Sonntag, 12. Dezember 2010

Ein Blaues Ordensband


Der Größte einheimische Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter mit einer Spannweite von z.T. über 10 cm ist das Blaue Ordensband (Catocala fraxini). Es gehört schon sehr viel Ausdauer und auch etwas Glück dazu, es vor die Linse zu bekommen. Dabei ist es weit verbreitet und kommt an Waldrändern, an Bachläufen und sogar in den Parkanlagen unserer Städte gar nicht so selten vor. Bedingung ist, es gibt dort Eschen und Pappeln, deren Blätter das Lieblingsfutter seiner Raupe ist. Die Flugzeit des Blauen Ordensbandes beginnt Anfang August und zieht sich bis Mitte Oktober hin. Sobald es dunkel geworden ist, sucht es "blutende" Bäume auf, wo es mit seinem langen Rüssel  an Baumsäften saugt:


Diese Eigenart, die es mit vielen Eulenfaltern gemeinsam hat, kann man ausnutzen, um es aufzuspüren. Die Raupen zu finden ist dagegen noch schwieriger. Sie leben bevorzugt an Zitterpappeln und dort an den unteren Ästen. Auch sind sie nachtaktiv. Am Tage verbergen sie sich am Stamm oder sogar am Boden, was auch verständlich ist. Denn einen solchen fetten Happen läßt sich wahrscheinlich kein Vogel entgehen:


Man sucht am besten Anfang bis Mitte Juli nach ihnen, bewaffnet mit einer Taschenlampe, an Waldrändern und Bachläufen, wo Pappelbüsche stehen. Ich hatte Glück in Eichgraben bei Zittau, am Rande eines ehemaligen Armeegeländes.


1 Kommentar:

  1. Habe gestern so ein Prachtsexemplar von 10-12 cm Spannweite in Bern gesichtet und erst dank dieser Site bestimmen können.

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