Freitag, 13. September 2013

Energiewende wirkt...

Heute ausnahmsweise mal ein Ausriß aus der BILD-Zeitung (12.9.2013), die sonst nicht unbedingt zu meiner Lektüre gehört - mit Ausnahme vielleicht der 1. Seite - Schlagzeile, die ich ab und an beim Bäcker erhasche...



Der "Ausriß" ist nicht von mir (s.o.), sondern wurde mir heute vom "Verein Sächsischer Ornithologen e.V." zugesandt. Er zeigt sehr schön die Auswirkungen der insbesondere von den "Grünen" gepriesenen Energiewende (näheres siehe "EEG zum schmökern") auf unsere Kulturlandschaft. Chapeau! kann man da nur sagen... 

Übrigens, ein Tipp: Das Museum der Westlausitz in Kamenz hat eben eine Sonderausstellung "Offenland - Sachsens Vogelwelt und Landwirtschaft" eröffnet, der sich mit der sich ständig ausbreitenden Monokulturwüste aus Raps im Frühjahr und Mais im Sommer beschäftigt und zeigt, was wir dabei gewinnen und was wir dabei verlieren. Auf jeden Fall eine Ausstellung, die den Naturfreund (gerade jetzt vor der Bundestagswahl) nachdenklich machen sollte...



Kommentare:

  1. Soso, die "Grünen" sind also Schuld. Nicht etwa die sächsischen Bauern, die aus Profitsucht auf immer größeren Feldern mit immer größeren Fahrzeugen mit immer mehr Chemie "Landwirtschaft" betreiben. Eine ziemlich einseitige Betrachtungsweise, wie ich finde.

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  2. Hallo Lutz, schönen Dank für Deinen Kommentar. Hier nun ein Link unter vielen zum Thema:

    http://www.verbrauchernews.de/artikel/0000011658.html

    Ich weiß, die Welt ist komplex. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht, insbesondere dann, wenn offensichtlich massiv Sachverstand bei den politischen Entscheidungsträgern fehlt, die dazu noch beratungsresistent und interessengesteuert sind - wie man als unbeteiligter Beobachter leider immer wieder feststellen muß. Das betrifft insbesondere auch die unter dem Begriff "Energiewende" subsummierten Maßnahmen - und eine Wirkung davon habe ich mit diesem Beitrag illustrieren wollen. Mit ihrer Kritik liegen Sie dahingegend falsch, in dem Sie die "sächsischen Bauern" in ihrer Profitsucht als Ursache des Übels ausmachen. Die Ursachen liegen aber woanders, und zwar bei einer von den "Grünen" (bitte Hochkommas beachten) hauptsächlich mitinitiierten Subventionspolitik, die Anreize schafft genau so zu handeln, wie die "sächsischen Bauern" (und nicht nur die) nun einmal handeln. Denn auch sie werden letztendlich von marktwirtschaftlichen Gesetzen getrieben und müssen sehen, wie sie über die Runden kommen und sind entsprechenden Sachzwängen ausgesetzt.

    Das eigentliche Problem ist - und für Deutschland symptomatisch -, daß die Politik immer mehr ideologiegetrieben agiert ohne die Sinnhaftigkeit der eingeleiteten Maßnahmen vorher im Detail zu hinterfragen. Wer ein klein wenig Verstand hat und den Taschenrechner bedienen kann, kommt nicht umhin zu erkennen, daß die objektiven Gegebenheiten "das Klima zu retten" als eine Grundprämisse des deutschen Weges der möglichst alleinigen Energieerzeugung durch Sonne, Wind und Biogas einfach nicht gegeben sind. Außerdem stehen technische und physikalische Gründe dem entgegen, um das von Herrn Trittin erst jüngst wieder propagierte Ziel "100% Öko" jemals erreichen zu können. Das das EEG demnächst gegen die Wand läuft, kann man auch ohne Kassandra zu heißen als sicher betrachten. Anzeichen dafür kann man in "EEG zum schmökern" links oben im Block lesen...

    Aber zurück zum Thema. Die Anreize, Raps und Mais zur Energieproduktion anzubauen, kommen immer noch von die Politik. Das ist wie mit den Solardachbesitzern und den Windmüllern. Würden die Subventionen wegfallen (oder massiv gekürzt werden wie gegenwärtig in Spanien), dann wäre der Spuk von einem Tag zum anderen vorbei. Meines Erachtens wäre es besser gewesen, das viele Geld, welches bis heute für entsprechende Subventionen verbraten wurde, in Forschung (und Bildung) zu stecken um beispielsweise inhärent sicher Kernkraftwerke mit der Fähigkeit der Transmutation langlebiger Aktinide zu entwickeln (ja, ja, so etwas gibt es, einfach mal abseits des Mainstreams Fachliteratur studieren), wie es z.Z. weltweit passiert. Rechnen Sie einfach mal den Flächenbedarf eines 1 GW KKW in Relation zur Maisanbaufläche zur Biogaserzeugung gleichen Energieoutputs aus. Sie werden erkennen, daß man aufgrund der bedeutend höheren Energieerzeugungsrate pro Flächeneinheit wieder Energiewirtschaft und Kulturlandschaft in Einklang bringen könnte. Aber wo Ideologie über Wissen triumphiert, ist so etwas leider kaum möglich.

    Und noch etwas, wenn ich die "Grünen" in Hochkomma schreibe, meine ich nicht die vielen ehrenamtlichen "Grünen", die Tag für Tag für eine erhaltenswerte Umwelt arbeiten. Ich meine damit in erster Linie die von deren Führungsspitze oktruierte Politik, die genau dasjenige, was sie früher zu schützen vorgab (unsere natürliche Umwelt) nun als Kollateralschäden ihrer eigenen verkorksten Energiepolitik opfert. Und die meisten anderen Parteien der Einheitsfront sind in dieser Beziehung auch nicht besser.

    Bleiben Sie trotzdem meinen "grünen" (kleingeschrieben) Blog treu und scheuen Sie sich nicht, ihre Meinung als Kommentar zu formulieren...

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