ansiedlung böhmischer Exulanten, die der Religionsgemeinschaft der Böhmischen Brüder nahestanden und die hier - unter Reichsgraf von Zinzendorf - eine neue Heimat fanden...


Und wenn sie mal gestorben sind, dann kann man ihre Gräber auf dem Gottesacker am Hutberg finden...



Und so auch dasjenige vom Reichsgrafen selbst, der hier im Jahre 1760 begraben wurde...



Ein Blick auf das heutige Herrnhut mit dem Zittauer Gebirge im Hintergrund.



Und wenn Sie einmal wissen möchten, wie sich Herrnhut einem Besucher vor ungefähr 200 Jahren darbot, dann lesen Sie diesen Bericht von Christian Adolph Pescheck...



Unser Weg führt uns durch reife Rapsfelder immer weiter Richtung "Bernstadt" (dort, wo, wie sie vielleicht nicht wissen, die Erdachse durchgeht und die deshalb vom "Erdachsenschmierverein" regelmäßig geschmiert werden muß - denn wie heißt es so schön: "Viele Orte stritten sich in Sachsen, wo wirklich sei der Erde Achsen - jetzt ist sie uns hierher befohlen, nun soll sie auch kein Teufel holen").



Auch unsere schöne Oberlausitz wird - wie mittlerweile alle schönen Orte in Deutschland - jetzt auch noch zusätzlich mit unzähligen "Windmühlen" verschönt... (siehe z.B. dieses Panorama vom Rotstein aus)


Hier schweift der Blick bis hinüber zum 1012 m hohen Jeschken bei Reichenberg im "Böhmischen"... Links im Vordergrund der Schönbrunner sowie der Große Berg und rechts das langgestreckte Königsholz (Sonnenhübel).




Hier noch einmal ein Blick zum Jeschken, dem Hausberg von Reichenberg (Liberec)- und immer einen Ausflug wert...


Über die alte Poststraße gelangt man zu den "Russenhäusern" in Bernstadt, von wo man einen schönen Blick auf den langgestreckten Rotstein hat.


Was es mit diesen "Häusern" auf sich hat - und warum die Russenhäuser gerade "Russenhäuser" heißen und nicht anders, das  können Sie in diesem Blog-Beitrag erfahren...


Aber wie sie sehen, der Laden hat zu - eigentlich schade. Also weiter Richtung Landeskrone...

www.wincontact32.de

1 Kommentar:

  1. Seit ein paar Jahren fahre ich immer andächtig durch Herrnhut. Grund: Im fernen Südafrika hat es uns einmal durch Zufall zunächst nach Genadendal verschlagen, wo wir Frauen beim Basteln von Herrnhuter Sternen sahen, und in einem Museum Herrnhut samt Umland einige Fotos und Ausstellungsstücke gewidmet waren. Dort kamen wir auch mit dem Dorfvorsteher ins Gespräch, der hocherfreut war, Leute zu treffen, denen Herrnhut bekannt ist. Ein paar Tage später wieder ein Zufall, wir fuhren durch Elim, auch eine Herrnhuter Gründung. Hier wurden wir (weil wir versuchten, die Kirche zu fotografieren, von Pfarrer persönlich durch das Gebäude geführt und anschließend bewirtet. Das werde ich wohl nie vergessen. Und auch hier bei uns in Berlin treffen wir in Rixdorf auf Herrnhuter Spuren. Seitdem sehe ich Herrnhut durch eine andere Brille.

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