Freitag, 3. Juli 2015

Die Kirche Mariä Heimsuchung in Horni Vitkov (Oberwittig)

Ein Gastbeitrag von Birgit Proft

„Was für ein schönes Kirchlein“, so meint man, wenn man von der Aussichtsplattform auf dem Gickelsberg nach Horni Vitkov (Oberwittig) hinunterschaut. Vor der Kulisse des Lausitzer und Zittauer Berglandes und dem Jeschken bietet die kleine Kirche selbst vom Fuße des Gickelsbergs noch einen romantischen Anblick. Allerdings: Wenn man sich nähert, um so augenscheinlicher wird der Verfall der Kirche, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Seit fünf Jahren wird die Kirche am längsten Tag des Jahres geöffnet und als Konzertraum zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr habe ich diese Gelegenheit genutzt, um einen Blick in das Innere der Kirche zu werfen.







Wie der Blick von der 2. Empore zeigt, fehlt das Kirchengestühl  ganz und gar.




Eine Besonderheit in dieser Kirche ist, dass man über eine Holztreppe die 2. Empore erreicht und von hier gelangt man über eine Treppe hinab auf die 1. Empore.


Auf dem Mittelgang wachsen Pflanzen, und sie gedeihen dort recht gut, wie immer sie dort hingekommen sein mögen.


Auch einen Altar gibt es nicht mehr. Stattdessen wird der Blick frei auf die Namen der am Bau der Kirche beteiligten Handwerker.






Neben einigen  Deckenornamenten ist auch das Jesusmonogramm I H S (Jesus, Heiland, Seeligmacher) in der Darstellung mit einem Kreuz auf dem Querbalken des H noch gut erhalten. Von der Kanzel ist nur noch die Schallmuschel erhalten geblieben.








M.S. Man sollte es einmal positiv sehen und sich darüber freuen, daß zumindest einmal im Jahr dieses Kirchlein - so sehr es auch in den letzten 70 Jahren auch gelitten haben mag - für kleine Konzerte genutzt wird. Aber wer weiß.Vielleicht finden sich ein paar Enthusiasten und nehmen sich dem alten Gemäuer an. Es muß ja nicht gleich wie neu erstrahlen. Aber es würde Achtung vor den Menschen, die es einst erbaut haben, ausdrücken. Und ja, wie wir alle seit Hans Christian Andersen wissen, kann aus einem häßlichen Entlein ein schöner Schwan  werden. Also zu. Nächstes Jahr werde ich auch mal am längsten Tag des Jahres dort vorbeischauen...






Jungfer im Grünen

Ein Gastbeitrag von Werner Schorisch, Zittau

Wer kennt sie schon, die "Jungfer im Grünen" (Nigella damascena) - auch Damaszener Schwarzkümmel genannt...






Dichte Annäherung von Venus und Jupiter am Abendhimmel des 1. Juli 2015

Ein Gastbeitrag von Matthias Dopleb, Zittau

Aufgenommen mit 130 APO bei ca. 1 m Äquivalentbrennweite: links unten Venus, rechts oben Jupiter

Und hier im gleichen Maßstab der Fast-Vollmond:


Donnerstag, 2. Juli 2015

Weibliche Zauneidechse auf dem Silberstein


Neulich auf dem Silberstein - eine Zauneidechse  (Lacerta agilis). Die grünen Männchen sind eine Miniausführung der eindrucksvollen Smaragdeidechse, die es noch im böhmischen Elbtal gibt...







Sommeranfang auf dem Jachelberg


Es gibt auf der Welt eine Menge Berge, die selbst die Einheimischen nicht oder kaum kennen. Der Jachelberg (hier im Vordergrund) gehört sicherlich dazu. Das ist aber kein Grund, dort nicht mal hinzuradeln. Also, der Jachelberg befindet sich zwischen Bertsdorf im schönen Zittauer Gebirge und der von einer schweizer Fahne gezierten Koitsche ("Jeder Deutsche einmal auf die Koitsche!").

Wer kennt ihn nicht, den Jachelberg!
Zwischen Jachelberg und Hermeshöhe: Blumen am Wegesrand



Blick auf Zittau


Tausendgüldenkraut


Verschiedene Sorten von Wildrosen kann man auf dem Jachelberg bewundern...



Auch das Strahlige Berufskraut ist vorhanden und dient dem einen oder anderen Wanzenpärchen als Ruheplatz


Ein Kleiner Schmalbock hat eine Rosenblüte angeflogen


Ein Schnellkäfer vor ...


und beim Abflug.




Auch hier gibt es - wie heuer überall - den seltenen Trauerrosenkäfer


Die eigentliche botanische Attraktion des Jachelberges ist die Schopf-Traubenhyazinthe (Muscari comosum), die es in der Oberlausitz nur noch hier gibt.



Ein Sechsfleck-Widderchen


Aus dieser Larve wird einmal eine ausgewachsene Wanze


wenn sie nicht von dieser Krabbenspinne gefressen wird...


Wer hätte das gedacht - im Juli gibt es Julikäfer...



Bald können wir auf viele bunte Tagpfauenaugen hoffen....

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